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Der Verbraucherschutz in Deutschland nimmt immer mehr an Bedeutung zu

Seit Beginn des Massenkonsums während des Wirtschaftswunders in den 1950ern kauften die meisten Verbraucher begeistert neue Produkte, über Aspekte wie Umweltschutz machten sie sich wenig Gedanken. Das hat sich grundlegend geändert: Heute wägen viele Menschen intensiv ab, zahlreiche Kriterien wie Qualität und Nachhaltigkeit spielen eine zentrale Rolle.

Freitag, 31.01.2020, 14:20 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 14:28 Uhr
Specials: Der Verbraucherschutz in Deutschland nimmt immer mehr an Bedeutung zu
Foto: Colourbox.de

Wachsendes Bewusstsein bei Verbrauchern

Dieses zunehmend kritische Konsumverhalten basiert auf vielfältigen Ursachen. Eine herausragende Bedeutung nimmt das stark gestiegene Umweltbewusstsein ein, in den letzten Jahren hat es angesichts des Klimawandels breite Bevölkerungsschichten erreicht. Konsumenten achten vermehrt auf Inhaltsstoffe, auf ökologische Produktionsbedingungen und Müllvermeidung. Es entstehen neue Märkte, die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist ein Beispiel. Das setzt etablierte Unternehmen unter Druck und bietet neuen Akteuren Absatzchancen.

Dieses veränderte Verbraucherverhalten wirkt sich auch auf die Politik aus. Verbraucherschutz war lange Zeit ein Randthema, mittlerweile stellt es ein wichtiges Politikfeld dar. Es gibt zum Beispiel auf der Bundes- und Landesebene Verbraucherschutzministerien. In der Gesetzgebung macht sich der öffentliche Druck ebenfalls bemerkbar, viele Regelungen stärken die Rechte der Verbraucher. Eine besondere Rolle nimmt die EU ein, das EU-Parlament hat zahlreiche Verordnungen zu Grenzwerten bei Schadstoffen und ähnlichem beschlossen.

Erwähnung verdient auch die Arbeit von Verbraucherschutzverbänden . In Deutschland kommt dem Bundesverband der Verbraucherzentralen eine entscheidende Bedeutung zu, die Organisation verfügt über mehr als 200 Mitarbeiter. Sie berät und vertritt Konsument rechtlich, seit kurzer Zeit kann sie zudem Musterfeststellungsklagen einreichen.

Gütesiegel und unabhängige Tests gewinnen an Bedeutung

Viele Verbraucher informieren sich gründlich, bevor sie Produkte kaufen und Dienstleistungen buchen. Dafür stehen ihnen vielfältige Optionen offen. Wertvolle Hilfe bieten hochwertige Gütesiegel , die unter anderem Organisationen wie der TÜV nach strengen Kriterien vergeben. Doch Zertifizierung ist nicht gleich Zertifizierung: Konsumenten sollten nicht jedem Siegel blind vertrauen. Manche Institutionen gewähren solche Zertifikate bei minimalen Voraussetzungen, der Mehrwert ist entsprechend gering.

Darüber hinaus schätzen viele Konsumenten unabhängige Tests. Einer großen Beliebtheit erfreuen sich die Berichte der Stiftung Warentest, die seit 1964 unterschiedliche Artikel wissenschaftlich unter die Lupe nimmt. Die Bundesregierung unterstützt diese Stiftung finanziell, sodass sie nicht auf Werbeeinnahmen angewiesen ist und sich in Abhängigkeiten begeben muss.

Das Internet als Informationsquelle: seriöse Portale wie asUwa bevorzugen

Das World Wide Web erweitert die Möglichkeiten für eine ausführliche Produktrecherche erheblich. Es erweist sich aber als Segen und Fluch zugleich. Das Problem ist, dass vielen angeblichen Tests finanzielle Interessen zugrunde liegen. Die Portale erhalten eine Provision, wenn User den Artikel kaufen. Von Unabhängigkeit kann keine Rede sein, die Autoren schreiben verkaufsfördernde Bewertungen.

Verbraucher sollten im Internet gezielt unabhängige Plattformen wie  asUwa  aufsuchen, die unter anderem Kundenbewertungen von den führenden etablierten Portalen einfließen lassen. Dabei belässt es diese Plattform jedoch nicht, da Kundenbewertungen gekauft sein können. Deswegen bezieht sie hunderte weitere Datenquellen ein und versteht sich als Community, bei der Verbraucher mit tatsächlichen Produkterfahrungen die Artikel beschreiben. Ein zusätzlicher Pluspunkt: Im Gegensatz zu üblichen Bewertungsportalen gibt es ein Forum, in dem sich User austauschen und miteinander diskutieren können.

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