Gesundheit
Bodyweight-Training, Guerilla-Yoga & Co. - Die Sport-Trends 2015

Wie in jedem Jahr sind die Vorsätze im Januar besonders groß, endlich mehr Sport zu treiben und ungeliebte Fettpolster verschwinden zu lassen. Für diese Vorhaben gibt es weit mehr Möglichkeiten, als zu joggen, Rad zu fahren oder im Fitnessstudio Hantelstangen zum Biegen zu bringen. Die Sport-Trends 2015 versprechen besonders im Fitness-Bereich viel Abwechslung. Die Überschneidungen sind verblüffend: Unabhängigkeit, Individualität und Effektivität sind beinahe ein Muss.

Mittwoch, 21.01.2015, 08:01 Uhr

Gesundheit : Bodyweight-Training, Guerilla-Yoga & Co. - Die Sport-Trends 2015
Man kann Körper und Seele kaum etwas besseres tun, als Sport zu treiben Foto: Modelfoto: colourbox.de

Bodyweight-Training: Immer und überall

Beim Bodyweight Training bringen sich Fitnessjünger mithilfe des eigenen Körpergewichts in Form. Andere Fitnessgeräte? Nicht notwendig. Liegestützen in allen Varianten, Sprungübungen oder Core-Workouts lassen sich allein mit dem Widerstand des eigenen Körpergewichts durchführen. Die Ergebnisse stehen dem Training im Fitnessstudio in nichts nach. Der größte Vorteil: Man kann Bodyweight-Training überall und jederzeit durchführen.

"Dreimal die Woche dreißig Minuten, fertig. Nutzen Sie die gewonnene Zeit, um mit Freunden herumzuhängen statt in einem verschwitzten Studio", umriss Mark Lauren in der "Welt" einen weiteren praktischen Nutzen des Trends. Der US-Fitnesstrainer gilt als Pionier des Bodyweight-Trainings. Sein Buch "Fit ohne Geräte" ist ein Bestseller. Dass dieser Trend gestoppt wird, ist 2015 nicht zu erwarten.

Guerilla-Yoga: Yoga in the City

Jahrelang galt Yoga als exklusives Territorium für Esoteriker. Mittlerweile ist das typische Publikum jung, gebildet, körperbewusst, cool – und auch längst nicht mehr ausschließlich weiblich. Nachdem auch das starke Geschlecht die indischen Lehre für sich entdeckt hat, deutet sich ein neuer Trend an: Beim Guerilla Yoga geht es raus aus den Studios und rein in die Parks oder rauf auf die Dachterrassen, um das innere und äußere Wohlgefühl maximal zu steigern.

"Das Leben in einer Metropole bietet kaum Ruhepole, die Menschen suchen neben sportlichen Aktivitäten nach Entspannung", erklärte Yoga-Lehrer und Autor Sukadev Volker Bretz im Interview mit dem Onlinemagazin "rundum" und führte aus: "Yoga tut Körper und Psyche gleichermaßen gut. Diese Kombination ist unschlagbar." Unwidersprochen wirkt der Sonnengruß bei den ersten Sonnenstrahlen eines milden Frühlingstages angebrachter als unter einer Neonröhre im Studio.

Punk Rope: Seilspringen für die Großen

Mit dem Seilspringen in der Schule hat Punk Rope nicht mehr viel zu tun. Bei diesem abwechslungsreichen Fitnessprogramm stehen Seil-Workouts und zahlreiche Ganzkörperübungen auf dem Programm. Neben dem klassischen Seilspringen, das mit seinem Mix aus Sprungkrafttraining, Ausdauertraining und Koordinationstraining ein überaus effektives Ganzkörpertraining darstellt, werden auch Freiübungen, Fitnessspiele sowie Core- und Tanzelemente zur Stärkung des Rumpfs integriert.

Punk Rope ist überaus intensiv und zeiteffektiv. Es kommt damit dem Zeitgeist voll entgegen. Erfunden wurde der Trend in New York von Fitness-Guru Tim Haft , der Punk Rope prägnant und ein wenig selbstironisch mit dem Slogan "Sweat with a Smile" ("Schwitze mit einem Lächeln") bewirbt. Experten erwarten, dass Punk Rope auch in deutschen Fitnessstudios seinen Platz zwischen Body Pump und Pilates finden wird.

E-Fitness: Der gläserne Halbprofi

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken . Auch im Fitnessbereich fanden sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Apps großen Absatz. Von Lauf-Apps über Workout-Apps für bestimmte Problemzonen bis hin zu Schrittzählern sind Applikationen auf Mobilgeräten mittlerweile in der Lage, einen Trainer beinahe überflüssig zu machen. Dank GPS und präzisen Aufzeichnungsmethoden wird jeder Trainingsfortschritt sichtbar gemacht.

Die Möglichkeit zur Verknüpfung mit sozialen Netzwerken steigert selbst die Motivation von Trainingsmuffeln. Das Speichern und Übertragen von Messwerten ist ebenfalls kein Problem mehr. Das alles gibt es für kleines Geld, teilweise sogar noch kostenlos. Damit fühlt sich jeder Hobbysportler fast wie ein Profi.

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