Umfrage
Mehr Beschäftigte fühlen sich ausgebrannt

Andauernder Arbeitsstress ist für viele eine große Belastung. Die häufige Folge ist Burnout. Hat das Risiko einer totalen Erschöpfung während der Pandemie zugenommen?

Donnerstag, 18.03.2021, 17:05 Uhr aktualisiert: 18.03.2021, 17:12 Uhr
Viele Beschäftigte fühlen sich wegen einer zu hohen Belastung im Job ausgebrannt. Einer Umfrage zufolge ist das Burnout-Risiko in der Pandemie gestiegen.
Viele Beschäftigte fühlen sich wegen einer zu hohen Belastung im Job ausgebrannt. Einer Umfrage zufolge ist das Burnout-Risiko in der Pandemie gestiegen. Foto: Christin Klose

Berlin (dpa) - Beschäftigte fühlen sich einer Umfrage zufolge in derCorona-Krise stärker belastet. 35 Prozent der Befragten hatten imHerbst das Gefühl, aufgrund von Arbeitsstress ausgebrannt zu sein,wie das Beratungsunternehmen Gallup ermittelte. In den beidenVorjahren waren es 26 Prozent. Die Burnout-Gefahr sei deutlichgestiegen, erklärte Gallup-Experte Marco Nink zu den Zahlen, die nun vorgestellt werden sollten.

Immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind nach derrepräsentativen Umfrage zu einem Jobwechsel bereit. Nur noch 61Prozent wollen ohne Wenn und Aber in einem Jahr noch bei ihrerderzeitigen Firma arbeiten. Im Vorjahr waren es 73 Prozent, davor 78Prozent. Besonders wechselwillig sind laut Nink Menschen inKurzarbeit. «Kurzarbeit geht einher mit einer Eintrübung desVertrauensverhältnisses und einem kritischeren Bild vom Arbeitgeber.»

Gleichzeitig bekommen Unternehmen gute Noten für ihre Reaktion aufdie Pandemie. Jeweils deutliche Mehrheiten der Befragten sind mit derGeschäftsführung zufrieden, sehen klare Maßnahmenpläne in Bezug aufGesundheit und glauben, dass sich ihr Unternehmen für ihr Wohlergeheninteressiere. «Die Corona-Krise polarisiert die Arbeitnehmerschaft inDeutschland», sagte Nink. Unternehmen, die sich um ihre Beschäftigtenals Mensch und nicht nur als reine Arbeitskraft gekümmert hätten,profitierten von einer hohen emotionalen Mitarbeiterbindung.

© dpa-infocom, dpa:210318-99-878398/2

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