Gesundheit
Herzinsuffizienz: Aktiv werden und den Verlauf positiv beeinflussen

Ob Rauchen, Übergewicht oder zu viel Alkohol: Nur wenige Menschen denken in erster Linie an ihr Herz, dem sie mit ihrem Lebensstil schaden. Zudem werden erste Symptome einer Herzschwäche, wie Erschöpfung oder Luftnot bei Belastung, oftmals unterschätzt. Dabei gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie die sogenannte Herzinsuffizienz, zu den häufigsten Todesursachen in Europa. Die Heart Failure Days setzen sich für mehr Aufklärung über die Anzeichen und Risikofaktoren der Herzinsuffizienz ein.

Dienstag, 05.05.2020, 12:48 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 12:53 Uhr
Gesundheit: Herzinsuffizienz: Aktiv werden und den Verlauf positiv beeinflussen
Bewegung an der frischen Luft baut Stress ab und tut dem Herzen gut. Foto: unsplash.com

In Europa erhalten pro Minute sieben Menschen die Diagnose Herzschwäche. Gerade ältere Betroffene tun ein schwaches Herz oftmals als eine Alterserscheinung ab, dabei ist es eine ernstzunehmende Erkrankung. Ohne Behandlung schreitet sie kontinuierlich voran und kann sogar lebensbedrohlich werden.

Ob Betroffene die Diagnose bereits erhalten haben oder noch nicht: Regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung helfen dabei, das Risiko für die Entstehung einer Herzinsuffizienz zu reduzieren und den Verlauf positiv zu beeinflussen.

Die Heart Failure Days (Tage der Herzschwäche) erinnern vom 4. bis 10. Mai daran, auf sein Herz zu achten und erste Anzeichen einer möglichen Erkrankung ernst zu nehmen. Organisiert wurden die Aktionstage vor zehn Jahren von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC). Seitdem sollen sie das Bewusstsein für die Herzinsuffizienz erhöhen und Betroffene, Angehörige und Interessierte zu einem gesünderen Lebensstil aktivieren.

Erste Anzeichen werden oft übersehen

Über 20 Prozent der Europäer leiden an Fettleibigkeit und bis zu 31 Prozent sind Raucher. Beides kann die Entstehung einer Herzschwäche begünstigen. Ebenso zählen zu viel Alkohol und erhöhte Cholesterinwerte zu den Risikofaktoren. Erste Anzeichen einer Herzinsuffizienz sind beispielsweise Wassereinlagerungen, vor allem in den Beinen . Beim Ausziehen der Socken bleibt am Unterschenkel ein Abdruck auf Höhe des Bündchens sichtbar. Oder Schuhe, die bislang gepasst haben, sind auf einmal zu eng.

Ein weiteres frühes Symptom der Herzschwäche ist eine zunehmende Erschöpfung und Müdigkeit. Betroffene empfinden den Alltag als mühsam und geraten bei Bewegungen schneller aus der Puste. Wer diese Anzeichen bei sich beobachtet, sollte sie ernst nehmen und mit seinem Hausarzt darüber sprechen. Er überweist Betroffene bei Bedarf zur Abklärung an einen Kardiologen (Facharzt für Herzerkrankungen).

Im Team fällt die Umstellung leichter

Wer seinem Herzen etwas Gutes tun möchte, sollte das Rauchen aufgeben, möglichst auf Alkohol verzichten und Übergewicht abbauen . Die Umstellung des Lebensstils fällt meist im Team leichter. Es gibt viele Möglichkeiten: Das kann die Verabredung zum gesunden Kochen mit der Familie sein oder der Online-Kurs zur Raucherentwöhnung und Stressreduktion. Viele Krankenkassen unterstützen ihre Mitglieder mit Online-Programmen bei den ersten Schritten zu einem gesünderen Leben und übernehmen einen Großteil der Kosten.

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