Tipps von A bis Z
Den richtigen Weihnachtsbaum kaufen

Wie erkennt man einen frisch geschnittenen Weihnachtsbaum? Er hat glänzende Nadeln, die beim leichten Schütteln nicht abfallen. Und so frisch kann man ihn auch bis nach dem Fest erhalten.

Dienstag, 11.12.2018, 14:13 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 07:23 Uhr
Wie frisch ein Weihnachtsbaum ist, erkennt man an seinen Nadeln: Sie sollten noch glänzen.
Wie frisch ein Weihnachtsbaum ist, erkennt man an seinen Nadeln: Sie sollten noch glänzen. Foto: Christin Klose

Kaum steht der Weihnachtsbaum drinnen, lässt er die Äste hängen und fängt an zu nadeln. Wie ärgerlich! Doch wie erkennt man, ob ein Baum frisch geschnitten ist und lange hält?

Ein guter Hinweis ist eine weiße und nasse Schnittstelle. Die Nadeln sollten glänzen und beim leichten Schütteln nicht abfallen, erläutert die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Bonn.

Sechs Punkte rund um den perfekten Baum im Überblick:

- Aufstellen: Am Tag vor dem Schmücken sägt man den Weihnachtsbaum erst an - die frische Schnittstelle kann besser Wasser aufnehmen. Der Baum kommt nun in den Ständer, und das Netz wird entfernt. So kann der Baum bis zum Folgetag seine Äste wieder zurück in die Ausgangsposition bringen, was das Schmücken erleichtert. Tipp: Das Netz von unten nach oben aufschneiden.

Einen Weihnachtsbaum mit Wurzeln kann man nur bedingt im Haus halten. Er reagiert besonders empfindlich auf die trockenen und warmen Bedingungen im Raum durch das Heizen im Winter. Daher rät die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, den Baum mit Ballen erst kurz vor dem Fest ins Haus zu holen. Nach zwei bis drei Tagen sollte er wieder in den Garten kommen und dort eingepflanzt werden, sobald es die Witterung zulässt - wenn es also frostfrei und der Boden nicht gefroren ist.

Weihnachtsbäume: Wissenswerte Zahlen

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  • Wie alt sind die meisten Weihnachtsbäume? Wie groß ist die größte Anbaufläche für Weihnachtsbäume in NRW? Und welche Tannen-Art wird am häufigsten verkauft? Zahlen, bitte! 

    Foto: colourbox.de, pablo.buffer.com
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- Gießen: Den Wasserbedarf eines Baumes im Ständer sollte man nicht unterschätzen: Ein Baum mit Zimmerhöhe braucht laut der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald rund zwei Liter Wasser jeden Tag. Ein besonderen Tipp für mehr Feuchtigkeit für den Baum haben die Experten außerdem: die Nadeln immer mal wieder mit einem Wassernebel besprühen. Auch ein Esslöffel Zucker im Wasser kann laut den Erfahrungen der Schutzgemeinschaft helfen, den Baum länger frisch zu halten. Andere Experten gehen davon aus, dass sowohl Zucker wie auch Frischhaltemittel nichts bringen, aber sie sind eben auch nicht schädlich für den Baum.

- Lagern: Der Baum sollte bis zum Fest an einem schattigen Fleck im Freien oder in einem Raum mit höchstens zehn Grad gelagert werden. Er steht in einem Eimer Wasser. Das Netz ist am besten noch dran, da der Weihnachtsbaum so weniger Wasser über seine Nadeln verdunstet. Hat man nur sonnige Stellen im Garten zur Verfügung, sollte der Baum mit einem Laken abgedeckt werden.

- Lieblingsbaum: Die Nordmanntanne ist mit großem Abstand der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland - er hat einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Aber diese Baumart ist auch die teuerste, denn die Nordmanntanne wächst am langsamsten, so die SDW. Der Meter koste 2018 im Durchschnitt 18 bis 24 Euro.

Tipps von der Feuerwehr für ein sicheres Weihnachtsfest

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  • Holen Sie den Weihnachtsbaum erst einige Tage vor dem Weihnachtsfest ins Haus. Die Bäume trocknen dort sehr schnell aus. Im Haus sollte der Baum ständig im Wasser stehen, um der Austrocknung ein wenig vorzubeugen.

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  • Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind dann umso leichter entflammbar. Trockenes Tannengehölz brennt mit hoher Geschwindigkeit und Temperatur ab, eine Ausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb stets möglich. Halten Sie aus diesem Grund einen Feuerlöscher bzw. einen Eimer gefüllt mit Wasser bereit.

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  • Stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum so auf, dass er sicher und in ausreichender Entfernung zu brennbaren Gegenständen (wie z. B. Gardinen) steht.

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  • Bevorzugen Sie bitte elektrische Kerzen als Weihnachtsbaumschmuck. Achten Sie darauf, dass auch die elektrischen Kerzen nur dann leuchten, wenn Sie zuhause sind. Legen Sie Wert darauf, ausschließlich Lichterketten zu verwenden, die mit dem VDE-Symbol versehen sind (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.).

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  • Brennende Kerzen sollten am Weihnachtbaum nicht angebracht werden. Sollten dennoch echte Kerzen Verwendung finden, achten Sie besonders darauf, dass zu darüber liegenden Zweigen genug Abstand bleibt. Zünden Sie die Kerzen stets von hinten nach vorn und von oben nach unten an. Verfahren Sie beim Löschen in umgekehrter Reihenfolge. Achten Sie auch auf wehende Gardinen oder Vorhänge.

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  • Kerzen brauchen einen festen Stand und sollten nur in geeignete und nichtbrennbare Halterungen aufgestellt und entzündet werden. Vermeiden Sie brennbare Unterlagen oder Materialien in der näheren Umgebung (Gardinen, Papierserviette, Geschenkpapier). Achten Sie hierbei auch auf spielende Kinder und den Einwirkungsbereich Ihrer Haustiere.

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  • Brennen Sie Wunderkerzen nie in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsbaum bzw. brennbaren Materialien ab, und entfernen Sie glühende Reste sorgfältig. Halten Sie abgebrannte Wunderkerzen ausreichend lang unter kaltes Wasser bevor sie entsorgt werden.

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  • Bewahren Sie Feuerzeuge und Zündhölzer stets außer Reichweite von Kindern auf.

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  • Brennen Sie Kerzen nie unbeaufsichtigt ab. Löschen Sie Kerzen, bevor sie heruntergebrannt sind.

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  • Auch bei der Zubereitung eines Festessens sollte stets bedacht  werden, dass brennendes Fett in Pfannen oder Fritteusen nie mit Wasser gelöscht werden darf. Spritzendes Fett ist höchst gefährlich! Legen Sie im Falle eines Falles den Deckel auf Topf oder Pfanne, und nehmen Sie das Behältnis von der Herdplatte. Ein fest sitzender Deckel erstickt das Feuer und die Flamme erlischt.

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  • Im Falle eines Brandes: Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.

    Unternehmen Sie nur Löschversuche, bei denen Sie sich nicht selbst gefährden.

    Schließen Sie möglichst Fenster und Türen.            (Sie stoppen so eine evtl. Ausbreitung des Brandes)

    Verlassen Sie die Wohnung und warnen ggf. Ihre Mitbewohner.

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  • Haben Sie noch kein Weihnachtsgeschenk? Dann schenken Sie doch einen Rauchwarnmelder.

    Insbesondere wenn der in Wohnungen gesetzlich geforderte Rauchwarnmelder noch fehlt, können Sie mit diesem Lebensretter nicht nur eine Freude machen, sondern auch die Sicherheit der Beschenkten erhöhen. Rauchwarnmelder  sollten der DIN 14604 entsprechen.

    Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist das „Q“. Dieses steht für

    • geprüfte Langlebigkeit und Reduktion von Falschalarmen
    • erhöhte Stabilität
    • fest eingebaute Batterie mit mindestens 10 Jahren Lebensdauer
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Es gibt aber Alternativen: Die Blaufichte, im Handel oft fälschlicherweise Edeltanne genannt, trägt aufgrund ihres robusten Aufbaus besonders gut schweren Baumschmuck und echte Kerzen. Und ihre Nadeln duften, die der Nordmanntanne nicht. Das gilt auch für die echte Edeltanne mit ihren blaugrünen Nadeln - ihr Duft erinnert an Orangen. Dazu ist sie haltbarer als die Nordmanntanne. Die Fichte gilt als der preiswerteste Baum, sie ist allerdings auch weniger lang haltbar. Sie ist etwas für alle, die nur für wenige Tage einen Baum zu Hause benötigen.

- Ökologische Produktion: Die Bäume in vielen Plantagen werden stark mit Pflanzenschutzmitteln behandelt, um den Ertrag zu steigern. Der Naturschutzbund Deutschland ( Nabu) empfiehlt den Kauf von Weihnachtsbäumen aus ökologisch bewirtschafteten Kulturen, die eine Zertifizierung durch FSC, Naturland oder Bioland geschafft haben. Die Aktionsgemeinschaft Robin Wood ergänzt die Liste um das Label von Biokreis und das Bio-Siegel der Europäischen Union. Hier kommen keine Pestizide und Mineraldünger zum Einsatz. Solche Weihnachtsbäume sind aber noch schwer zu finden. Unter robinwood.de gibt es eine Liste von bundesweit rund 460 Händlern. Teurer sind diese Öko-Weihnachtsbäume laut den Recherchen der Umweltschützer meist nicht.

Eine Alternative für den Nabu sind heimische Baumarten wie Fichte, Kiefer oder Tanne, die auf Sonderflächen unter Strom- oder auf Leitungstrassen wachsen. Diese Flächen werden von regionalen Forstbetrieben bewirtschaftet, Informationen dazu haben die Förster vor Ort. Mancherorts gibt es Angebote, Bäume im Wald selbst zu schlagen. Der Nabu rät zudem, regional kultivierte Bäume zu wählen - also jene, die ohne große Fahrtwege zum Verkaufsort kommen.

- Platz: Ungeeignet ist ein Standort direkt neben einer Heizung oder einem Ofen, da die Wärme oder trockene Luft den Baum eher austrocknet. Bei einer Fußbodenheizung ist das allerdings schwierig. Hier muss der Baum besonders gut mit Feuchtigkeit versorgt werden.

 

So bleibt der Weihnachtsbaum länger frisch

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  • Der erste und wichtigste Schritt ist getan: Der Weihnachtsbaum ist gekauft. Damit er auch noch an Weihnachten so frisch aussieht wie am ersten Tag, müssen ein paar Dinge beachtet werden. Hier sind die sechs wichtigsten *Pflegetipps:


    * Quelle: Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger

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  • Bewahren Sie den Baum nach dem Kauf im Netz an einer sonnen- und windgeschützten Stelle im Freien oder in einer kühlen Garage auf.

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  • Um das Austrocknen zu verhindern, ist es vorteilhaft, den Baum in einen Eimer Wasser zu stellen.

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  • Am besten ist es, den Baum einen Tag vor dem Schmücken aufzustellen. Er braucht diese Zeit, um die Äste wieder in die richtige Position zu bringen. Erst dann sollte man ihn schmücken.

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  • Den Baum mit Netz in den Weihnachtsbaumständer stellen und dann das Netz von unten nach oben aufschneiden und abnehmen.

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  • Ein etwa zwei Meter hoher Weihnachtsbaum benötigt bis zu zwei Liter Wasser am Tag. Deshalb ist es günstig, einen Baumständer mit Wasserbehälter zu wählen. Ideal ist es, den Baum vor dem Aufstellen zwei bis drei Zentimeter frisch anzuschneiden und täglich zu gießen.

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  • Die größte Gefahr des Nadelns besteht, wenn der Baum unmittelbar vor die Heizung oder den Kamin gestellt wird.

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Top Five : Die schönsten Weihnachtsbäume weltweit

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  • 1. Platz: Galeries Lafayette, Paris, Frankreich – Ein Schmuckstück im Zentrum – Jahr für Jahr mit einem neuen Motto. In diesem Jahr geht es um Kinderhelden.

  • 2. Platz: Puerta del Sol, Madrid, Spanien – Über Tag ist das kegelförmige Drahtgeflecht dezent, bei Dunkelheit leuchtet das 35 Meter hohe Gebilde  in vielen Facetten.

  • 3. Platz: Federation Square, Melbourne, Australien: 3500 Gramm Legosteine sind das Baumaterial des grün-roten Exemplars.

  • 4. Platz: Domplatz, Vilnius, Litauen: Immer neu interpretiert wird der Weihnachtsbaum in Vilnius. Buden sind im Rondell um ihn herum angeordnet.

  • 5. Platz: Rockefeller Center, New York, USA: eine Institution seit 1933.

 

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