Dumpf, pochend oder hämmernd – so unterschiedliche sich Kopfschmerzen anfühlen können, so viele verschiedene Ursachen kommen infrage. Eine Übersicht!
Kopfschmerzen: Diese Auslöser können dahinterstecken

Kopfschmerzen sind die Volkskrankheit Nr. 1: Etwa 70 Prozent aller Deutschen leiden an gelegentlichen oder chronischen Beschwerden. Leider wissen Betroffene oft nicht, was genau die Ursachen für die Kopfschmerzen sind. Denn nur selten ist der Zusammenhang so klar, wie beispielsweise bei einer Erkältung. Und manchmal hat man die Auslöser vielleicht auch gar nicht auf dem Schirm. Ihnen auf die Spur zu gehen ist jedoch wichtig, um die Beschwerden zu behandeln und zukünftig zu vermeiden.

Freitag, 15.11.2019, 10:23 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 10:54 Uhr
Dumpf, pochend oder hämmernd – so unterschiedliche sich Kopfschmerzen anfühlen können, so viele verschiedene Ursachen kommen infrage. Eine Übersich...
Foto: Colourbox.de

Kopfschmerzen am Morgen – zu viel oder zu wenig Schlaf?

Wer häufig an Kopfschmerzen im Stirnbereich   oder den Schläfen nach dem Aufstehen leidet, sollte seinen Schlaf-Wach-Rhythmus hinterfragen. Denn sowohl zu viel als auch zu wenig Schlaf können ein Grund für Kopfweh nach dem Aufwachen sein. Eine Empfehlung für die optimale Schlafdauer gibt es leider nicht. Durchschnittlich schlafen Erwachsen etwa sieben bis acht Stunden pro Nacht, jedoch benötigen einige Menschen weniger, andere mehr. [2]

Wichtig: Im Schlafzimmer sollte es nicht zu stickig und warm sein, da schlechte Luftqualität ebenfalls Kopfschmerzen begünstigen kann. Optimal ist eine Raumtemperatur zwischen 18 und 21 Grad. [3] Und auch ein Kissen- und Matratzen-Check ist empfehlenswert. Zu hohe Kopfunterlagen oder falsche Matratzen lösen Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich aus, die wiederum die Ursache der morgendlichen Kopfschmerzen sein können.

Flüssigkeitsmangel als Kopfschmerzen-Ursache

Oft sind Kopfschmerzen und Migräne ebenfalls Folge von Dehydrierung. Bekommt der Organismus den Tag über zu wenig Wasser, verdickt das Blut und feine Gefäße im Gehirn werden nicht mehr optimal versorgt. Da bei älteren Menschen das Durstgefühl abnimmt, ist es oft wichtig, sie bewusst an das Trinken zu erinnern.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt eine Trinkmenge von etwa 1,5 Liter pro Tag, um den Körper vor Flüssigkeitsmangel zu schützen – am besten Wasser oder ungesüßte Tees. [4]

Kopfschmerzen durch übermäßige Sinnesreizung

Viele Menschen reagieren auf äußere Einflüsse sehr empfindlich und klagen beispielsweise bei plötzlichem Temperaturwechsel oder aufziehenden Gewittern über einen Brummschädel. Der Zusammenhang zwischen Wetter und Kopfschmerzen konnte wissenschaftlich jedoch noch nicht bewiesen werden.

Aber auch starke Gerüche, Lärm oder starke optische Eindrücke, die die Augen überfordern, können Auslöser von Kopfschmerzen sein. 3D-Filme ermöglichen zwar ganz neue Seherlebnisse, die Augen müssen sich dabei jedoch sehr anstrengen.

Was die meisten nicht wissen: Eine nachlassende Sehfähigkeit ist ebenfalls oft Ursache für Kopfschmerzen, da die Augen „krampfhaft“ die fehlerhafte Brechung auszugleichen versuchen. In diesem Fall ist eventuell eine neue Brille notwendig.

Wenn der Stress auf den Kopf schlägt

Neben körperlichen Ursachen dürfen auch psychische Belastungen bei Kopfschmerzen nicht außer Acht gelassen werden. Bei Stress oder Überforderung neigen viele Menschen dazu, die Zähne aufeinanderzupressen oder eine geduckte Haltung einzunehmen, wodurch Verspannungen entstehen. Die Schmerzen können das Stressempfinden wiederum verstärken – ein Teufelskreis.

Gerade wer häufig Kopfschmerzen hat, sollte sich daher hin und wieder entspannende Auszeiten gönnen. Dabei können schon kurze Pausen wie ein Spaziergang in der Mittagspause, in dem man einfach seinen Kopf freibekommt, oder eine kurze Meditationsübung hilfreich sein.

Kopfweh durch Erkrankungen

Wenn der Hals kratzt und die Nase zu ist, dauert es meist auch nicht lange, bis der Kopf zu dröhnen anfängt. Bei Erkältungskrankheiten sind die Atemwege verstopft, was zu einem höheren Druck im Schädel führt, sodass sich dieser wie in Watte gehüllt anfühlt. Entwickelt sich aus dem grippalen Infekt eine Nasennebenhöhlen- oder Stirnhöhlenentzündung, sind zudem stechende oder pochende Schmerzen im Wangen- oder Stirnbereich möglich.

Darüber hinaus können Kopfschmerzen eine Begleiterscheinung vieler weiterer Krankheiten wie etwa einem hohen Blutdruck sowie Herz-, Nieren-, Schilddrüsen- oder Stoffwechselerkrankungen sein.

Aus diesem Grund sollte bei sehr lang anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Kopfschmerzen immer ein Arzt zur Rate gezogen werden. Dem Mediziner stehen verschiedene Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung, um der Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen. Handelt es sich beispielsweise um die Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, steht die Behandlung dieser im Vordergrund.

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[1] Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Kopfschmerztag 2018 – Kopfschmerz eine der häufigsten Erkrankungen. URL: https://www.dgn.org/neuronews/59-neuronews-2018/3657-kopfschmerztag-2018-kopfschmerz-eine-der-haeufigsten-erkrankungen (13.11.2019).

[2] Max-Planck-Institut für Psychiatrie: Schlafstörungen. URL:  https://www.psych.mpg.de/848223/schlaf (13.11.2019).

[3] Die Techniker: TK-Schlafstudie 2018: Schlaf gut Deutschland. S.28.

[4] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. Richtig trinken – fit bleiben. 1. Auflage 2014.

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