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Wohnung
Warmmiete: Was kommt zum Mietpreis einer Wohnung noch dazu?

Wer auf der Suche nach einer Wohnung ist, begegnet immer wieder den Begriffen Warmmiete und Kaltmiete. Die Kaltmiete beinhaltet dabei einzig den Peis für den Mietraum. Zur Warmmiete, die auch Bruttomiete genannt wird, kommen die Nebenkosten hinzu. Auf diese Weise entsteht oft am Ende ein anderer Preis als zunächst vermutet. Wer sich nicht auskennt, kann dadurch leicht aufs Glatteis geführt werden. Wir erklären, mit welchen Kosten Sie realistisch rechnen müssen, um den echten Mietpreis zu berechnen und welche Zusatzkosten neben der Warmmiete noch eine Rolle spielen.

Freitag, 05.03.2021, 06:50 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 10:53 Uhr
Wohnung: Warmmiete: Was kommt zum Mietpreis einer Wohnung noch dazu?
Foto: Colourbox

Was genau ist die Warmmiete?

Die Wohnungssuche ist für die meisten Menschen kein Vergnügen.  Insbesondere Studenten , Selbstständige oder Geringverdiener haben es hier oft schwer. Das sollte Sie jedoch nicht dazu verleiten, leichtfertig einen Mietvertrag zu unterschreiben, ohne zu verstehen, wie genau sich die zusätzlich zur Miete anfallenden Kosten zusammensetzen. Aber was genau fällt unter Nebenkosten?

Nebenkosten sind monatliche Abschlagszahlungen

Diese enthalten in der Regel eine Vorauszahlung der Wasser- und Heizkosten sowie die Kosten für die Müllabfuhr. Außerdem kommen meist noch weitere Betriebskosten hinzu. Das sind beispielsweise das Gehalt eines Hausmeisters und weitere Gebühren für die Instanthaltung des Hauses oder eine Gebäudeversicherung. Haben Sie am Ende des Jahres weniger verbraucht, als Sie bezahlt haben, bekommen Sie Geld zurück – verbrauchen Sie mehr, müssen Sie nachzahlen. Bisweilen kann es allerdings bei der jährlichen Mietkostenabrechnung zu Unstimmigkeiten zwischen Mieter und Vermieter kommen. Tatsächlich  enthält ein Großteil der Abrechnungen Fehler . Für diesen Fall  gibt es bestimmte Fristen , innerhalb derer die Abrechnung noch angefochten werden kann. So müssen Mieter beispielsweise innerhalb von zwölf Monaten nach Erhalt der Rechnung eine Beanstandung einreichen.

Neben der Warmmiete entstehen meist noch weitere Kosten

Wer denkt, dass mit der Warmmiete alle anfallenden Kosten abgegolten sind, der irrt sich leider. Zusätzlich zu Warm- und Kaltmiete müssen noch Strom und Gas, Internet, Telefon sowie GEZ-Gebühren bezahlt werden.

Achten Sie grundsätzlich darauf, dass aus Ihrem Mietvertrag klar ersichtlich ist, welche Betriebskosten in die Warmmiete mit eingehen. Bestehen Sie auf Transparenz, falls diese Ihnen zu hoch erscheinen oder nicht eindeutig aus dem Vertrag hervorgehen. Ein Richtwert ist, dass pro Quadratmeter Wohnfläche etwa 2,20 Euro für Betriebskosten anfallen. Fragen Sie außerdem nach, für wie viele Personen der Vermieter die Kosten berechnet hat. Weicht die Anzahl der Personen, die schließlich wirklich einzieht, von der Berechnungsgrundlage ab, können die Abschlagszahlungen sich später noch stark verändern. Möglicherweise wurde dann auch ein zu niedriger Betrag angegeben, der jedoch nach dem ersten Jahr deutlich erhöht wird. Dadurch erscheint die Wohnung zunächst günstiger, als sie ist. Bei Unklarheiten können Sie sich im Zweifelsfall  beim Mieterbund beraten lassen .

Wie kann man Nebenkosten sparen?

Da die Nebenkosten meist regelmäßig neu berechnet werden, lässt sich durch einen sparsamen Lebensstil wirklich bares Geld zurücklegen. Insbesondere bei Heizung und Wasser ist es nicht schwer, den Verbrauch im Blick zu haben. So lassen sich beispielsweise einfach Heizkosten sparen, indem im Winter nicht jeder Raum gleich stark beheizt wird. Nutzen Sie das Schlafzimmer wirklich nur nachts, darf es hier kühler sein als in Räumen, in denen Sie sich ständig aufhalten. Als Faustregel gilt, dass jedes Grad, das weniger geheizt wird, etwa sechs Prozent der Heizkosten spart. Jedoch sollten Sie beim Heizen auch nicht zu knauserig sein. Ist ein Raum einmal richtig ausgekühlt, wird sehr viel Energie benötigt, um die Temperatur wieder anzuheben. Außerdem ist das Risiko des Schimmelbefalls hoch in Räumen, die dauerhaft kalt sind. Mindestens 15 Grad warm sollte es auch im Winter drinnen sein. Wie bei so vielen Dingen gilt also auch hier:  Richtiges Heizen  liegt irgendwo in der Mitte zwischen den Extremen.

Auch Wassersparen ist nicht schwer: Achten Sie darauf, nicht jeden Abend ein Vollbad zu nehmen, die Spartaste der Toilette zu nutzen und das Wasser nicht unnötig lange laufen zu lassen. Eine Spülmaschine ist sparsamer im Wasserverbrauch als das Spülen von Hand. Öko-Programme sparen zusätzlich Energie.

Wem das nicht genug ist, der kann versuchen, mit dem Vermieter Sparmöglichkeiten für die Betriebskosten auszuhandeln. Wird beispielsweise regelmäßig von einer Firma das Treppenhaus geputzt, könnten Sie anbieten, diese Aufgabe selbst zu übernehmen. Gleiches gilt für die Pflege eines Gartens oder die Reinigung des Kellers.

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