Gesundheit
Adipositas kann gefährlich sein

Adipositas, die auch als Fettleibigkeit bezeichnet wird, ist weit verbreitet. In Deutschland ist über die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig. Mehr als 23 Prozent davon gelten sogar als adipös. Nachfolgend wird erläutert, was Adipositas genau ist, welche möglichen gesundheitlichen Folgen sie hat und was dagegen getan werden kann.

Freitag, 31.05.2019, 13:34 Uhr aktualisiert: 31.05.2019, 13:37 Uhr
Gesundheit: Adipositas kann gefährlich sein
Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung sind die bedeutendsten Faktoren von Übergewicht. Foto: Colourbox.de

Was ist Adipositas?

Von Adipositas wird bei starkem Übergewicht und einem hohen Körperfettanteil gesprochen. Hierzu kommt es, wenn die Energie, die über die Ernährung zugeführt wird, über einen längeren Zeitraum höher ist als die verbrauchte. Die überschüssige Energie legt der Körper als Fett ein. Dabei reichen bereits kleine tägliche Überschüsse in der Energiebilanz aus, um langfristig gesehen zuzunehmen. 

Adipositas - großes Risiko für die Gesundheit

Adipositas verringert nicht nur die Lebensqualität und das Wohlbefinden, sondern kann vor allem der Gesundheit erheblich schaden. Zu den möglichen, teilweise gravierenden Folgen gehören:

  • Herz-Kreislauf- und Lungenerkrankungen
  • Diabetes Typ 2
  • Gelenkverschleiß
  • Fettleber
  • Gicht
  • Schlafapnoe
  • Krampfadern
  • psychische Belastungen

Es gibt nahezu kein Organsystem, das durch Adipositas nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Psychische und soziale Probleme machen vielen Übergewichtigen ebenfalls schwer zu schaffen. Adipositas hat viele Ursachen, beispielsweise eine ungesunde Ernährung , mangelnde Bewegung, genetische Veranlagung und psychische Probleme.

Verschiedene Schweregrade der Adipositas

Der Body-Maß-Index ( BMI ) definiert die Schweregrade der Adipositas. Hierfür wird das Körpergewicht in Kilogramm durch die Größe zum Quadrat geteilt. Wenn das Ergebnis mehr als 25 kg/m² beträgt, liegt laut der Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation Übergewicht vor. Ab einem BMI von über 30 kg/m² wird von Adipositas gesprochen:

  • 30 bis 34,9 kg/m²: Adipositas Grad 1
  • 35 bis 39,9 kg/m²: Adipositas Grad 2
  • über 40 kg/m²: Grad 3 (extreme Ausprägung)

Zu Übergewicht kommt es vor allem, wenn zu viel gegessen wird und die Nahrung reichlich ungesunde Fette und Kohlenhydrate und gleichzeitig zu wenig Ballaststoffe enthält. Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren setzen beispielsweise weniger stark an als gesättigtes Fett. Bewegungsmangel ist ein weiterer wichtiger Faktor, denn dadurch ist der Energieverbrauch entsprechend gering. In einigen Familien kommt Adipositas häufiger vor als in anderen, sodass auch erbliche Ursachen eine Rolle spielen können. Manche verbrauchen im Ruhezustand eine Menge Kalorien und können somit entsprechend viel essen, ohne zuzunehmen. Andere hingegen haben einen geringen Grundumsatz, sodass sie schnell zunehmen. Menschen, die sich gesund ernähren und körperlich aktiv sind, werden jedoch weniger zunehmen als andere mit einem ungesunden Lebensstil. 

Zusammenfassung

Der moderne Lebensstil begünstigt Adipositas: Überernährung und Bewegungsmangel treiben das Gewicht in die Höhe. Auch die Gene begünstigen die Entstehung von Übergewicht. Psychische Faktoren spielen ebenso eine Rolle, denn übermäßiges Essen dient oftmals der Stressbewältigung. Adipositas entsteht, wenn die Energiezufuhr in der Form von Kalorien zu hoch ist: Das Körpergewicht steigt an, da der Körper mehr Energie erhält, als er verbraucht. Gesunde Ernährung und Bewegung sind wichtige Faktoren, über die das Gewicht beeinflusst werden kann. Eine Reduzierung des BMI bedeutet dann in der Regel auch eine höhere Lebenserwartung. Auch für einige Versicherungen, wie z.B. Lebensversicherungen, kann die Gesundheit relevant sein. Steht es um jene schwierig, gibt es jedoch auch Alternativen ohne Gesundheitsprüfung um z.B. die gewünschte Absicherung für den Todesfall zu ermöglichen. Um schwere Folgeerkrankungen zu vermeiden, müssen Menschen mit Adipositas ihr Gewicht dauerhaft senken und den Energiestoffwechsel normalisieren.

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