Verkehrsprognose
Große Sommerreisewelle sorgt für «Staustufe Rot»

In sechs Bundesländern beginnen die Schulferien - und das sorgt für die erste große Autoreisewelle des Sommers 2019. In vielen Teilen Deutschlands steigt damit die Staugefahr.

Donnerstag, 27.06.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 05:06 Uhr
Ferienzeit ist Stau-Zeit. Am kommenden Wochenden kommt es auf vielen Autobahnen in Deutschland, Österreich und er Schweiz zu Verkehrsstörungen.
Ferienzeit ist Stau-Zeit. Am kommenden Wochenden kommt es auf vielen Autobahnen in Deutschland, Österreich und er Schweiz zu Verkehrsstörungen. Foto: Daniel Bockwoldt

Stuttgart (dpa/tmn) - Gute Nerven werden viele Autofahrer am letzten Juni-Wochenende brauchen: Sechs deutsche Bundesländer sowie Dänemark, Belgien, Tschechien und Teile Österreichs starten in die Sommerferien.

Somit schwappt eine große Reisewelle vor allem aus dem Norden und Westen Deutschlands auf die Autobahnen, erwartet der ADAC . Der Auto Club Europa ( ACE ) gibt für weite Teile Deutschlands «Staustufe Rot» aus - vor allem vom Freitagmittag an.

Stauspitzen am Wochenende

Für Samstag bis in den Nachmittag hinein sowie am späten Sonntagnachmittag werden weitere Stauspitzen erwartet. Wer kann, sollte am besten unter der Woche und generell möglichst früh am Morgen starten, rät der ACE.

Die sechs Bundesländer, in denen nun die Ferien beginnen, sind Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Schleswig-Holstein. In Berlin und Brandenburg laufen die Sommerferien bereits, ebenso in Skandinavien. Noch voller als am letzten Juni-Wochenende werde es auf den Straßen erwartungsgemäß nur im Juli und August, sagte eine ADAC-Sprecherin in München. Dann sind in allen Bundesländern Schulferien und noch mehr Urlauber unterwegs.

Neben den Brennpunkten Berlin, Hamburg, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart und München sowie den Routen zu den deutschen Küsten müssen Autofahrer auf folgenden Strecken mit Staus rechnen:

A 1 Lübeck - Puttgarden und Lübeck - Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln; beide Richtungen
A 2 Dortmund - Hannover - Berlin; beide Richtungen
A 3 Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
A 4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden; beide Richtungen
A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel; beide Richtungen
A 6 Metz/Saarbrücken - Kaiserslautern und Kaiserslautern - Mannheim - Heilbronn - Nürnberg; beide Richtungen
A 7 Hamburg - Flensburg und Hamburg - Hannover und Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte; beide Richtungen
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg; beide Richtungen
A 9 München - Nürnberg - Berlin; beide Richtungen
A 10 Berliner Ring
A 11 Berliner Ring - Dreieck Uckermark
A 19 Dreieck Wittstock - Rostock
A 24 Berlin - Hamburg; beide Richtungen
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen; beide Richtungen
A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen; beide Richtungen
A 93 Kiefersfelden - Rosenheim; beide Richtungen
A 95 München - Garmisch-Partenkirchen; beide Richtungen
A 96 München - Lindau; beide Richtungen
A 99 Umfahrung München

In Österreich starten das Burgenland, Niederösterreich und Wien in die Sommerferien. Die Autoclubs erwarten daher bereits am Freitagnachmittag viele Autos in ganz Österreich auf den Straßen. Die Transitstrecken in Richtung Süden dürften sich ab dem frühen Samstagvormittag füllen. Über Wartezeiten an den Übergängen Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) informiert die Infrastrukturgesellschaft ASFINAG auf ihrer Website .

Blechlawinen in der Schweiz

In der Schweiz zeigt sich ein ähnliches Bild. Einige Kantone gehen in die Sommerferien. Das füllt die Transitrouten merklich, besonders auf der Gotthard-Tunnel-Strecke (A 2). Ab Freitagnachmittag rechnet der ACE hier mit Staus. Das gilt auch für den Samstag bis in den Abend. Zum Ausweichen empfiehlt sich die A 13 (Chur - San Bernardino).

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