Gesundheit
Sollte bei Zahnschmerzen sofort ein Zahnarzt aufgesucht werden?

Zahnschmerzen sind sehr unangenehm und die Ursachen unterschiedlich. In manchen Fällen helfen Hausmittel. Welche infrage kommen und wann es ratsam ist, einen Zahnarzt aufzusuchen, wird nachfolgend erläutert.

Dienstag, 22.10.2019, 09:52 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 10:00 Uhr
Gesundheit: Sollte bei Zahnschmerzen sofort ein Zahnarzt aufgesucht werden?
Foto: Colourbox.de

Verschiedene Formen von Zahnschmerzen

Zahnschmerzen können in unterschiedlichen Formen und Arten auftreten. Häufig ist der kurze stechende oder ziehende Schmerz. Entsteht er bei Kälte oder Hitze durch entsprechende Lebensmittel oder Getränke, liegt der Verdacht auf Karies nahe. Werden die Zahnschmerzen durch eine Verletzung oder Entzündung verursacht, sind sie brennend, ziehend oder pochend und lang anhaltend. Ein entzündender Weisheitszahn löst häufig pulsierende Kieferschmerzen aus. Ganz gleich, was die Ursache ist, in der Regel werden die Beschwerden nicht besser, indem einfach abgewartet wird, sondern meist verschlimmern sie sich sogar. Daher ist es ratsam, nicht zu spät zum Zahnarzt zu gehen. Mit einer rechtzeitigen Behandlung lassen sich nicht nur die Beschwerden lindern, sondern auch Komplikationen vermeiden.

Wann sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden?

Für Zahnschmerzen ist meist ein kranker oder geschädigter Zahn verantwortlich. Die Zähne sind durch das Dentin (Zahnbein) und den Zahnschmelz vor äußeren Einflüssen wie Kälte, Hitze und Speiseresten geschützt. Doch diese Barrieren können durch zahnmedizinische Erkrankungen wie Karies, Parodontitis oder Gingivitis angegriffen werden. Dadurch ist es möglich, dass Bakterien in das Innere des Zahns vordringen und hier Schmerzen auslösen. Doch auch Erkrankungen im Bereich des Ober- oder Unterkiefers, der Nasennebenhöhlen oder Augen können die Ursache sein. Daher ist es nicht immer sinnvoll, Zahnschmerzen auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern sie von einem Zahnarzt untersuchen und behandeln zu lassen. Vor allem bei länger andauernden Beschwerden sollte er aufgesucht werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Bis zum Zahnarzttermin können unterschiedliche Mittel eingesetzt werden, um die Zahnschmerzen zu lindern. Dabei ist die Einnahme von Medikamenten wie Ibuprofen oder Paracetamol nur kurzfristig und bei starken Beschwerden empfehlenswert. Bei leichteren Zahnschmerzen lohnt es sich, in den Küchenschrank zu schauen, denn hier verstecken sich so manche alt bewährte Hausmittel, die keine oder kaum Nebenwirkungen haben:

  • Bei akuten Zahnschmerzen helfen Kühlpads aus dem Eisfach, die in ein Leintuch eingewickelt und von außen auf die schmerzhafte Seite gelegt werden. Sie wirken abschwellend und schmerzlindernd. 
  • Auch Gewürznelken können die Zahnschmerzen verringern und in der Form von Nelkenöl, das auf den schmerzhaften Zahn oder das Zahnfleisch aufgetragen wird, zum Einsatz kommen. Alternativ ist es möglich, vorsichtig auf einer Gewürznelke zu kauen. Sie wirkt örtlich und antibakteriell. 
  • Kamille ist ein weiteres Hausmittel, das als Tee zu sich genommen werden kann. Daneben gibt es auch konzentrierte Lösungen für Mundspülungen, mit denen sich die desinfizierende und beruhigende Wirkung der Kamille optimal entfaltet. Bei einer Entzündung des Zahnfleisches ist eine antibakterielle Mundspülung empfehlenswert. 
  • Achtung: Warme und koffeinhaltige Getränke, Alkohol und Nikotin können die Schmerzen verstärken.

Zusammenfassung

Zahnschmerzen können durch Erkrankungen wie Karies oder Parodontitis hervorgerufen werden. Halten sie länger an oder sind akut, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, der die Diagnose ermitteln und den Zahn entsprechend behandeln kann. Schmerzen sind generell als Warnsignal des Körpers anzusehen, was im Mundbereich besonders stark gilt. Mit Hausmitteln können die Zahnschmerzen für eine begrenzte Zeit selbst behandelt werden, um beispielsweise ein Wochenende zu überbrücken.

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