Sorge um Touristen
Vatikan lässt Katakomben wegen Corona-Ausbruch schließen

Wegen der Coronavirus-Krise in Norditalien sind in den betroffenen Gebieten zahlreiche Kunst- und Kulturstätten für Besucher geschlossen. Auch der Vatikan ergreift nun weitreichende Maßnahmen.

Donnerstag, 27.02.2020, 11:32 Uhr aktualisiert: 27.02.2020, 11:36 Uhr
Der Vatikan reagiert auf den Coronavirus-Ausbruch in Norditalien und lässt landesweit die christlichen katakomben schließen.
Der Vatikan reagiert auf den Coronavirus-Ausbruch in Norditalien und lässt landesweit die christlichen katakomben schließen. Foto: Andrew Medichini

Rom (dpa) - Die für Archäologie zuständige Stelle im Vatikanteilte mit, dass die christlichen Katakomben landesweitwegen des Sars-CoV-2-Ausbruchs für Besucher zunächst geschlossenblieben.

Die unterirdischen Grabstätten gibt es unter anderem in Rom undUmgebung, auf Sizilien und in der Toskana. Sie sind bei Touristensehr beliebt. Als Grund für die Schließung wurde angeführt, dassFeuchtigkeit und die schlechte Belüftung für die Gesundheit vonBesuchern zur Gefahr werden könnten.

Mehrere Diözesen im Norden des Landes, wo die meistenInfizierten registriert sind, etwa Mailand, Venedig und Padua, habenzunächst die Gottesdienste ausgesetzt. In manchen Kirchen wurdenWeihwasserbecken geleert, in das Gläubige oft ihre Fingerspitzentauchen, um sich zu bekreuzigen.

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