Gesundheit
CBD Cremes und Öle zur Linderung von Psoriasis-Symptomen

Medizinische CBD Produkte kommen immer häufiger als alternative Behandlungsmethoden für Erkrankungen infrage. Seit 2017 sind diese Cannabis-Medikamente für Patienten auf legalem Weg zu erhalten. Gründe dafür sind, dass CBD-haltige Produkte weder eine psychoaktive Wirkung haben noch das Bewusstsein verändern oder einen Rauchzustand auslösen. Im Gegenteil: Bei vielen Patienten wirken die CBP Produkte äußerst positiv auf das Wohlbefinden sowie auf unterschiedliche Symptome von Krankheiten. Zwei beliebte Produkte sind CBD Cremes und Öle, die nicht nur bei Angst- und Einschlafstörungen eine gute Wirkung erzielen, sondern auch bei Entzündungen. Das lässt Patienten, die unter Psoriasis-Symptomen leiden, aufatmen. Warum das so ist und was die Cremes und Öle tatsächlich bei Schuppenflechte bewirken, darüber klärt dieser Artikel auf.

Freitag, 30.11.2018, 10:20 Uhr aktualisiert: 30.11.2018, 10:24 Uhr
Gesundheit: CBD Cremes und Öle zur Linderung von Psoriasis-Symptomen
Seit 2017 ist die Verschreibung von Cannabis legal. Foto: GAD-BM / pixabay (CC0 1.0)

Was ist unter „Psoriasis“ zu verstehen?

Psoriasis gehört zu den am häufigsten auftretenden Hauterkrankungen, allerdings zeigen sich die Symptome nicht nur auf der Haut, sondern auch im Bereich der Gelenke. Umgangssprachlich wird die Krankheit als Schuppenflechte bezeichnet. Das Leiden ist nicht heilbar, jedoch ist es möglich, die Symptome zu behandeln. Bei der Schuppenflechte sind die körpereigenen Mechanismen zur Erneuerung gestört, weshalb die Haut entzündliche Reaktionen zeigt. Es handelt sich dabei um eine Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dass das Immunsystem gegen die körpereigenen Zellen kämpft. Eine Erklärung gibt es dafür bislang nicht, allerdings scheint Schuppenflechte durch eine genetische Veranlagung bedingt zu sein. Laut dem Deutschen Psoriasis Bund e.V. steht betroffenen Personen ein breites Behandlungsspektrum an Methoden zur Verfügung. Eine dieser Möglichkeiten könnten CBD Präparate sein. Einige Symptome der chronischen Psoriasis sind mithilfe von CBD Cremes oder Ölen zu lindern. Durch die äußerliche Behandlung lassen sich entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkungsweise der CBD Produkte feststellen.

Typische Symptome der Psoriasis sind eine starke Durchblutung, wodurch die betroffenen Hautareale sehr intensiv gerötet sind. Hinzu kommt ein unangenehmer Juckreiz. Optisch manifestiert sich die Erkrankung zudem durch schuppige Hautoberflächen an den Knien und Ellbogen, auf dem Kopf oder durch kleine rissartige Gebilde in der Gesäßfalte. Kleine Blutungen oder weiße Glanzpunkte sind ebenfalls optische Merkmale für Psoriasis. Charakteristisch ist die Tatsache, dass Patienten häufig die Hautschichten unter den Schuppen „abziehen“ können. Manchmal befällt die Schuppenflechte auch die Nagelhaut an Fingern und Füßen. Laut der WHO ist Schuppenflechte eine der schwersten Erkrankungen auf nichtinfektiöser Basis weltweit.

CBD Cremes und Öle als medizinische Alternative

Seit der Änderung des Gesetzgebers hinsichtlich des betäubungsmittelrechtlichen Rahmens wurde Cannabis als Medizin einstimmig vom Bundestag beschlossen, wie auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums nachzulesen ist. Um langfristig die medizinische Wirkung festzuhalten, wurde eine Begleiterhebung zur wissenschaftlichen Datensicherung veranlasst. Auf Basis dieser sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die bei verschiedenen aktuell schwer oder nur unzureichend therapierbaren Erkrankungen neue Behandlungsweisen ermöglichen. Dazu gehört auch Psoriasis. Zwar gibt es verschiedene Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten für Patienten, die unter Schuppenflechte leiden, allerdings sind diese nicht immer als Langzeitpräparate nutzbar. Ein Beispiel dafür ist Kortison in Salbenform, welches dauerhaft angewendet eher schädigend auf die Haut wirkt.

Laut verschiedenen Studien und Forschungen aus Großbritannien und Ungarn sind CBD Cremes und Öle eine wirkungsvollere und lindernde Alternative. Im Internet sind verschiedene cannabidiolhaltige Produkte für medizinische Zwecke erhältlich. Das CBD Öl ist beispielsweise laut einigen Konsumenten imstande, eine Linderung bei Gelenkschmerzen herbeizuführen, wohingegen die CBD Cremes bei der äußerlichen Anwendung entzündungshemmend und juckreizlindernd auf den betroffenen Stellen wirken. Wichtig ist dabei, dass die Cremes beispielsweise mit natürlichen Stoffen wie Aloe Vera oder Bienenwachs angereichert sind. Dadurch verbessern sie unterstützend das Hautbild. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, die CBD Öle lokal auf der Haut aufzutragen. Hier wirkt das Produkt antientzündlich sowie beruhigend.

Warum scheint die Wirkung von CBD-haltigen Produkten bei Psoriasis so hilfreich?

Interessant ist die Wirkungsweise von CBD Cremes und Ölen bei Schuppenflechte vor allem aufgrund des Endocannabinoid-Systems. Dabei handelt es sich um einen Bereich des Nervensystems des Menschen, welcher sowohl aus CB1 (Cannabinoidrezeptor 1) als auch aus CB2 (Cannabinoidrezeptor 2) besteht. CB1 ist in den Nervenzellen, im Gehirn, im peripheren Nervensystem und im Darm vorhanden, während CB2 vor allem im Knochenaufbau und Knochenabbau sowie im Immunsystem vorkommt. Das Endocannabinoid-System ist an verschiedenen Prozessen im Körper beteiligt. Dazu zählen die Hormonproduktion, die Zellvermehrung oder die Herstellung von Proteinen, die zur Immunreaktion benötigt werden. Ist dieses System gestört, kann es zu chronischen Hauterkrankungen wie der Schuppenflechte kommen. Daher ist es möglich, dass eine gezielte Therapie und Behandlung mit CBD-haltigen Produkten wie Cremes und Ölen dazu beitragen, die Psoriasis-Symptome zu lindern.

Wie erhalten erkrankte Patienten die CBD Produkte auf Rezept?

Grundsätzlich benötigen Patienten eine schriftliche Verordnung vom Arzt, um Cannabis auf Rezept zu erhalten. Das verschreiben die Mediziner seit 2017 auf ganz legaler Basis. Allerdings fällt es nicht allen Ärzten leicht, Cannabis auf Rezept zu verschreiben. Es gibt aktuell keine Mehrheit an praktizierenden Doktoren, die sich auf das Konzept der CBD-haltigen Medikamente einlassen und den Patienten auch dazu raten. Das Problem liegt hier aber vor allem bei der fehlenden Erfahrung sowie den kaum vorhandenen Studien. Dass die CBD Produkte bei verschiedenen Krankheiten und Symptome helfen, ist bisher noch nicht umfassend bewiesen. Dies ist gleichzeitig ein ausschlaggebender Punkt für viele Krankenkassen, bei denen ein Rezept mit der Bitte um Beteiligung eingereicht wird.

Eine erweiterte Kostenübernahme kommt nur dann zustande, wenn es sich um schwer erkrankte Patienten handelt, bei denen alle anderen Therapieformen gescheitert sind. Allerdings gibt es auch Erkrankungen wie Depressionen oder Einschlafstörungen, die grundsätzlich mit wirkungseffizienten Medikamenten therapierbar sind, aber eventuell mit medizinischem CBD Öl oder CBD Liquids noch besser behandelbar sind – auch wenn es sich dabei im Vergleich nicht um so schwere Erkrankungen handelt. Wobei dies auch immer aus der Sicht des Patienten gesehen werden sollte, denn sowohl Depressionen als auch Einschlafprobleme können die Lebensqualität enorm beeinflussen.

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