Beharrlich bleiben
Wenn der Chef die Gehaltsverhandlungen verzögert

Oft wird der Wunsch nach einem Gehaltsgespräch von Vorgesetzten wiederholt verschoben oder ignoriert. Doch Mitarbeiter sollten sich auf keinen Fall abwimmeln lassen. Denn wer dranbleibt, hat gute Chancen auf einen Termin.

Mittwoch, 05.12.2018, 12:53 Uhr aktualisiert: 05.12.2018, 12:56 Uhr
Bei Gehaltsgesprächen sollte man hartnäckig bleiben.
Bei Gehaltsgesprächen sollte man hartnäckig bleiben. Foto: Arno Burgi

München (dpa/tmn) - Zögert der Chef den Termin für das Gehaltsgespräch immer wieder hinaus und vertröstet den Mitarbeiter auf unbestimmte Zeit, hilft oft nur Hartnäckigkeit.

Claudia Kimich , Verhandlungscoach aus München, rät: «Zur Not muss ich jeden zweiten Tag beim Chef auf der Matte stehen.» Dann sei irgendwann der «Nervfaktor» so groß, dass der Vorgesetzte die Verhandlungen nicht noch weiter verschieben wolle. Außerdem sollte ein Mitarbeiter alle Möglichkeiten ausnutzen, die sich anbieten, um das Thema anzusprechen - eine Dienstreise mit dem Chef zum Beispiel.

Wer vom Chef in diesem Zusammenhang einfach ignoriert wird, kann den Wunsch nach einem Gehaltsgespräch in einer E-Mail mit anderen Themen verknüpfen. Zum Beispiel mit einer Rückfrage zu einem aktuellen Projekt. «Darauf muss der Chef dann antworten. Und ich habe zumindest den Beweis, dass meine Anfrage angekommen ist», erklärt Kimich.

In jedem Fall gilt: «Wer auf einen Termin für ein Gehaltsgespräch pocht, sollte gut vorbereitet sein und Argumente für eine Gehaltserhöhung parat haben», rät die Expertin.

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