Finanzen
Edelmetalle: Die klassische Geldanlage wird immer beliebter!

Bereits seit Monaten wird das Gold immer beliebter. Ein Grund dafür ist, dass die herkömmlichen beliebten Anlageprodukte, wie Fest- oder Tagesgeld aufgrund der niedrigen Zinsen kaum noch Erträge generieren. In den letzten zwei Jahren hat jeder vierte Bürger in Deutschland in Gold investiert. In unsicheren Zeiten gilt Gold nämlich noch immer als sicherste Anlageform. Diese Sicherheit gilt im Übrigen nicht nur für das Edelmetall Gold. 

Mittwoch, 05.02.2020, 15:56 Uhr aktualisiert: 12.02.2020, 15:53 Uhr
Finanzen: Edelmetalle: Die klassische Geldanlage wird immer beliebter!
Foto: Colourbox.de

Egal, für welches Edelmetall Sie sich entscheiden , eine hohe Wertbeständigkeit bietet diese Anlageform immer.

Der Edelmetallhandel in Deutschland boomt

Oliver Heuschuch , der Leiter bei der Degussa Goldhandel GmbH des Edelmetallhandels, erklärt, dass die Anleger bereits seit einigen Jahren dazu neigen, vermehrt in Sachwerte zu investieren. Dieser Trend hat sich vor allem durch die Brexit-Diskussion und die Wahl von Donald Trump in Amerika verstärkt.

Im Oktober, in dem Trump gewählt wurde, ist die Gold-Nachfrage noch einmal stark angestiegen, und das in nahezu allen Schichten der Gesellschaft. Oft wird angenommen, dass die Anlegeform von Edelmetallen eher bei den Besserverdienern und Menschen über 50 Jahren beliebt ist, allerdings ist die Kundschaft der Degussa GmbH nach den Angaben von Oliver Heuschuch sehr gemischt. Hier ist sowohl der Kleinanleger vertreten, der lediglich einige Silbermünzen kaufen möchte, sowie sehr gut betuchte Privatkunden.

Im Durschnitt haben private Anleger rund 4.197 Euro investiert. In den privaten deutschen Haushalten erreichte der Vorrat an Gold mit einer Rekordmenge von ganzen 8.672 Tonnen ein neues Hoch seit dem Jahr 2014.

Gold ist die Anlageform für Krisenzeiten

Die Umfragen belegen bereits seit einigen Jahren, dass Menschen, die in Gold investieren, davon überzeugt sind, dass sie ihre Ersparnisse in einer stabile Wertanlage anlegen. Eine Studie der Steinbeis-Hochschule hat ergeben, dass Gold für ganze 93 Prozent der Befragten eine teilweise oder sogar vollständig sichere Anlageform ist.

Der Experte Oliver Heuschuch, Leiter Edelmetallhandel von der Degussa Goldhandel GmbH, erklärt, dass das Gold oft gekauft wird, wenn die Sorgen bezüglich einer Währungskrise wachsen. Die Anleger befürchten, das Gold als Währungsmittel nutzen zu müssen , wenn die Abschaffung des Euros droht. Im Schnitt investieren die Anleger zwischen 5.000 und 10.000 Euro in das Edelmetall. Die Degussa GmbH prognostiziert allerdings einen steigenden Umsatz für das aktuelle Jahr mit knapp 1,6 Milliarden Euro. Dies entspricht ganzen 25 Prozent mehr als noch im Jahr 2015.

In der Umfrage der Steinbeis-Hochschule waren knapp 90 Prozent der Teilnehmer davon überzeugt, dass in den kommenden Jahren der Wert des Goldes noch weiter steigen wird. Diese Annahme kann durchaus eintreffen, denn das Gold ist heute nicht mehr weit von dem Rekordpreis von 1.920 Dollar pro Feinunze aus dem September des Jahres 2011 entfernt. Bei der Commerzbank gehen die Edelmetall-Experten davon aus, dass am Ende des Jahres der Wert für das Gold bereits bei 1.450 US-Dollar stehen wird.

Zukünftig wird die Beliebtheit von Gold weiter steigen

Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Aufwärtstrend bei dem Goldpreis weiter anhalten wird. Die sehr expansive Geldpolitik der großen Zentralbanken ist ein hierfür sprechender Anhaltspunkt. Darüber hinaus gibt es innerhalb Europas viele unterschiedliche Quellen für Unsicherheiten und zahlreiche geopolitische Krisenherde.

Auch an der deutschen Börse steht das Edelmetall hoch im Kurs bei den Anlegern. In Frankfurt liegen mittlerweile nach den jüngsten Angaben des Marktbetreibers rund 113,1 Tonnen Gold. Seit dem Beginn des Jahres entspricht dies nahezu einer Verdopplung. Hinzu kommt neues Edelmetall immer dann, wenn Kunden in die sogenannte Xetra-Goldanleihe investieren. Die Börse hinterlegt in diesem Kontext für jeden einzelnen Anteilschein ein Gramm Gold.

Bei den Goldhändlern, wie der Reisebank oder der Degussa GmbH, gibt es das Edelmetall sogar zum Anfassen. In Frankfurt sind bei der Degussa GmbH in ihrem Goldzimmer sogar die Tapeten aus Gold gefertigt, genau wie augenscheinlich der Türstopper – dieser erste Eindruck täuscht allerdings.  

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