Technik
Der Trend zur Solaruhr

Durch den steigenden Wunsch nach Nachhaltigkeit liegt die Solarenergie schon seit Jahren stark im Trend. Dieses Phänomen macht auch vor Armbanduhren nicht halt. Doch was genau ist eine Solaruhr und wie sinnvoll ist ihr Kauf wirklich?

Montag, 14.09.2020, 03:48 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 10:00 Uhr
Technik: Der Trend zur Solaruhr
Foto: Colourbox

Solaruhren und ihre Funktionsweise

Als Solaruhr bezeichnet man eine Uhr, die statt durch Aufziehen eines Uhrwerkes oder eine klassische Batterie über Solarzellen betrieben wird. Ähnlich wie bei der Automatikuhr erspart sich der Besitzer den regelmäßigen Batteriewechsel. Die Uhr muss aber auch nicht ständig getragen werden, damit sie nicht stehenbleibt. Sie braucht lediglich Licht, um Energie zu produzieren, und auch das nicht ständig. Mittlerweile gibt es Solaruhren, die über eine Speicherkapazität von bis zu drei Jahren verfügen.

Die Vorteile der Solarenergie

Die Solarenergie ist vor allem aufgrund ihrer Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit beliebt. Es ist lediglich das natürliche Sonnenlicht erforderlich, um die Uhr zu betreiben. Dadurch wird die Umweltbelastung durch die Produktion von Batterien und Strom aus fossilen Quellen, Wasserkraft oder Atomkraft vermieden. Die Sonne scheint ohnehin. Es werden keine natürlichen Ressourcen der Erde verbraucht und auch die Sonne erfährt keinen zusätzlichen Verbrauch. Zusätzlich erspart sich der Träger der Uhr den Ärger mit dem Batteriewechsel oder die Zeit für das regelmäßige Aufziehen. Er muss sich keine Gedanken über die Laufzeit seiner Uhr machen. Sofern er sie nicht stets unter dem Ärmel versteckt oder in einer finsteren Schublade aufbewahrt, läuft sie ganz ohne sein Zutun zuverlässig weiter.

Einfacher wasserdicht

Ein weiterer, seltener beachteter, Vorteil der Solaruhr liegt in der Wasserdichtigkeit des Gehäuses. Da es keine Batterie gibt, die gewechselt werden muss, kann auch auf eine entsprechende leichte Öffnungsmöglichkeit des Gehäuses verzichtet werden. Jede Öffnungsmöglichkeit bedeutet aber auch eine Ritze, durch die Wasser in die Uhr eindringen könnte. Das macht Solaruhren leichter abzudichten. Der Solarantrieb wird daher besonders gerne bei der Herstellung von Taucheruhren eingesetzt. Doch mittlerweile sind Uhren aller Art und mit einer Vielzahl an Funktionen mit Solarantrieb erhältlich.

Die Frage nach dem Aussehen

Gelegentlich hört man, dass Solaruhren zwar praktisch, aber klobig und hässlich wären. Das war bei den ersten Solaruhren, die in den siebziger Jahren hergestellt wurden, tatsächlich der Fall. Die damaligen Solarzellen waren noch sehr dick und daher nur schwer in einem kleinen Uhrengehäuse unterzubringen. Seitdem hat sich die Solartechnik jedoch ständig weiterentwickelt. Moderne Solarzellen können sehr schlank und klein hergestellt werden und passen in Uhren aller Größenordnungen. Dementsprechend gibt es eine große Auswahl an unterschiedlichen Designs von Solaruhren , in der sich Uhren für jeden Stil und Geschmack finden. Solaruhren können mit allen gängigen Funktionen von der Stoppfunktion bis zur Gezeitenanzeige ausgestattet sein. Noch etwas schwächer vertreten sind sie bei den Smartwatches, doch auch dort gibt es zunehmend mehr Vertreter.

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