Karriere
Der bessere Weg zum neuen Job? Was bei Initiativbewerbungen zu beachten ist

Ob es um den beruflichen Ein- oder Umstieg geht, steht am Anfang die Bewerbung. Meist erfolgt diese aufgrund persönlicher Kontakte bzw. einer Anzeige im Internet oder einer Zeitung. Es gibt aber auch einen anderen Weg: die Initiativbewerbung. Diese unterscheidet sich in vielen Punkten von der klassischen Bewerbung auf eine offene Stelle.

Mittwoch, 23.01.2019, 09:56 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 09:59 Uhr
Karriere: Der bessere Weg zum neuen Job? Was bei Initiativbewerbungen zu beachten ist
Sich ohne Ausschreibung bei Unternehmen zu bewerben, kann ganz neue Perspektiven schaffen. Foto: Colourbox.de

Bedarf aufzeigen

Der wohl wichtigste Unterschied ist, dass bei einer Stellenausschreibung das Unternehmen selbst feststellt, dass es Bedarf in Sachen zusätzlicher Arbeitskräfte hat. Die Initiativbewerbung ist deshalb nicht nur Werbung im Hinblick auf die Vorzüge der eigenen Person, sondern es muss ein Bedürfnis geweckt werden, einen weiteren Angestellten einzustellen. Schon bei der regulären Bewerbung ist wichtig, dass aus dieser hervorgeht, wie intensiv man sich mit dem jeweiligen Unternehmen und den anstehenden Aufgaben auseinandergesetzt hat. Dies gilt umso mehr für die Initiativbewerbung. Nur wer eine Firma gut kennt kann sagen, wo es noch Bedarf an zusätzlichen Kräften gibt. 

Kurz fassen

Für die Geschäftsleitung oder die Personalabteilung ist das Abarbeiten der Post Teil der täglichen Arbeit. Diese wird meist dann erledigt, wenn der Arbeitstag gerade erst begonnen hat oder andere Aufgaben bereits viel Energie verbraucht haben. Unerbetene Arten von Post bedeuten ein Mehr an Arbeit. Fällt der Blick dann auf ein langes Schreiben, wird die Entwicklung eines Interesses sehr unwahrscheinlich. Eine Seite mit drei Absätzen muss deshalb genügen, um Werbung in eigener Sache zu machen. Absatz eins dient dabei zum Wecken des Bedürfnisses nach einer neuen Arbeitskraft, weil in bestimmten Bereichen des Unternehmens entsprechender Bedarf besteht. Absatz zwei bringt die eigene Person ins Spiel und Absatz drei erklärt, warum beides optimal zusammen passt. 

In Erinnerung bleiben

Nicht immer ist diese Vorgehensweise möglich weil sie Kenntnisse über das Innenleben eines Betriebs voraussetzt. In diesem Fall sollten die Bewerbungen möglichst breit in den gewünschten Branchen gestreut werden. Je mehr ansprechende Bewerbungen verfasst werden, desto höher ist die Chance, dass das Schreiben einen Entscheider gerade in dem Moment erreicht, in dem er gerade eine Stellenanzeige aufsetzen möchte. Um die Kosten im Rahmen zu halten, sollte die Initiativbewerbung in diesem Fall per E-Mail erfolgen . Wenn der Inhalt wirklich von Interesse ist, kommt es weniger auf die Form an. Wichtig ist dann, die E-Mail nicht mit Anhängen zu überfrachten, sondern auf eine eigens eingerichtete Bewerbungshomepage zu verweisen, auf der alle relevanten Unterlagen hinterlegt sind. Selbst wenn es nicht direkt mit einen neuen Job klappen sollte , kann es bei der Initiativbewerbung immer sein, dass man als besonders engagierter Bewerber im Hinterkopf des einen oder anderen Angeschriebenen bleibt. Insofern sollte auch die potentielle Langzeitwirkung bei den Überlegungen rund um eine Initiativbewerbung immer eine Rolle spielen.

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