Gesundheit
Erkältung ohne Ende – wenn die Erkältung chronisch wird

Früher oder später trifft sie jeden: Eine Erkältung verbreitet sich bevorzugt in der kalten und nassen Jahreszeit. Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Co. schränken dann das Allgemeinbefinden ein. Ist das Immunsystem bereits geschwächt oder bleibt keine Zeit zum Auskurieren, verzögert sich die Genesung. Doch wann ist eine Erkältung chronisch und was hat sie für Konsequenzen?

Dienstag, 24.01.2017, 08:01 Uhr

Gesundheit : Erkältung ohne Ende – wenn die Erkältung chronisch wird
Foto: colourbox.de

Der Weg von der akuten zur chronischen Erkältung

Als chronisch bezeichnet man den Krankheitsverlauf immer dann, wenn die Symptome länger als zwölf Wochen andauern ohne zwischenzeitlich vollständig abgeklungen zu sein. Genaugenommen wird auch nicht die Erkältung chronisch, sondern die Erkrankungen, die daraus resultieren wie beispielsweise eine Nasennebenhöhlenentzündung oder Bronchitis. Die Symptome manifestieren sich dabei auf einen bestimmten Körperbereich.

Chronische Entzündung der Nasennebenhöhlen als Folge einer Erkältung

Erkältungsviren gelangen zunächst auf die Schleimhäute von Hals und Nase. Diese antworten dort mit einer Entzündungsreaktion, bei der die Schleimhäute anschwellen und mitunter schmerzen. Breiten sich die Erreger in der Nase aus, entsteht Schnupfen mit gelblich oder grünlich verfärbten Sekret. Dies kann dazu führen, dass die kleinen Gänge (Ostien) zwischen Nase und Nasennebenhöhle verstopfen und sich die Entzündung auf die Nasennebenhöhlen ausbreitet. Neben einer verstopften Nase, sprechen Kopfschmerzen im Bereich der Stirn und der Schläfen oder Kieferschmerzen, die sich beim Bücken oder Niesen verstärken, für eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) . Heilt die akute Sinusitis nicht vollständig aus, kann eine chronische Sinusitis entstehen. Hier sind die Symptome oft schwächer ausgeprägt, aber immer noch vorhanden.

Nicht nur eine Erkältung kann zu einer chronischen Sinusitis führen, weitere Auslöser sind dafür bekannt:

  • anatomische Besonderheiten, wie zum Beispiel eine schiefe Nasenscheidewand
  • Nasenpolypen
  • Allergien und Unverträglichkeiten

Bronchitis als Begleiterscheinung

Im Zuge einer Erkältung kann sich durch das Eindringen der Viren eine akute Bronchitis entwickeln. Auch hier schwellen die Schleimhäute aufgrund der Entzündung an und bilden verstärkt Schleim. Diese Schleimbildung löst einen Hustenreiz aus, der zu produktivem Husten führt. Die Gefahr besteht, dass eine Bronchitis in eine Lungenentzündung mündet. Oft sind dafür nicht nur die Erkältungsviren verantwortlich, sondern Bakterien, die zusätzlich das Gewebe infizieren. Bessert sich der Husten im Verlauf einer Erkältung nicht, tauchen zusätzlich hohes Fieber, Krankheitsgefühl und Luftnot auf, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.

Wenn die akute Erkrankung in die chronische Bronchitis übergeht, verschwinden die typischen Krankheitssymptome des Infektes weitgehend. Was bleibt, sind starker Hustenreiz (vor allem morgens), der mit dem Abhusten von zähem Schleim einhergehen kann und mitunter zu Problemen bei der Atmung führt. Häufige Erkältungen scheinen die Entstehung eines chronischen Verlaufes zu begünstigen. Allerdings ist die Hauptursache einer chronischen Bronchitis keine Infektion, sondern Tabakrauch.

Grippe und Superinfektion: Mehr als eine chronische Erkältung

Das Immunsystem wird meist innerhalb von sieben bis zehn Tagen problemlos mit einer Erkältung fertig. Anders ist es, wenn die Beschwerden sehr stark sind oder bleiben. Möglicherweise liegt in dem Fall eine Grippe vor, die durch Influenza-Viren ausgelöst wird. Sie macht sich im Gegensatz zu einer Erkältung durch plötzlich auftretende Symptome, hohes Fieber und ein schweres Krankheitsgefühl bemerkbar. Der Körper braucht gewöhnlicher Weise mehr Zeit, um sich von der Grippe zu erholen.

Werden die Beschwerden einer Erkältung nach einer Woche nicht besser, oder verschlechtern sich die Symptome nach anfänglicher Besserung wieder, kann eine sogenannte Superinfektion vorliegen. Zu dem viralen Infekt haben sich dann andere Krankheitserreger hinzugesellt. Meist sind es Bakterien, welche die Genesung verzögern und für eine längere oder chronische Erkältungsdauer sorgen.

Beachten Sie, dass schwere und längere Krankheitsverläufe einer Erkältung in jedem Fall ärztlich untersucht und auch behandelt werden sollten. So können Sie einen chronischen Krankheitsverlauf am ehesten verhindern.

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