Virusinfektion
Kassen zahlen künftig für Impfung gegen Gürtelrose

Die Ursache für die Gürtelrose ist eine Windpockeninfektion, die meist im Kindesalter durchlaufen wird. Die Zweitinfektion mit dem Virus zeigt einen meist schweren Verlauf. Die Kassen übernehmen für ältere Menschen daher künftig die Impfung.

Montag, 11.03.2019, 12:35 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 12:42 Uhr
Die Ständige Impfkommission hat Menschen ab 60 Jahren eine Schutzimpfung gegen die Virusinfektion Gürtelrose empfohlen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten.
Die Ständige Impfkommission hat Menschen ab 60 Jahren eine Schutzimpfung gegen die Virusinfektion Gürtelrose empfohlen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten. Foto: Ralf Hirschberger

Berlin (dpa) - Impfungen gegen die Virusinfektion Gürtelrose bekommen Menschen ab 60 Jahren künftig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt - bei erhöhter Gefährdung schon ab 50 Jahren.

Das beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss ( G-BA ) von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken, wie das Gremium am Donnerstag in Berlin mitteilte. Es kam einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission nach. Berücksichtigt werde so das mit dem Alter zunehmende Risiko für schwere Verläufe. Ab 50 Jahren impfen lassen sollten sich Menschen mit Grunderkrankungen wie chronischen Darmentzündungen, Nierenschwäche oder Diabetes.

Gürtelrose oder Herpes zoster wird durch ein Virus ausgelöst. In Deutschland erkranken nach Angaben des Robert Koch-Instituts jährlich mehr als 300.000 Menschen daran, rund fünf Prozent davon schwer.

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