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Trotz Rauchverbot an der E-Zigarette - Was ist erlaubt?

Der Zigarettenkonsum in Deutschland geht bereits seit Jahren deutlich zurück. Während die großen Konzerne um den schleichenden Verlust ihrer Kundschaft fürchten, gelingt es der E-Zigarette, eine neue Anhängerschaft hinter sich zu versammeln. Doch ist es auch unter diesen neuen Voraussetzungen notwendig, sich an die Rauchverbote zu halten? Wir werfen einen Blick auf entscheidende Situationen.

Dienstag, 02.04.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 10:05 Uhr
Top News: Trotz Rauchverbot an der E-Zigarette - Was ist erlaubt?
Die E-Zigarette wird immer beliebter. Foto: Pixabay.com / sarahjohnson1

Dampfen in der Kneipe?

Bereits seit Jahren gilt in Deutschland ein striktes Rauchverbot in Kneipen, sofern diese den Rauchern keinen separaten Raum zur Verfügung stellen. Aus rechtlicher Sicht ist es tatsächlich möglich, in der Kneipe zur E-Zigarette zu greifen. Ein Beschluss des Oberverwaltungsgerichts in Münster (Az.: 4 A 775/14) machte deutlich, dass die E-Zigarette zunächst nicht unter das Nichtraucherschutzgesetz fällt.

Doch bevor es möglich ist, getrost zur E-Zigarette zu greifen, muss zumindest der Wirt seine Zustimmung erteilen. Er selbst hat das Hausrecht in der Hand und ist auf diese Weise befugt, das Dampfen innerhalb seiner Kneipe zu untersagen. Dies gilt unabhängig von den eingesetzten Liquids der E-Zigarette. Weitere Informationen gibt es bei diversen Liquid Shops .

Dampfen in Bus und Bahn?

Die Deutsche Bahn reagierte bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt auf die sich verändernde Situation der Raucher. Mit einem Mal war das Unternehmen dazu bereit, das eine oder andere Zugeständnis zu machen. Gleichsam wurden jedoch die Verbotsschilder erneuert, wie sie vor jedem Bahnhof zu finden sind Generell ist deshalb auch das Dampfen außerhalb der speziell angezeigten Raucherbereiche verboten. Nur innerhalb der meist gelben Markierungen ist die Verwendung somit erlaubt.

Für die Züge selbst besteht ohnehin ein generelles Rauchverbot . Hier war es für die Betreiber nicht notwendig, eigens auf den neuen Stil der Zigaretten aufmerksam zu machen. Vielmehr waren sie dazu in der Lage, diese direkt zu verbieten und in das Verbot einzuschließen. Das Dampfen in Bus und Bahn ist in der Folge nicht möglich.

Die E-Zigarette im Büro

Auch das Rauchverbot in Büros wurde im Hinblick auf die gesundheitlichen Gefahren des Zigarettenrauchs entlassen. Bei der E-Zigarette entstehen jedoch keine gefährlichen Stoffe, die passiv eingeatmet werden können. In der Folge würde auch dem Rauchverbot im Büro zunächst die Grundlage entzogen werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es von nun an ohne jeden Zweifel möglich ist, dort zur E-Zigarette zu greifen.

Letztlich liegt es in der Kulanz des Chefs, ob das Dampfen zum Beispiel nahe der Fenster erlaubt wird. Schließlich kann eine erhebliche Zeitersparnis damit verbunden sein, die Raucherpause nicht mehr vor der Tür verbringen zu müssen. Hier ist es am besten, zu einem klärenden Gespräch zu greifen, um sich über die Handhabung bei der Arbeit zu informieren.

Vorteile für die Gesellschaft?

Vielen Menschen erscheinen E-Zigaretten in diesen Tagen als ein wichtiger technischer Fortschritt. Sie weinen dem schädlichen Rauch der Zigaretten anderer Leute keine Träne nach. Je mehr Menschen, die ohnehin rauchen würden, auf die elektronische Alternative umsteigen, desto geringer wird die Belastung, welche durch Passivrauchen entsteht. Für alle Besitzer einer E-Zigarette ist es wiederum bedauerlich, dass sie selbst nicht von einer Lockerung der alten Verbote profitieren. Stattdessen wurde an den meisten Stellen dafür gesorgt, dass auch die unschädliche Variante nicht genutzt werden darf. Vielleicht gelingt es in den kommenden Jahren, mehr Entspannung in diese Situation zu bringen und für eine gerechte Behandlung des Themas zu sorgen.

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