Sonderveröffentlichung

Bekannte Droge mit neuem Gesicht
Synthetische Cannabinoide unterwandern den Markt

Zurzeit sind künstliche Cannabinoide der Schrecken jeden Anwenders von CBD Produkten (Cannabidiol). Auch der normale Kiffer muss achtgeben, dass er nicht in einen bleibenden Rausch verfällt. Wer sich in Deutschland mithilfe von cannabinoidhaltigen Substanzen entspannen will, sollte beim Einkauf der Produkte zweimal hinschauen. Treten doch wieder verstärkt synthetische Wirkstoffe mit teils unbekannten Auswirkungen auf.

Dienstag, 29.09.2020, 08:58 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 09:07 Uhr
Bekannte Droge mit neuem Gesicht: Synthetische Cannabinoide unterwandern den Markt
Im Labor hergestellte Cannabinoide gefährden die Gesundheit! Foto: Michal Jarmoluk auf Pixabay

Schon zu Beginn des Jahrtausends machte eine erste Welle der „Spice“ genannten synthetischen Cannabinoide die Runde. Diese werden im Labor dem THC nachempfunden, sind weitaus billiger und wurden sogenannten Kräutermischungen untergerührt. Dadurch konnten sie eine Zeit lang frei verkauft werden und der Konsument der damaligen Zeit verschaffte sich vermeintlich billigen Dope. Nach einiger Zeit erkannten die Behörden jedoch die Gefährlichkeit der Substanzen und setzten sie auf die Verbotsliste.

Die künstlichen Wirkstoffe vermitteln ähnlich dem THC (Tetrahydrocannabinol) einen Rausch. Die Problematik liegt in den Nebenwirkungen. Sie können nämlich weitaus stärkere Reaktionen hervorrufen als die natürlichen Substanzen. Zudem sind sie schwierig zu dosieren und letztendlich gefährden sie durch ein hohes Suchtpotenzial die Gesundheit. Heute werden sie verbotenerweise CBD Liquids und weiteren Cannabis Produkten beigemischt. So warnen CBD Online Shops und Hersteller von qualitativ hochwertigen CBD Produkten wie Candropharm.de vor einem unkontrollierten Kauf und Konsum.

Anwendungsgebiete von CBD Öl

Die Hersteller der synthetischen Drogen nutzen den Hype um CBD, einer natürlichen und nicht psychoaktiven Substanz, die aus der weiblichen Hanfpflanze gewonnen wird. CBD fördert und stärkt das Immunsystem sowie das allgemeine Wohlbefinden. CBD Öl wird als Nahrungsmittelergänzung legal verkauft. Es hat entzündungshemmende und entspannende Wirkungen und gilt in der Schmerztherapie als eine begleitende Maßnahme zur Symptomlinderung.

Das Spektrum der Anwendungsgebiete ist vielfältiger Natur. So berichten Patienten, die an einer Autoimmunerkrankung wie Multiple Sklerose , Schuppenflechte oder rheumatischer Arthritis leiden, dass ihre Anfälle in Zahl und Ausmaß entscheidend zurückgehen. Ähnliches ist von Allergikern und Asthmatikern zu vernehmen. Parkinson -Patienten sprechen von einer signifikanten Verbesserung ihrer Lebensqualität, seit sie CBD ihrem Speiseplan einverleibt haben. Und auch psychotische Erkrankungen werden gelindert. Depressionen laufen milder ab und Panikattacken wird die Spitze genommen.

Anwender von natürlichem Cannabis werden getäuscht

Wenn nun synthetische Cannabinoide als CBD Öl angeboten, als CBD Liquid für E-Zigaretten tituliert oder als Straßen CBD verkauft werden, hat das für die Anwender einschneidende Folgen. Die Rauschwirkung ist in ihrer Unberechenbarkeit und Intensität überaus gefährlich. Zumal die Konsumenten keinen Rausch suchen, nichts über die Zusammensetzung der Produkte wissen und somit die Wirkungen nicht einschätzen können.

Und diese sind sehr weitreichend. Künstliche Cannabinoide können zu körperlicher und psychischer Abhängigkeit führen. Den synthetischen Stoffen fehlt das CBD, welches den Organismus beruhigt. Deshalb nehmen die Anwender genau das Gegenteil von dem zu sich, was sie eigentlich möchten. Es besteht die Gefahr von bleibenden Psychosen bis hin zur tödlichen Überdosis. Leichtere Symptome des Fake-Produkts sind Herzrasen, Krampfanfälle, Schweißausbrüche und Kreislaufprobleme.

Zudem fördern manche THC Anwender den Verkauf. Da die Mittel die Struktur von natürlichen Cannabinoiden imitieren, können sie einen Rauschzustand herbeirufen, der dem des natürlichen Marihuanas ähnelt.  Die bewusst konsumierenden Anwender der künstlichen Stoffe reagieren damit auf den Werbeslogan „Legal High“. Synthetisches Gras wird bei üblichen Drogenscreenings und Schnelltests nicht als solches erkannt. Aufgrund der fehlenden Abdeckung durch das Betäubungsmittelgesetz macht sich der Anwender weder strafbar, noch verliert er seine Fahrerlaubnis. Zudem kann in der Drogentherapie oder im Strafvollzug Abstinenz belegt werden.

Auch der Gesetzgeber ist gefordert

Die Vertreiber des synthetischen Materials sind erfinderisch. Sobald ein Stoff auf den Index gerät, wird er durch einen ähnlichen ersetzt. Der Cannabismarkt bietet sich dazu an, da es den staatlichen Institutionen nicht gelingen will, diesen zu regulieren. So sorgt die sich oft widersprechende Gesetzgebung genau für die Freiräume, die sich die Hersteller der synthetischen Drogen wünschen.

Während Anwender von CBD Produkten sich einigermaßen schützen können, da ein legaler und kontrollierter Verkauf gegeben ist, bedienen sich THC Anhänger mangels Alternativen ausschließlich auf dem Schwarzmarkt und müssen das beschriebene Gefahrenszenario komplett durchlaufen.

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