Gegen Überlastung
Wie ein «Nein» seine volle Wirkung entfaltet

Auch Führungskräfte können nicht zu allem «Ja und Amen» sagen. Das Gegenteil richtig zu vermitteln, kann aber für viele eine Herausforderung sein. Was beim Neinsagen hilft.

Donnerstag, 03.12.2020, 11:17 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 11:22 Uhr
Als Vorgesetzte muss man seinen Mitarbeitern auch Bitten abschlagen können.
Als Vorgesetzte muss man seinen Mitarbeitern auch Bitten abschlagen können. Foto: Christin Klose

Berlin (dpa/tmn) - Wer zu allem immer «Ja» sagt, wird im Job letztendlich zu viel auf dem Tisch haben. Gerade Führungskräfte müssen daher überlegt entscheiden können, wo sie zusagen und wo eben nicht.

Wie man Grenzen so setzt, dass es auch beim Gegenüber ankommt, erklärt das Magazin « topeins » der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ( DGUV ).

- An die Konsequenzen denken: Vielleich wäre ein «Ja» gerade schlichtweg einfacher. Man sollte jedoch im Auge behalten, dass das später deutlich mehr Probleme verursachen könnte. Diese Folgen sollten Führungskräfte auch erklären können. Etwa dann, wenn ein bestimmtes Projekt oder eine zu streng gesetzte Deadline ablehnen.

- Nicht unter Druck setzen lassen: Wer in einer Situation nicht sofort eine Entscheidung treffen kann, bittet idealerweise um mehr Bedenkzeit. Allein aus Konfliktscheu oder sozialem Druck «Ja» gesagt zu haben, wird man später bereuen.

- Wertschätzung vermitteln: Wer jemanden eine Bitte abschlagen muss, sollte das wertschätzend tun. Zudem ist es ratsam, Alternativen zu nennen, etwa wenn es um nicht realisierbare Urlaubswünsche eines Mitarbeiters geht.

- An Werten orientieren: Eine Entscheidung sollte man laut «topeins» an den eigenen Werten sowie denen des Unternehmens festmachen. Das macht ein «Ja» oder «Nein» weniger angreifbar, letztendlich sei man so weniger manipulierbar.

© dpa-infocom, dpa:201203-99-556091/2

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7706359?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F198%2F711292%2F711748%2F
Nachrichten-Ticker