Diabetes
Unterzuckerung beim Autofahren kann gefährlich sein

Menschen mit Diabetes, die zu Unterzuckerung neigen, müssen beim Autofahren besonders aufmerksam sein - sie sollten darum vorsorgen und bei Warnzeichen schnell reagieren.

Montag, 15.06.2020, 11:44 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 11:52 Uhr
Sinkt der Blutzuckerspiegel am Steuer ab, kann ein Schluck Fruchtsaftschorle helfen - die Flasche sollte daher stets in Griffweite sein.
Sinkt der Blutzuckerspiegel am Steuer ab, kann ein Schluck Fruchtsaftschorle helfen - die Flasche sollte daher stets in Griffweite sein. Foto: Christin Klose

Baierbrunn (dpa/tmn) – Bekommen Diabetiker beim Autofahren eine Unterzuckerung, kann das gefährliche Folgen haben. Denn zu niedrige Zuckerwerte mindern die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Dadurch steigt das Unfallrisiko.

Behandelt man seinen Diabetes mit Insulin oder Sulfonylharnstoff-Tabletten, misst man vor Fahrtbeginn stets seinen Blutzucker und notiert den Wert, rät die Zeitschrift «Diabetes-Ratgeber» (Ausgabe Juni 2020). Diabetiker sollten nur dann losfahren, wenn der gemessene Wert über einer mit dem Arzt abgesprochenen Grenze liegt – und spätestens alle drei Stunden eine Pause einlegen und den Zuckerwert erneut messen.

Schwitzen, Zittern oder Heißhunger können Anzeichen einer Unterzuckerung sein. Dann sollten Diabetiker möglichst umgehend anhalten und etwa Traubenzucker essen oder Fruchtsaft trinken. Solche Energielieferanten hat man am besten stets griffbereit – zum Beispiel in der Mittelkonsole.

Wichtig ist: Erst wieder losfahren, wenn der mit dem Arzt abgesprochene Mindestzuckerwert wieder erreicht ist.

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