Langzeitprojekt
Doktorarbeit darf keine Verlegenheitslösung sein

Sich leichtfertig für eine Promotion zu entscheiden, ist keine gute Taktik. Denn um ein solches Projekt mit Erfolg über die Bühne zu bringen, muss vor allem die eigene Motivation stimmen.

Montag, 14.10.2019, 14:22 Uhr aktualisiert: 14.10.2019, 14:26 Uhr
Bis zum Doktortitel ist es ein weiter Weg - Absolventen sollten sich daher sicher sein, dass sie die nötige Motivation mitbringen.
Bis zum Doktortitel ist es ein weiter Weg - Absolventen sollten sich daher sicher sein, dass sie die nötige Motivation mitbringen. Foto: Christin Klose

Hamburg (dpa/tmn) - Wer einen Doktortitel anstrebt, sollte die Dissertation aus den richtigen Gründen angehen. Darauf weist die Zeitschrift «Zeit Campus» in einem Ratgeber zum Thema hin.

Es zum Beispiel der falsche Ansatz, eine Promotion anzuschließen, nur weil man als Hochschulabsolvent gerade keinen besseren Plan hat. Wer die Dissertation angeht, weil er keinen Job findet, wird auf lange Zeit nicht glücklich werden. Besonders in schwierigen Momenten führe das zu Unzufriedenheit und Zweifeln, heißt es in dem Ratgeber. Im schlimmsten Fall bricht der Promotionskandidat vorzeitig ab. Denn eine Doktorarbeit erfordert viel Ausdauer und Durchhaltevermögen.

Angebot des Professors darf man auch ausschlagen

Auch eine Anfrage des Professors könne zwar eine erste Bestätigung sein, sollte aber nicht der einzig ausschlaggebende Grund dafür sein, eine Doktorarbeit zu schreiben. Vielleicht sprechen andere Pläne dagegen, die Promovierende zugunsten des Projekts aufschieben müssten?

Deshalb gilt: Keine Scheu haben, dem Professor abzusagen, wenn man nicht endgültig überzeugt ist. Sein Potenzial könne man womöglich auch später noch ausschöpfen - vielleicht an einem anderen Ort oder an einem anderen Lehrstuhl.

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