Morgenroutinen
So helfen Rituale beim Start in den Tag

Nach dem Aufwachen ist jeder Mensch anders. Während manche direkt enthusiastisch von der Matratze springen, würden andere am liebsten bis zum Mittag weiter dösen. Wie bringt man sich früh auf Zack?

Mittwoch, 03.03.2021, 04:18 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 04:22 Uhr
Ausgiebiges Frühstück oder Meditation: Morgenroutinen können helfen, um besser in den Tag zu starten.
Ausgiebiges Frühstück oder Meditation: Morgenroutinen können helfen, um besser in den Tag zu starten. Foto: Christin Klose

Saarbrücken (dpa/tmn) - Mutmaßlich möchte doch jeder Mensch gerne wach, gut gelaunt und entspannt in den Tag starten. Doch allzu oft ist das Wunschdenken. Vielfach sieht die Realität so aus: Man bekommt die Augen kaum auf und ist mürrisch.

Glaubt man der Entspannungsexpertin Sandra Gärttner , dann geht das auch anders: Clevere Morgenroutinen können ihrer Ansicht nach helfen, um gut in den Tag zu kommen.

Dabei ist es wichtig, dass die Tätigkeiten ganz gezielt ausgesucht werden, wie die Dozentin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement erklärt. Man sollte nur Dinge machen, die einem Freude bereiten.

Hier hilft nur Austesten: Es gilt, herauszufinden, welche Morgenroutinen längerfristig funktionieren, um sich bestmöglich auf den Tag einzustimmen. Man kann sie auch verbinden oder abwechselnd durchführen - an einem Morgen dies, am nächsten Morgen das.

Rituale von Sport bis Lesestunde

Die Auswahl an Ritualen ist groß. Folgende Aktivitäten haben sich der Expertin zufolge als hilfreich erwiesen: Bewegung am Morgen, egal ob Beweglichkeit, Ausdauer oder Kraft dabei im Fokus stehen. Eine kalte Dusche. Meditation. Oder seinen Tag planen und sich gedanklich damit auseinandersetzen, was so ansteht. Ein ausgiebiges Frühstück. Ein paar Seiten in einem Buch lesen. Das sind nur einige Beispiele.

«Die Morgenroutine muss keine Stunden dauern. Zehn Minuten reichen häufig schon», erklärt Gärttner. Die Dauer der Morgenroutine und der morgendlichen Abläufe richtet sich allein danach, wie viel Zeit zur Verfügung steht, um die Routine zu praktizieren.

Kein Selbstzweck

Entscheidend sei, dass man sich das Ziel seiner Morgenroutine vor Augen hält. Denn sie erfülle keinen Selbstzweck, so Gärttner, sondern soll mehr Motivation und Struktur im Tagesablauf geben sowie Stress abbauen.

Wer sich für ein Ritual entscheidet, tut gut daran, es zu pflegen: «Nur wenige Menschen nehmen sich wirklich die Zeit, bestimmte Gewohnheiten in den Alltag einzubauen und über Monate oder gar Jahre hinweg konstant zu praktizieren», meint Gärttner. Dabei könne dies ein Schlüssel zum Erfolg sein: Man sei das Ergebnis von dem, was man ständig tut. Persönlichkeit, Aussehen, Verhalten, selbst Erfolg seien das Resultat von alltäglichen Entscheidungen und Taten.

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