Testergebnis
Textilsiegel können Auskunft über nachhaltige Mode geben

Die Stiftung Warentest hat Textilsiegel geprüft, die Kunden über Umweltschutz und gerechte Arbeitsbedingungen aufklären sollen. Das Ergebnis ist durchwachsen.

Mittwoch, 26.06.2019, 12:40 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 12:46 Uhr
Das «Global Organic Textile»-Siegel (GOTS) hat strenge ökologische und soziale Kriterien entsprechend der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).
Das «Global Organic Textile»-Siegel (GOTS) hat strenge ökologische und soziale Kriterien entsprechend der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Foto: Global Standard gGmbH

Berlin (dpa/tmn) - Nachhaltigkeit statt Fast Fashion: Viele Verbraucher wünschen sich Mode, die unter fairen Arbeitsbedingungen und aus ökologisch angebauter Baumwolle hergestellt wurde.

Dutzende Siegel versprechen, über die Herkunft von Kleidung zu informieren - doch nicht alle taugen etwas, berichtet die Stiftung Warentest in ihrer Zeitschrift «test» (Ausgabe 7/2019) .

Am meisten überzeugte die Experten das Siegel «Global Organic Textile» (GOTS). Auf Anfrage der Stiftung Warentest konnte die gemeinnützige Gesellschaft hinter dem Siegel Herkunftszertifikate zu allen drei Test-T-Shirts schicken. Jedes sei zurückverfolgbar bis zur Baumwollfarm gewesen, heißt es. Bei Kleidung mit dem GOTS-Siegel kommt nur Bio-Baumwolle zum Einsatz, die Verarbeitungsbetriebe müssen soziale Mindeststandards für die Mitarbeiter gewähren.

Auch C&A verwendet bei Bio-Baumwolle das GOTS-Siegel. Käufer finden auf manchen Kleidungsstücken der Kette das Etikett «#wear the change», wohinter sich wiederum verschiedene Siegel verbergen können - GOTS ist nur eines von mehreren. Auf Nachfrage von Stiftung Warentest habe C&A zu jedem T-Shirt die Herkunft nennen können.

Beim Siegel Cotton made in Africa (CmiA) bekommen Verbraucher Baumwolle aus Afrika, die zum Beispiel nicht genverändert ist. Außerdem werden Farmer geschult. Nicht jedes einzelne T-Shirt konnte die Stiftung Warentest hier zurückverfolgen, denn die Initiative arbeitet nach der sogenannten Massenbilanzierung: Wenn ein Modehersteller Teile aus CmiA-Baumwolle bestellt, ordert die Spinnerei die Menge beim Händler - in der Zwischenzeit kann sie aber auch andere Baumwolle nehmen. Die Bilanz muss jedoch stimmen.

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