Trotz Corona-Isolation
Keine Haustiere an Senioren verschenken

Tiere spenden Trost. Dennoch ist es aktuell keine gute Idee, die Einsamkeit von Senioren mit einem Haustier zu bekämpfen - es sei denn, die neuen Besitzer können und wollen die Versorgung leisten.

Dienstag, 31.03.2020, 11:43 Uhr aktualisiert: 31.03.2020, 11:46 Uhr
Eine Katze kann für Ältere ein geliebter Mitbewohner sein - jedoch sollte das Tier nicht nur ein Mittel gegen Isolation sein, sondern auch gut versorgt werden können.
Eine Katze kann für Ältere ein geliebter Mitbewohner sein - jedoch sollte das Tier nicht nur ein Mittel gegen Isolation sein, sondern auch gut versorgt werden können. Foto: Christin Klose

Bonn (dpa/tmn) - Tiere sollte man nicht verschenken - auch nicht an Senioren, die aktuell unter sozialer Isolation in der Corona-Krise leiden. Tierbesitzer müssten die Entscheidung, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen, bewusst treffen, sagt Hester Pommerening vom Deutschen Tierschutzbund.

Zudem sei es in dieser Zeit ungewiss, ob ein älterer Mensch aufgrund der Ausgangsbeschränkungen dem Haustier überhaupt gerecht werden kann, gibt Pommerening zu bedenken. Besser sei es, nach Aufhebung der Auflagen zusammen zu entscheiden, ob ein Tier den Haushalt bereichern soll oder nicht und sich dann gemeinsam in einem Tierheim umzusehen.

Besonders ältere Tiere eigneten sich für Senioren, sagt Pommerening. Denn oft hätten ältere Tiere und ältere Menschen ähnliche Bedürfnisse - das nach viel Ruhe zum Beispiel. Außerdem sollte man ein Tier wählen, das nicht viel Arbeit bereitet, um den Halter nicht zu überfordern.

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