Technik
Druckqualität verbessern – Tipps und Tricks für ein besseres Ergebnis

Wer viel und regelmäßig druckt, der kennt das Problem: Irgendwann lässt die Qualität der ausgedruckten Blätter nach, die Schrift ist vielleicht nicht mehr ganz klar oder Bilder weisen unschöne Striche und Schlieren auf. Ein ebenfalls bekanntes Problem kann entstehen, wenn neue Patronen eingesetzt werden und diese nicht direkt sauber arbeiten. Ein wenig Know-how und die richtigen Handgriffe helfen jedoch, diese Fehler- und Störquellen zu beseitigen.

Freitag, 23.09.2016, 13:09 Uhr

Technik : Druckqualität verbessern – Tipps und Tricks für ein besseres Ergebnis
Foto: fotolia.com © zhu difeng (#108001989)

1. Equipment checken

Es muss nicht immer ein Problem mit der Druckermechanik sein, manchmal liegt das Problem auch am Druckerzubehör . Falls der Drucker gar nicht erst startet, nicht ausreichend Strom bekommt oder beim Druckstart mittendrin abbricht, dann kann dies auch am Kabel liegen. Vielleicht liegt ein Wackelkontakt vor oder das Kabel hat eine brüchige Stelle. Probleme können aber auch durch das Papier entstehen – die meisten Menschen machen sich um den Papierkauf nicht allzu viele Gedanken, hinsichtlich der Qualität des Druckergebnisses kann es jedoch ausschlaggebend sein. Wichtig ist, dass es möglichst wenig Abrieb erzeugt, da der Drucker so geschont und seine Haltbarkeit erhöht wird. Gerade langfristig betrachtet macht sich gutes Papier also bezahlt.

2. Drucktest durchführen

Wird kein streifenfreies Ergebnis geliefert, so liegt dies häufig am Druckkopf. Eine Reinigung kann Abhilfe schaffen, ebenso kann der Druckkopf aber auch verstellt sein oder bedarf einer neuen Ausrichtung. Sinnvoll ist daher die Ausführung eines sogenannten Drucktests, um Fehler aufzuspüren und einen Überblick zu erhalten. In der Regel lässt sich dieser über die Einstellungen erreichen, dort wird meist eine Option „Testdruck“ angeboten. Nach dem Durchlauf zeigt der Drucker mögliche Schwachstellen und stellt einige Fragen zur weiteren Analyse.

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Foto: fotolia.com © Andrey Popov (#100776238)

3. Druckkopf reinigen

Die Reinigung des Druckkopfes lohnt sich in vielen Fällen und ist eine der häufigsten Möglichkeiten, um Fehler zu beheben. Ist sie nötig, weist der Drucker darauf normalerweise auch hin. Hierbei handelt es sich nicht um eine manuelle Reinigung, sondern ein Programm des Druckers – der entsprechende Tastendruck sorgt dann dafür, dass für eine Minute eine Reinigungsroutine durchläuft. Danach wird ein weiterer Testlauf gestartet – ist das Ergebnis zwar besser, aber immer noch nicht optimal, kann eine weitere Reinigung helfen. Spätestens nach fünfmaligen Reinigen dürfte das Ergebnis nicht mehr verfälscht sein. Wenn der Fehler dennoch besteht, macht der Anruf beim Support Sinn.

4. Druckkopf neu einstellen

Ein anderer häufiger Fehler ist ein verstellter Druckkopf. Dieser kann sich durch eine unsachgemäße Behandlung oder sehr häufige Verwendung verstellen, aber auch beim Tausch von Druckerpatronen kann er sich verschieben. Eine neue Ausrichtung wird dann notwendig. Auch hier hilft das Gerät direkt weiter und bietet ein entsprechendes Lösungsprogramm. Oft funktioniert dies über die Einstellungen, wobei abermals der Testdruck benötigt wird und dann eine Auswahl namens „Ausrichtung“ erscheinen sollte. Nun wird eine Testseite speziell zur Prüfung der Ausrichtung gedruckt. Sind dabei Abweichungen erkennbar, ist eine Neujustierung nötig.

5. Patrone austauschen

Helfen Reinigung und Neujustierung nicht, so liegt das Problem meist an der Druckerpatrone . Ein Austausch wird nötig, damit die Druckqualität wieder verbessert werden kann. Hierbei müssen es aber nicht zwangsläufig direkt beide Patronen – als bunte Farben und Schwarz –sein. Hat sich beim Drucktest gezeigt, dass nur die Farben zu wünschen übrig lassen, Schwarz hingegen problemlos funktioniert, kann die funktionierende Kartusche im Gerät bleiben. Für den Austausch wird die Druckerpatrone vorsichtig aus ihrer Halterung gelöst. Die neue Druckerpatrone wird daraufhin mithilfe der Anweisungen, die sich direkt auf ihr befinden sollten, eingesetzt. Meistens befindet sich an der Patrone ein Knopf oder Klebestreifen, der zunächst entfernt werden muss. So wird das Vakuum entfernt und die Tinte kann über den Druckknopf auf das Papier gelangen. Rastet sie im Gerät ein, sollte sich dies durch ein deutliches Klicken bemerkbar machen. Ein abschließender Neustart des Druckers sorgt dafür, dass der neue Füllstand erkannt wird. Nun folgt ein letzter Testdruck, bei dem verglichen werden kann, ob sich das Ergebnis verbessert hat.

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Foto: fotolia.com © Andrey Popov (#101350311)

6. Treiber und Software überprüfen

Gerade bei modernen Druckern kann das Problem auch oft darin bestehen, dass die Software nicht richtig funktioniert. Schuld daran ist aber meist ein veralteter Treiber, der sich jedoch problemlos über das Internet beziehen lässt. Dafür wird die Seite des Herstellers aufgerufen, nach dem passenden Druckermodell gesucht und dort der aktuelle Treiber heruntergeladen. Wichtig ist, dass dieser mit dem Betriebssystem kompatibel ist. Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass die Druckersoftware stets auf dem neuesten Stand gehalten wird und Updates regelmäßig installiert werden sollten.

7. Druckerkonfigurationen überprüfen

Je nach Drucker verfügt das Gerät über unterschiedlichste Programme und Einstellungen. Diese sind teilweise so zahlreich, dass gerade Laien schon einmal den Überblick verlieren können. Ein Blick in die Bedienungsanleitung verschafft im Zweifelsfall Klarheit. Generell gilt, dass das eingestellte Programm stets auf das ausgewählte Papier passen sollte, damit beste Ergebnisse erzielt werden können. So benötigt ein Bild auf Hochglanzpapier beispielsweise stets weniger Tinte als ein Bild auf Standardpapier. Um die besten Einstellungen für die jeweilige Situation auszuwählen, lohnt sich auch hier jeweils ein Probedruck.

 

Bild 1: fotolia.com © zhu difeng (#108001989)
Bild 2: fotolia.com © Andrey Popov (#100776238)
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