Gesundheit
Vitaminspritze: Der neue Trend

Ein kleiner Stich – die Vitaminspritze – soll dabei helfen, Großes zu bewirken. Nach der Verabreichung durch den Arzt ist bei einigen Menschen zu beobachten, dass sie sich weniger müde, energievoller und immunstärker fühlen. Natürlich dann, wenn ein Vitaminmangel, wie zum Beispiel von Vitamin B12, D oder E, dafür verantwortlich ist. Doch was genau sind die Vorteile einer Vitaminspritze? 

Donnerstag, 11.01.2018, 04:01 Uhr

Gesundheit: Vitaminspritze: Der neue Trend
Foto: colourbox.de

Die Vitaminspritze kommt beim Vitaminmangel zum Einsatz

Für die Entstehung eines Vitaminmangels gibt es mehrere Gründe wie eine einseitige Ernährung oder Krankheiten, beispielsweise Leberfunktionsstörungen. Daher gibt es nicht nur in Ländern, in denen eine Nahrungsknappheit herrscht, sondern auch bei uns in Europa Menschen mit einer Vitaminunterversorgung.

Ein Vitaminmangel, gegen den ein Arzt möglicherweise eine Vitaminspritze einsetzt (beispielsweise eine Vitamin B12-Spritze , kann Folgen für den Körper haben. So ist es denkbar, dass zu wenig Vitamin B12 (unter drei Mikrogramm täglich für Jugendliche und Erwachsene) Beschwerden wie Müdigkeit, Kraftlosigkeit oder Konzentrationsstörungen auslöst. Denn es ist im Organismus an Stoffwechselprozessen sowie der Blut- und Zellbildung beteiligt. Dagegen äußert sich ein Vitamin-D-Mangel eher durch Beschwerden wie Knochenschwund (Osteoporose) oder Muskelschwäche. Und eine Vitamin E-Unterversorgung zum Beispiel durch eine verfrühte Zellzerstörung.

Es gibt kaum ein Vitamin, bei welchem es nicht dazu kommen kann, dass es zu wenig im Körper vorhanden ist. Ärzte können anhand von Blutproben den Gehalt eines Vitamins im Organismus messen.

Warum gerade eine Vitaminspritze?

Vitaminspritzen sind momentan ein Trend, weil sie gegenüber Nahrungsergänzungsmitteln, in Form von Tabletten oder Pillen, einige Vorteile haben.

Der Inhalt einer vom Arzt verabreichten Vitaminspritze gelangt wesentlich schneller in die Blutbahn des Körpers – eigentlich direkt. Denn es ist kein zeitraubender Umweg über die Verdauung notwendig. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle auch die Tatsache, dass auf der langen Reise einer Tablette, vom Mund bis in den Darm, im Körper ein gewisser Teil der enthaltenen Stoffe verloren geht; besonders die Leber filtert einiges heraus. In diesem Fall entfalten nicht alle Tablettenbestandteile ihre Wirkung im Körper und werden einfach über Stuhl oder Urin wieder ausgeschieden.  Zudem kann bei Bedarf die Dosierung des Vitamins exakter angepasst werden. Anstatt beispielsweise eine Hand voll Vitamintabletten auf einmal zu schlucken, kann man mit einer einzigen Vitaminspritze die benötigte Menge verabreichen.

Es ist also nachvollziehbar, dass besonders bei einem schwerwiegenden Vitaminmangel, bei dem die Mangelsymptome sich deutlicher bemerkbar machen, sich viele Menschen eine schnelle Hilfe in Form einer Vitaminspritze vom Arzt wünschen.

Im Normalfall spritzt ein Arzt eine Vitaminspritze direkt unter die Haut, in den Muskel (oft am Oberarm) oder in eine Vene. Sie kann eine erste Unterstützung für den Organismus sein, um die leeren Vitaminvorratskammern schnell wieder aufzufüllen. Anschließend werden vielmals Vitamintabletten verordnet, um langfristig eine optimale Vitaminversorgung für den Körper zu ermöglichen.

Personen, die sich für die Option einer Vitaminspritze interessieren, können einen Termin mit ihrem Hausarzt vereinbaren. In den meisten Fällen wird dieser anhand des Blutbildes feststellen können, ob eine derartige Behandlung ratsam ist und Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen wie eine allergische Reaktion leisten. 

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