Der Hochzeits-Countdown beginnt 18 Monate vorher
Planen fürs perfekte Fest

Brautkleid, Blumen und Buffet – bei der eigenen Hochzeit soll alles perfekt sein. Damit die Organisation nicht in Stress ausartet, sollten Paare gut anderthalb Jahre vorher mit der Planung beginnen. Zuallererst muss dafür das Budget feststehen.

Sonntag, 20.01.2019, 11:46 Uhr aktualisiert: 20.01.2019, 12:28 Uhr
Der wichtigste Terminist der für die Zeremonie. Darüber hinaus gibt es rund um eine Hochzeit viel zu planen und vorzubereiten. Ein Countdown hilft bei der Planung. colourbox.de
Der wichtigste Terminist der für die Zeremonie. Darüber hinaus gibt es rund um eine Hochzeit viel zu planen und vorzubereiten. Ein Countdown hilft bei der Planung. Foto: colourbox.de

Sie soll das schönste Fest im Leben werden: die eigene Hochzeit. Brautpaar und Gäste wollen sich noch Jahre später an das rauschende Fest in tollster Location mit bewegender Zeremonie und großartigem Essen erinnern. Kaum ein Event ist mit so vielen Erwartungen belegt wie eine Hochzeitsparty. Und sie steigen immer mehr an, wie Svenja Schirk vom Bund deutscher Hochzeitsplaner in Berlin berichtet.

„Der Wunsch nach Individualität ist unglaublich gewachsen“, sagt Schirk. „Und damit auch der Anspruch, die Hochzeit so individuell wie möglich zu gestalten.“ Die Hochzeitsplanerin beobachtet, dass Paare immer mehr Geld in die Hand nehmen, um ihre Traumhochzeit wahr werden zu lassen. Damit diese Ansprüche erfüllt werden, hilft nur eines: so früh wie möglich mit der Planung anfangen. Wer dafür selbst keine Zeit hat oder wenig kreativ ist, kann einen Profi beauftragen. Und so läuft der Countdown optimal:

15 bis 18 Monate vorher

Zuerst muss sich das Paar laut Schirk einig werden, wie viele Gäste kommen, wie viel Geld es ausgeben möchte und in welchem Ambiente geheiratet werden soll. „Paare sollten sich für ihre Hochzeit nicht verschulden“, rät sie. „Es ist sehr belastend, mit Schulden in die Ehe zu starten.“

Wenn das Budget feststeht, entscheidet das Paar, was für sie das Wichtigste ist: Location, Zeremonie, Catering oder der Fotograf? Beliebte Dienstleister sind schnell ausgebucht, gerade im Sommer. Wer sich auf eine bestimmte Person eingeschossen hat, richtet das Datum mitunter sogar nach ihr.

Bei den meisten Paaren startet die Planung mit der Location-Suche – damit steht das Datum. „Je offener ich bin, desto mehr Auswahl habe ich“, sagt Schirk. „In Großstädten wird es immer verrückter, da muss man die Location mehr als zwölf Monate vorher buchen.“ Auf dem Land sei das oftmals kurzfristiger möglich. Sobald das Datum feststeht, empfiehlt es sich, eine Save-the-Date-Karte an die Gäste zu schicken.

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Ein Fotograf setzt das Brautpaar in Szene. Profis müssen rechtzeitig gebucht werden. Foto: colourbox.de

10 bis 12 Monate vorher

Wird das Essen nicht von der Location gestellt, sollte man sich jetzt auf einen Caterer festlegen, rät Holger Stuth vom Restaurant „Hannes Ossenkopp“ im mecklenburgischen Dümmer. Besondere Buffet-Komponenten wie Salzhaff-Lämmer vom Darß oder Chianina-Rinder aus der Toskana müssten frühzeitig bestellt werden. „Wenn es Knall auf Fall geht, kriegen wir ein Catering auch zwei Wochen vorher hin – dann aber nur mit Tiefkühl-Ware“, sagt Stuth. Der exakte Menüaufbau wird meist erst ein halbes Jahr vorher abgestimmt. Stuths Tipp: auf die Hochzeitssuppe verzichten und nur die Hälfte an Desserts bestellen. „An beidem haben die Gäste meist wenig Interesse.“

6 bis 10 Monate vorher

Das Brautoutfit wählen. Die Kleider werden oft maßgeschneidert, und vier Monate Lieferzeit sind nicht ungewöhnlich. Der Bräutigam kann sich noch ein paar Wochen mehr Zeit lassen. Außerdem: Hochzeitsreise buchen.

6 Monate vorher

Termin beim Standesamt sichern. „Das ist eine Zitterpartie für die Brautpaare“, sagt Hochzeitsplanerin Schirk. Sie rät, um 8.00 Uhr morgens persönlich mit den Unterlagen auf dem Standesamt zu sein. Es reicht, wenn eine Person mit der Vollmacht der anderen da ist. Jetzt sollten alle Termine stehen. Das heißt: Einladungen verschicken. Dabei für das Catering abfragen, ob Gäste sich vegetarisch ernähren oder Allergien haben.

5 Monate vorher

Ringe aussuchen, Blumen bestellen, gegebenenfalls Transporte oder Shuttle-Services zu den einzelnen Locations buchen. Das Catering-Menü noch einmal fein abstimmen.

4 Monate vorher

Tisch-, Menü- und Platzkarten in Auftrag geben.

3 Monate vorher

Probestyling für die Braut organisieren, die letzten Weine aussuchen. Eventuell noch einen Tanzkurs belegen.

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Damit die Hochzeitsfrisur möglichst so aussieht, wie gewünscht, sollte drei Monate vor der Trauung ein Probestyling organisiert werden. Foto: colourbox.de

2 Monate vorher

Gästebuch organisieren, Gastgeschenke fertigstellen, zum Polterabend einladen und die letzten Abläufe mit allen Dienst­leistern besprechen.

2 Wochen vorher

Entspannen. Gemeinsam Wellness machen und sich Schönheitsbehandlungen gönnen.

Am Hochzeitstag

Ausschlafen und ab zum Styling. Dafür sollte man etwa zwei Stunden einplanen. Entspannter ist es, wenn die Stylistin nach Hause kommt. Dann: Hochzeit ge­nießen. „Ich finde es schade, wenn Paare sich mit der Hochzeit bis zum Umfallen stressen“, sagt Svenja Schirk. „Man sollte gemeinsam darüber lachen, wenn Dinge schiefgehen.“ Die Geschichte vom Hund, der auf das Brautkleid pinkelt, erzähle man sich schließlich noch Jahre später.

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