Tiere
Zwergspitz: Rassenmerkmale und richtige Ernährung

Wer auf der Suche nach einem anhänglichen Vierbeiner ist, der für jedes Spielchen schnell zu haben ist, sollte über einen Zwergspitz nachdenken. Die internationale Bezeichnung für diese liebenswerte Fellkugel, die jede Menge Abwechslung in den Familienalltag bringt und Wert auf exzellente Zubereitung wie beispielsweise Fleischsaftgarung beim Futter legt, ist „Pomeranian“. Diese Miniversion des hierzulande bekannten Spitzes lässt sich allerdings auch nicht so schnell einschüchtern und ist deshalb trotz seiner kleinen Größe gut als Wachhund geeignet.

Freitag, 19.03.2021, 04:30 Uhr aktualisiert: 19.03.2021, 12:49 Uhr
Tiere: Zwergspitz: Rassenmerkmale und richtige Ernährung
Foto: Pixabay - Kullerkeks

Der Zwergspitz im Steckbrief

Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt der Zwergspitz vom Spitz ab. Wo genau diese kleinen Hunde ihren Ursprung haben, ist nicht hinlänglich bekannt. Sie zählen jedenfalls zu den Ur-Hunden und wurden unter anderem bereits auf griechischen Vasen aus der Antike abgebildet.

Wer die Charaktereigenschaften der Rasse Zwergspitz ein wenig näher beschreiben möchte, findet dafür meistens Worte wie anhänglich, aufmerksam, lebhaft oder intelligent. Doch selbstverständlich hat jedes Tier seinen individuellen Charakter.

Der Zwergspitz erreicht eine Widerristhöhe von etwa 18 bis 22 Zentimetern. Im ausgewachsenen Alter haben die Pomeranians dabei ein Gewicht von rund drei Kilogramm. Sie besitzen ein langes und abstehendes Deckhaar und eine dichte Unterwolle. Die Farbe des Fells kann unterschiedlich ausfallen. In den meisten Fällen sind die Hunde schwarz, braun, creme oder weiß, doch es gibt auch orangenfarbene und graue Zwergspitze. Einige Hunde ändern im Laufe ihres Lebens auch noch ihre Farbe. Während sie als Welpen noch ein eher helles Fell aufweisen, kann es sich im Zuge der Pubertät auch noch deutlich verdunkeln.

Typisch und charakteristisch für den Zwergspitz ist sein mähnenartiger Kragen und sein stets frecher Blick mit den stehenden Ohren und glänzenden Augen. Irgendwie besteht immer der Eindruck, dass das nächste Abenteuer für ihn gar nicht schnell genug kommen kann. Sein Motto lautet: „Nach dem Spaziergang ist vor dem Spaziergang!“

Ein Hund mit jeder Menge Temperament

Und in der Tat ist der Pomeranian ein kleines Energiebündel. Seine beiden Lieblingsbeschäftigungen sind Spielen und Toben. Deshalb benötigt er auch mehrere Spaziergänge pro Tag, bei denen stets ein Ball oder ein anderes Spielzeug dabei sein sollte, damit keine Langeweile aufkommt. Dafür ist der Zwergspitz auch sehr lernfähig und kann viele kleine Kunststücke schnell lernen.

Damit er in den eigenen Wänden nicht schnell auf dumme Ideen kommt, sollte er dort ebenfalls ausreichend Beschäftigung finden. Aufgrund seiner geringen Größe ist es mit dem Zwergspitz auch sehr einfach in der eigenen Wohnung möglich, einen kleinen Agility-Parcours auszulegen.

Entscheidend für die Gesundheit: Die richtige Ernährung

Der Zwergspitz ist keine heikle und anspruchsvolle Rasse. Doch es gibt drei Dinge, die er für ein glückliches Leben benötigt: Ausreichend Bewegung, hingebungsvolle Zuneigung und eine gesunde Ernährung.

Die einfachste Art der Hundefütterung stellt heutzutage Trockenfutter dar. Deshalb greifen auch immer mehr Hundebesitzer auf diese Ernährungsform für ihren Vierbeiner zurück. Grundsätzlich ist das auch eine gute Idee, allerdings ist es dabei wichtig, auf die Qualität zu achten, denn Trockenfutter ist nicht gleich Trockenfutter.

Obwohl die renommierten Hersteller sehr an der Qualität ihrer Produkte interessiert sind und ihre Produkte deshalb teilweise auch wieder zurückrufen , wenn sie Mängel feststellen, sollte auf der Verpackung ganz genau nachgelesen werden, worum es sich beim jeweiligen Trockenfutter tatsächlich handelt.

Fleischsaftgarung für Premium-Trockennahrung

Die meisten Verpackungen sehen auf den ersten Blick sehr vielversprechend aus und werben mit schmackhaft aussehenden Abbildungen von Fleisch sowie plakativ präsentierten hohen Prozentzahlen. Bei Betrachtung der genauen Deklaration auf der Rückseite der Verpackung wird jedoch schnell erkennbar, dass statt Fleisch oftmals nur Fleischmehle oder andere Formen tierischer Proteine zum Einsatz kommen.

Eines der entscheidenden Qualitätsmerkmale ist die Herstellungsmethode. Mit der Fleischsaftgarung lässt sich Trockennahrung aus Frischfleisch zubereiten, dies hebt dieses Verfahren i deutlich von herkömmlichen Methoden, wie z. B. der Extrusions- und Kaltpressungsproduktion, ab. Die Extrusion ist die am weitesten verbreitete Methode und wird für Handelsmarken von Discountern, aber auch für Produkte von z. B. Bosch, Josera und Wolfsblut, verwendet.

Beim Extrusionsverfahren wird eine Masse aus Fleischmehl oder getrockneten tierischen Proteinen und anderen Zutaten (z. B. Getreide) mit Wasser vermengt und bei hoher Temperatur und mit viel Druck in Form gepresst und geschnitten. Selten kommt auch Frischfleisch zum Einsatz, doch eine größere Menge davon funktioniert nicht im Extruder. Das liegt an dem variierenden Anteil von Fett und Fleischsaft im Frischfleisch.

Durch die Extrusion produziertes Futter hat die Eigenart, dass sich das Volumen des Trockenfutters bis auf das Doppelte im Magen des Hundes vergrößert. Dadurch entsteht im Hundemagen der typische Futterbauch, der in weiterer Folge zu einer für den Hund lebensbedrohlichen Magendrehung führen kann.

Dieses Risiko besteht bei der Fleischsaftgarung hingegen nicht. Bei der Trockennahrung aus Fleischsaftgarung wird Frischfleisch direkt nur im eigenen nährstoffreichen Fleischsaft über einen langen Zeitraum bei niedriger Temperatur gegart. Das Fleisch kombiniert mit der Zubereitungsmethode hat zum Ergebnis, dass die Nahrung im Bauch nicht aufquillt und vom Hund entsprechend gut und einfach verdaut werden kann.

Durch die bei der Fleischsaftgarung zum Einsatz kommende Kochtechnik des Reduzierens wird der Fleischsaft des Frischfleisches konzentriert. So bleiben der Geschmack und, durch die niedrigere Temperatur, die bei der Fleischsaftgarung im direkten Vergleich zum Extrusionsverfahren eingesetzt wird, auch die Nährstoffe auf natürliche Art und Weise enthalten. Der Zwergspitz goutiert das in der Regel mit einem zufriedenen Blick auf die Schüssel und bleibt auch im Alter noch entsprechend vital.

Auch an den Ausscheidungen des Hundes kann die Qualität des Futters abgelesen werden. Größe, Konsistenz und Geruch sind hier die entscheidenden Beurteilungskriterien. Hundebesitzer, die die Ernährung umgestellt und ihren Hund für einen längeren Zeitraum Trockennahrung aus Fleischsaftgarung zugeführt haben, berichten hier oftmals von einer deutlichen Verbesserung. Die ausgeschiedenen Mengen waren deutlich kleiner, formfester und wesentlich weniger geruchsintensiv. Darüber hinaus waren die Hunde nach der Nahrungsaufnahme nicht mehr so matt, sondern agil und gleich wieder voller Tatendrang.

Mythos Zahnsteinentfernung

Der Mythos, dass sich Zahnstein durch das Kauen von harten Kroketten aus extrudiertem Hundefutter lösen lässt, hält sich seit Jahren hartnäckig unter Hundebesitzern und ist auch in vielen einschlägigen Hundeforen nachzulesen. Wer jedoch einen kompetenten Tierarzt fragt, ob dieses Gerücht tatsächlich der Wahrheit entspricht, erntet in den meisten Fällen nur verständnisloses Kopfschütteln.

Denn der Zahnstein beim Hund lässt sich wie auch beim Menschen nur durch spezielle Geräte des Arztes lösen. In Wirklichkeit ist sogar das Gegenteil der Fall: Extrudiertes Hundefutter enthält im Gegensatz zu Trockennahrung aus Fleischsaftgarung oftmals einen hohen Anteil an Kohlenhydraten, die die Zahnsteinbildung sogar noch beschleunigen können.

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