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Donald Trump ordnet Grenzschließungen an - Einreiseverbot trotz ESTA-Antrag?

Der US-Präsident hat für Bürger aus den EU-Staaten ein mehrwöchiges Einreiseverbot verhängt. Grund dafür sei, dass die WHO Europa als Epizentrum der Corona-Pandemie eingestuft hat. Ist es mit einer gültigen ESTA-Genehmigung trotzdem möglich, in die USA zu fliegen?

Mittwoch, 18.03.2020, 15:45 Uhr aktualisiert: 18.03.2020, 15:51 Uhr
Specials: Donald Trump ordnet Grenzschließungen an - Einreiseverbot trotz ESTA-Antrag?
Foto: Colourbox.de

ESTA-Antrag stellen, trotz Coronavirus?

Wer zurzeit in der Lage ist, eine Airline zu finden, die von Deutschland in die USA fliegt und trotz Coronavirus' Passagiere befördert, der muss vor der Einreise in die USA einen Antrag auf eine Einreisegenehmigung stellen. Die sogenannte  ESTA-Antrag Dauer  beträgt in normalen Zeiten 72 Stunden und kann über ein Online-Formular auf verschiedenen Internetseiten beantragt werden. Abgefragt werden Angaben zu Reisedokumenten und der antragstellenden Person. Besonders wichtig ist es, dass das Formular fehlerfrei ausgefüllt wird, denn amerikanische Grenzbeamte sind sehr aufmerksam und streng bei der Überprüfung der Angaben. 

Fliegen ja, einreisen nein

So wie es Nicht-EU-Bürgern in der Nacht vom 17. auf den 18. März ergangen ist , kann es auch Deutsche treffen, die trotz Einreisebanns versuchen, in die USA reisen. Viele Passagiere aus Drittstaaten waren bereits mit gültigen Visa auf Flughäfen der EU gelandet, mussten jedoch aufgrund der am 17.3. beschlossenen Grenzschließungen der EU-Regierungschefs wieder ausgeflogen werden. Selbst im Normalfall ist es jedem Grenzschutzbeamten der USA individuell überlassen, ob er Ausländer mit Visum und gültiger ESTA-Genehmigung einreisen lässt oder nicht. Da aktuell ein vom Präsidenten verfügtes Dekret jedoch grundsätzlich alle Europäer von der Einreise ausschließt, die nicht im Besitz einer Green Card sind, ist der Nachweis einer ESTA-Genehmigung nichtig.

USA-Reisen später nachholen

Wer die USA wirklich unbedingt als Tourist bereisen möchte, ist in der augenblicklichen Lage der Hamsterkäufe und Katastrophenszenarien besser beraten, seinen Reisewunsch auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben . Studenten und andere Visum-Inhaber, die sich momentan nicht in den USA befinden, werden trotz Visum schlechte Karten bei der Einreise haben.

USA-Reisen sind ganz besonders eindrückliche und prägende Reisen, bergen aber sehr große Strapazen, auch in Nichtkrisenzeiten. Deswegen wäre es in jedem Fall angenehmer, Coronaferien zu Hause zu machen und sich erst später erholt auf den weiten Weg über den Atlantik zu begeben.

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