Gesundheit
Angst vor dem Urologen?

Für viele Männer ist der Gang zum Urologen mit Ängsten und Nervosität verbunden. Schließlich werden Körperpartien untersucht, die zum Intimbereich zählen und die man(n) aus einem Instinkt heraus schützen möchte. Gerade beim Urologen fühlt sich der Patient in einem gewissen Maße ausgelieferter als dies bei anderen Fachärzten der Fall ist, wie zum Beispiel beim Augenarzt oder beim Orthopäden. Wie kann man der Angst vor dem Urologen entgegenwirken? Wie kann man sich mental zum Beispiel auf eine Prostata-Untersuchung einstellen? Hier erfahren Sie mehr.

Freitag, 18.01.2019, 11:52 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 11:56 Uhr
Gesundheit: Angst vor dem Urologen?
Zu wenige Männer gehen regelmäßig zum Urologen. Foto: Colourbox.de

Zu wenige Männer gehen zur Untersuchung zum Urologen

Nur etwa 14 Prozent der Männer sind bereit, Früherkennungsuntersuchungen für Prostataerkennungen beim Urologen machen zu lassen. Neben einem Bluttest wird in der Regel auch eine rektale Tastuntersuchung vom Facharzt durchgeführt. Gerade diese Art der Untersuchung empfinden viele Männer als unangenehmen Eingriff in den Intimbereich und entwickeln aus dieser Grundhaltung heraus eine Scheu, sich dieser Methode der urologischen Untersuchung zu unterziehen. Aber dabei gilt es immer auch zu bedenken, welchen enormen Nutzen eine Prostatauntersuchung hat. Schließlich kann sie zur Früherkennung von Prostatakrebs und eine dementsprechend rechtzeitige Behandlung führen.

Was passiert bei der Prostatauntersuchung?

Die Untersuchung, die der Urologe vornimmt, erfolgt zunächst durch ein Abtasten von Bauch, Leistenbereich, Penis und Hoden. Dabei geht es in erster Linie darum, zum Beispiel Veränderungen des Gewebes festzustellen. Bei der rektalen Untersuchung fühlt der Urologe mit seinem Zeigefinger die Prostata hinsichtlich möglicher Anzeichen für Erkrankungen. Diese rektale Untersuchung beim Urologen dauert durchschnittlich nicht länger als eine Minute. 

Welche Funktion hat die Prostata?

Die Prostata wird auch als Vorsteherdrüse bezeichnet. Sie befindet sich unterhalb der Harnblase des Mannes und reicht von der Harnröhre bis zum Beckenboden. Ihre Form erinnert an eine Kastanie. An der Rückseite der Prostata befindet sich der Mastdarm, weshalb die Untersuchung durch den Urologen auch rektal durchgeführt wird. Die Prostata besteht aus mehreren Einzeldrüsen, welche ein Sekret erzeugen. Dieses Sekret vermischt sich bei der Ejakulation mit den Spermien. Der Grund: Das Sekret dient als Nährlösung für die Spermien, auf dem Weg zur weiblichen Eizelle. Die Prostata zählt zu den männlichen Fortpflanzungsorganen.

Darum ist die Angst vor dem Urologen ungerechtfertigt

Die Prostatauntersuchung mag für viele Männer unangenehm sein, die Vorteile überwiegen die Nachteile aber deutlich. Bei einer rechtzeitigen Früherkennung, steigt einerseits die Wahrscheinlichkeit, dass schonende Arten von Therapien angewendet werden können und andererseits wird die Sterblichkeitsrate von Prostatakrebs gesenkt. 

Das genaue Wissen über den aktuellen medizinischen Zustand der Prostata ist die optimale Voraussetzung, um bei Bedarf die individuell passenden Behandlungsschritte einzuleiten. Und gerade bei Prostatakrebs , der zu den häufigsten Todesursachen bei Männern zählt, kann diese Möglichkeit ein entscheidender Vorteil im Kampf gegen die Krankheit sein. 

Prostatakrebs: Symptome und Verlauf

Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Der Tumor in der Vorsteherdrüse führt anfangs zu keinen Symptomen und wird deshalb – ohne regelmäßige Untersuchung beim Urologen – in vielen Fällen zu spät erkannt. Im späteren Verlauf können Symptome auftreten wie:

  • Erektionsprobleme
  • Schmerzen beim Urinieren
  • Schmerzen beim Ejakulieren
  • Blut im Urin und/oder Sperma

Zur Behandlung von Prostatakrebs werden je nach medizinischer Beurteilung Methoden wie Operation und Kälte- oder Strahlentherapie eingesetzt. Auch eine Hormontherapie wird in manchen Fällen vom Urologen verordnet. Wenn Sie als männlicher Patient Angst vor dem Urologen oder speziell vor der Untersuchung beim Urologen haben, gilt es, die Vor- und Nachteile einer Prostatakrebs-Früherkennungsuntersuchung sorgfältig abzuwägen und insbesondere die höheren Heilungschancen im Falle einer Früherkennung zu berücksichtigen.

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