Stauprognose
Staurisiko steigt vor allem in Richtung Süden

Mit Beginn der Herbstferien in Hessen und Rheinland-Pfalz müssen Autofahrer vor allem im Rhein-Maingebiet und auf den süddeutschen Autobahnen Richtung Alpen mit stockendem Verkehr und Staus rechnen.

Montag, 23.09.2019, 12:39 Uhr aktualisiert: 23.09.2019, 12:46 Uhr
Erst ab einem Stau von mehr als zehn Kilometern Länge oder einer Vollsperrung lohne es sich laut ADAC generell, von der Autobahn abzufahren.
Erst ab einem Stau von mehr als zehn Kilometern Länge oder einer Vollsperrung lohne es sich laut ADAC generell, von der Autobahn abzufahren. Foto: Marijan Murat

Stuttgart/München (dpa/tmn) - Stockender Verkehr und Staus könnte die Reisenden auf den Fernstraßen kommendes Wochenende (27. bis 29. September) erwarten.

Denn die Herbstferien starten in Hessen und Rheinland-Pfalz. Das dürfte vor allem im Rhein-Maingebiet und auf den süddeutschen Autobahnen Richtung Alpen für mehr Verkehr sorgen.

Auch die Strecken zu den deutschen Küsten dürfen sich füllen, so der Auto Club Europa ( ACE ), der das Staurisiko insgesamt als «mittelmäßig» einschätzt. Auch der ADAC rechnet «bei Weitem» nicht mit einem so hohen Verkehrsaufkommen wie in den Sommerferien. Im Großraum München könnte es aufgrund des Oktoberfests (noch bis 6. Oktober) zu zusätzlichen Verkehrsbehinderungen kommen.

Stau auf der Autobahn - ab wann lohnt es sich, abzufahren?

Als Hauptreisezeiten nennen ACE und ADAC folgende Zeiträume: Freitagmittag bis etwa 19.00 Uhr und Samstagvormittag bis etwa 15.00 Uhr. Am Sonntag dürfte es demnach ab dem frühen Nachmittag bis in den Abend hinein voller auf den Straßen werden.

Reise-Tipp: Erst ab einem Stau von mehr als zehn Kilometern Länge oder einer Vollsperrung lohne es sich generell, von der Autobahn abzufahren. Denn auch die Ausweichstrecken verstopften schnell, so der ADAC.

Autofahrer müssen besonders auf folgenden Strecken mit Behinderungen oder Staus auch aufgrund umfangreicher Baustellen rechnen:

A 1 Bremen - Hamburg und Bremen - Münster - Köln und Dreieck Vulkaneifel - Trier - Saarbrücken
A 3 Frankfurt/Main - Nürnberg - Passau; beide Richtungen und Frankfurt/Main - Köln - Oberhausen - Arnheim
A 4 Bad Hersfeld - Erfurt - Chemnitz - Dresden
A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
A 6 Landstuhl - Kaiserslautern - Mannheim und Heilbronn - Nürnberg und Nürnberg - Pilsen
A 7 Hamburg - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - Ulm; beide Richtungen und Ulm - München und München - Salzburg; beide Richtungen
A 9 München - Nürnberg - Berlin und Nürnberg - Berlin
A 10 Berliner Ring
A 20 Wismar - Rostock - Stettin
A 24 Berliner Ring
A 31 Lingen (Ems) - Meppen - Leer - Emden
A 42 Kamp-Lintfort - Dortmund
A 44 Essen - Kassel
A 45 Dortmund - Hagen - Gießen - Aschaffenburg
A 46 Düsseldorf - Wuppertal
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
A 71 Suhl - Erfurt
A 72 Hof - Plauen
A 93 Inntaldreieck - Kufstein
A 95 München - Garmisch-Partenkirchen
A 96 Landsberg - München
A 99 Umfahrung München

Für viele Transitstrecken in Österreich und in der Schweiz erwarten die Clubs ein höheres Verkehrsaufkommen. Zudem dürften sich die Routen zu den gängigen Urlaubsregionen füllen.

Behinderungen könnten in Österreich unter anderem auf der A 10 (Tauern-), der A 13 (Brennerautobahn) und der Fernpass-Route (B 179) auftreten. Aber auch auf den Nebenstrecken ist mehr los.

Über Wartezeiten an der Grenze bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland informiert die Infrastrukturgesellschaft ASFINAG auf ihrer Website . Der ADAC rechnet für den Sonntag mit etwa 30 Minuten Wartezeit an den drei Übergängen Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein- Rosenheim) bei der Einreise nach Deutschland.

Auch die Transitrouten der Schweiz füllen sich mit Herbsturlaubern. Insbesondere vor dem Gotthardtunnel (A 2) kann es zu Wartezeiten kommen. Als Alternative nennt der ACE die San Bernardino-Route (A 13).

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