Zahngesundheit
Neue Wege in der Implantologie - mit der Methode All-on-4 an einem Tag

Die Fortschritte in der Zahnmedizin ermöglichen heute ganz neue Behandlungsmethoden, die schnell, unkompliziert und schmerzfrei dafür sorgen, dass Patienten fehlende Zähne ersetzt bekommen. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, können die Implantate in einer einzigen Sitzung eingebracht werden - eine optimale Lösung für Angstpatienten oder Menschen, die aus beruflichen Gründen nur wenig Zeit haben.

Freitag, 02.09.2016, 04:09 Uhr

Zahngesundheit : Neue Wege in der Implantologie - mit der Methode All-on-4 an einem Tag
Foto: colourbox.de

Die Rede ist von der All-on-4 einer Methode, bei der lediglich vier Implantate in jedem Kiefer eine absolut stabile Basis für die Zahnkronen bilden.

Einige Zahnarztpraxen setzen hierbei auf ein innovatives Behandlungskonzept mit modernsten Hightech-Geräten. Computergestützte 3D-Röntgenapparate ermöglichen eine navigierte Implantologie, bei der der gesamte Kiefer gescannt wird. So werden zum Beispiel Nervenbahnen sichtbar gemacht und dadurch das Verletzungsrisiko auf ein Minimum gesenkt. Anhand der Aufnahmen kann jeder weitere Behandlungsschritt exakt geplant und an die individuellen Bedürfnisse des Patienten angepasst werden - und das bei 80 bis 90 % weniger Strahlenbelastung als mit herkömmlichen Geräten.

Eignet sich die All-on-4 Methode für jeden Patienten?

Bei fehlenden Zähnen tritt immer wieder das Problem des Knochenabbaus im Kiefer auf. Mit der All-on-4 Behandlung und ihrer speziellen Implantat-Positionierung muss nicht zwingend zuerst ein Knochenaufbau stattfinden. Deshalb ist sie nach dem jetzigen Erfahrungsstand für fast jeden Betroffenen sehr gut geeignet. Genaueres kann aber erst nach einer gründlichen Untersuchung gesagt werden. Im Zweifelsfall können auch qualitativ hochwertige Alternativen für schöne Zähne angeboten werden.

Wie ist der Ablauf vor der Behandlung?

Am Anfang jeder seriösen Behandlung stehen eine ausführliche Beratung und Befragung des Patienten, anschließend erfolgen eine gründliche Diagnose und die Planung der einzelnen Behandlungsschritte. Ebenso werden im Vorfeld die Vor- und Nachteile der All-on-4 Methode mit dem Patienten besprochen. Es sind also einige Termine notwendig, auch wenn die eigentliche Operation in nur einer einzigen Sitzung durchgeführt wird.

Wenn der Patient sich für den Eingriff entschieden hat, erfolgt die Untersuchung mit der erwähnten 3D-Röntgentechnik. Diese bildet die Grundlage für die Platzierung der Implantate. Parallel wird bis zum OP-Termin das festsitzende Provisorium angefertigt.

Wie verläuft die Operation?

Normalerweise wird unter Vollnarkose operiert, auf Wunsch kann der Patient aber auch in einen Dämmerschlaf versetzt werden. Am Anfang werden alle Restzähne, die nicht erhalten bleiben sollen, entfernt. Mit einer individuell gefertigten Führungsschablone setzt der Arzt dann die Implantate in den Kiefer ein. Eine Besonderheit bei der All-on-4 Methode ist die Position: An den Seiten werden zwei Implantate schräg in einem Winkel zwischen 35° und 45° verankert, im Bereich der Frontzähne gerade. Das schräge Einsetzen der Implantate soll hier einen Knochenabbau im Kiefer verhindern.

Nach der Implantation erhält der Patient das festsitzende Provisorium, das funktionell und ästhetisch bereits dem endgültigen Zahnersatz entspricht, und kann die Praxis mit seinem neuen Gebiss verlassen. Weitere Kontrolltermine können gegebenenfalls im Verlauf des Heilungsprozesses anfallen.

Nach sechs bis zwölf Wochen sind die Implantate vollständig eingeheilt und das Provisorium kann durch den dauerhaften Zahnersatz ersetzt werden.

Welche Vorteile bietet die All-on-4 Methode?

Der wesentliche Vorteil einer All-on-4 Behandlung ist die kurze Dauer mit nur wenigen Terminen, darunter in der Regel nur einer für die eigentliche Operation. Daher eignet sich dieses Verfahren besonders für Angstpatienten und zeitlich eingeschränkte Personen. Die Zahnimplantate und der provisorische Zahnersatz werden in einem Zug eingesetzt und sind sofort belastbar. Zu bedenken ist auch, dass die meisten Patienten vor dem Eingriff schlechte oder gar keine Zähne mehr haben. Nach der OP stimmt also die Ästhetik des Gesichts wieder, was zu deutlich mehr Selbstbewusstsein und damit mehr Lebensqualität führt.

Nach der Behandlung

Damit die Freude an den neuen Zähnen lange erhalten bleibt, ist nach Abschluss der Behandlung vor allem eine tägliche, gründliche Mundpflege entscheidend. Darüber hinaus sollte alle drei Monate eine professionelle Zahnreinigung von einem Zahnarzt durchgeführt werden.

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