Aufstiegs-Bafög, Wohngeld
Gesetzliche Änderungen bei Aus- und Weiterbildung

Im Sommer gibt es einige gesetzliche Neuerungen, die Menschen in einer Aus- oder Weiterbildung fördern wollen. Unter andere wird das sogenannte Aufstiegs-Bafög mehr gefördert.

Freitag, 31.07.2020, 13:00 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 13:29 Uhr
Ab August sollen Arbeitnehmer, die sich etwa vom Gesellen zum Service-Techniker weiterbilden wollen, finanziell besser gefördert werden.
Ab August sollen Arbeitnehmer, die sich etwa vom Gesellen zum Service-Techniker weiterbilden wollen, finanziell besser gefördert werden. Foto: Christophe Gateau

Berlin (dpa) - Die einen wollen nach der Schule einen Beruf erlernen,die anderen wollen in ihrem erlernten Beruf vorankommen. BeideGruppen sind von den gesetzlichen Änderungen betroffen, die zum 1.August in Kraft treten:

Aufstiegs-Bafög: Weiterbildungen - etwa zum Fachwirt oder zur Erzieherin - werden ab August vom Staat finanziell stärker gefördert.So ist das Aufstiegs-Bafög - das frühere Meister-Bafög - künftignicht mehr auf eine Fortbildung beschränkt, sondern kann für bis zudrei Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden: zumBeispiel vom Gesellen zum Servicetechniker, vom Servicetechniker zumMeister und vom Meister zum Betriebswirt. Bei einerVollzeit-Weiterbildung gibt es vom Staat zudem in Zukunft mehr Geldzur Sicherung des Lebensunterhalts.

Ausbildung: Pünktlich zum Beginn des neuen Lehrjahres treten neueAusbildungsverordnungen für acht modernisierte Ausbildungsberufe inKraft. Neben verschiedenen IT-Berufen sind unter anderem auchangehende Bankkaufleute betroffenen, deren Ausbildung der zunehmendenDigitalisierung angepasst wird. Die bisher eigenständigenAusbildungen zum Film- und zum Videoeditor werden zum LehrberufMediengestalter Bild und Ton zusammengeführt.

Gesundheit: Um flexibel auf die Corona-Krise reagieren zu können,durften Krankenhäuser in den vergangenen Monaten auf bestimmtenStationen von der vorgeschriebenen Mindestbesetzung mit Pflegekräftenabweichen. Für Intensivmedizin und Geriatrie (Altersheilkunde) läuftdiese Sonderregelung aus - dort gelten ab 1. August wieder dieüblichen Personaluntergrenzen. In den Bereichen Kardiologie,Unfallchirurgie, Herzchirurgie und Neurologie dürfen die Untergrenzenjedoch weiterhin unterschritten werden, wenn es sich wegen starksteigender Patientenzahlen nicht vermeiden lässt.

Wohngeld: Auf den Inseln in Nord- und Ostsee erhalten Geringverdienerkünftig mehr Wohngeld. Weil die Mieten dort nämlich in der Regeldeutlich höher sind als auf dem Festland, gibt es in derWohngeldverordnung, die über die Höhe der Zuschüsse entscheidet,künftig eine neue Mietstufe für «Inseln ohne Festlandanschluss».

© dpa-infocom, dpa:200731-99-994642/4

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7516148?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F198%2F711292%2F711748%2F
Nachrichten-Ticker