Wo lauern Viren im Alltag und wie kann ich eine Erkältung am effektivsten vermeiden? Schützen Sie sich mit diesen Tipps!
Viraler Infekt: Die Virenfallen im Alltag

Gerade in der kalten Jahreszeit schnellen die Infektionszahlen nach oben: Erkältungsviren gehen wieder um. Die von Viren verursachte Bronchitis oder andere Infekte müssen aber nicht sein. Es gibt einfache und effektive Wege, sich zu schützen.

Freitag, 15.11.2019, 10:12 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 10:19 Uhr
Wo lauern Viren im Alltag und wie kann ich eine Erkältung am effektivsten vermeiden? Schützen Sie sich mit diesen Tipps!: Viraler Infekt: Die Viren...
Foto: Colourbox.de

Wie kommt es zum viralen Infekt?

„Die Kälte macht krank.“ Das glauben viele Menschen. Kaltes, ungemütliches Wetter ist allerdings gar nicht die Ursache, sondern die Erkältungsviren . Warum sie aber gerade im Herbst und Winter so verbreitet sind, dazu gibt es mehrere Theorien:

  1. Wird es kalt, versucht der Körper ein Auskühlen zu vermeiden, indem er die Durchblutung auf die Köpermitte (wo wichtige Organe liegen) fokussiert. Dafür wird die Versorgung von Händen, Füßen und auch Schleimhäuten in Mund und Nase etwas heruntergeregelt. Dadurch patrouillieren in diesen Bereichen aber weniger Immunzellen – und die Viren haben dort bessere Überlebenschancen. Einmal eingenistet, können sie dann zu einer Bronchitis  oder anderen Erkrankungen führen.
  2. Eine weitere Theorie erklärt den Erfolg der Viren in den kälteren Monaten dadurch, dass wir viel Zeit drinnen verbringen und im wahrsten Sinne des Wortes näher zusammenrücken. Die Viren haben dadurch die Möglichkeit, sich von einem Menschen zum anderen leichter zu verbreiten.
  3. Im Winter halten wir uns viel in schlecht gelüfteten Räumen mit abgestandener Heizungsluft auf. Diese trocknet die Schleimhäute des Atmungstraktes aus und macht sie so anfälliger für Viren beziehungsweise einen viralen Infekt.

Wo lauern Viren im Alltag?

Die Erreger eines viralen Infekts finden sie sich überall dort, wo Menschen Dinge gemeinsam benutzen. Typische Virenherde sind:

  • Türklinken
  • Griffe von Einkaufswagen
  • Haltestangen und -griffe in Bus und Bahn
  • Computertastaturen
  • Telefone
  • Fernbedienungen

Oft nicht bedacht, aber auch ein Herd für Viren im Alltag, ist die Obst- und Gemüseauslage im Supermarkt. Wie bei anderen Hotspots genügt es auch hier zur Übertragung, wenn ein Erkrankter die Ware in die Hand nimmt und begutachtet. Schon haften die Viren auf der neuen Oberfläche. Der nächste Kunde trägt sie dann an seinen Händen weiter oder befördert sie – etwa beim Reiben am Auge – in den eigenen Körper.

Tipps gegen Viren

Genauso einfach, wie Viren sich im Alltag verbreiten, sind auch die Gegenmaßnahmen. Vor allem eine gute Hygiene und eingeschränkter Kontakt zu Mitmenschen helfen, eine durch Viren verursachte Bronchitis und ähnliche Krankheiten zu vermeiden.

Mit Hygiene gegen den viralen Infekt

Die persönliche Hygiene steht ganz oben. Waschen Sie sich oft die Hände. Auf jeden Fall dann, wenn Sie in der Öffentlichkeit unterwegs waren und häufig frequentierte Türklinken und andere mit Viren besetzte Flächen berührt haben. Im Alltag heißt das: Händewaschen, wenn Sie nach Hause kommen und nochmals vor dem Essen.

Fassen Sie sich außerdem nach Möglichkeit nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht. Auch dadurch können Sie nämlich Viren Zugang zu den Schleimhäuten von Augen, Mund und Nase geben – von dort aus haben diese es deutlich leichter, in den Körper zu gelangen.

Weniger Kontakt, geringeres Infektionsrisiko

Es erscheint nicht jedermann höflich, ist aber sehr effektiv: Vermeiden Sie es in der Erkältungssaison, anderen Menschen die Hände zu schütteln oder gar freundschaftliche Küsse zu verteilen.

Auch große Menschenansammlungen – etwa auf dem Weihnachtsmarkt, beim Shopping oder zum Karneval – sollten Sie meiden. So reduzieren Sie das Risiko deutlich, einen viralen Infekt aufzuschnappen, wenn jemand hustet oder niest. Je mehr Abstand Sie zu Ihren Mitmenschen halten, umso schwerer haben es die Erreger, Sie zu infizieren.

Vorbeugen gegen den grippalen Infekt

Tun Sie außerdem etwas für ein schlagkräftiges Immunsystem. Saunagänge, Wechselduschen und eine gesunde Ernährung stärken die körpereigene Abwehr gegen Viren und Bronchitis . Zudem hilft es Ihrem Körper, wenn Sie regelmäßig lüften und so ein gutes Raumklima herstellen.

Müssen Sie sich lange in Büros mit trockener Heizungsluft aufhalten, leiden Ihre Schleimhäute. Achten Sie daher darauf, dass Sie ausreichend trinken, um die Schleimhäute im Hals möglichst feucht zu halten. Das erschwert Krankheitserregern, sich dort anzusammeln.

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