Landwirtschaft
Raps - alles Wissenswerte rund um den Anbau und die Nutzung

Beim Raps handelt es sich um eine beliebte Nutzpflanze, die zu den wichtigsten Ölpflanzen in Europa gehört. Jeder kennt wahrscheinlich die großen gelben Rapsfelder, die im Frühjahr leuchten und sehr intensiv riechen. Wie Raps angebaut und wofür er verwendet wird, wird nachfolgend erläutert.

Donnerstag, 30.03.2017, 04:03 Uhr

Was ist Raps und worauf sollte beim Anbau geachtet werden?

Raps ist eine wirtschaftlich sehr bedeutende Nutzpflanze. Die einjährige Krautpflanze gehört zu den Kreuzblütengewächsen. Raps benötigt einen tiefgründigen Boden, der nicht tonig ist oder zu Staunässe neigt. Trockenperioden verringern ebenfalls die Erträge, wie bundesweite Rapsversuche zeigten . Raps bevorzugt im Allgemeinen lehm- und humusreiche Sandböden. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 150 cm. Reife Pflanzen erkennt man an den eingedunkelten Schoten und der Gelbfärbung des Stammes. China , Indien und Kanada gehören zu den weltweit größten Anbaugebieten.

Sommer- und Winterraps

Es wird zwischen Sommer- und Winterraps unterschieden:

Winterraps

Der Winterraps, der im August ausgesät wird, benötigt einen weder zu trockenen noch zu nassen Boden, da die Keimung sonst ausbleibt. Auf einem Quadratmeter werden circa 50 Körner ausgesät. Nach dem Herbst bildet der Raps eine Rosette aus. In diesem Zustand überwintert er und im Mai bis Juni blüht er. Im August wird er geerntet und zusätzlich getrocknet, falls der Wassergehalt höher als zehn bis 15 Prozent ist.

Sommerraps

Der Sommerraps wird im Frühjahr ausgesät und reift innerhalb von vier Monaten zur Frucht heran. Verglichen mit dem Winterraps ist er nicht so ertragreich.

Bei der Ernte kommen Mähdrescher zum Einsatz. Pro Hektar sind es rund 3500 Kilogramm. Pro Jahr beträgt die Rapsernte in Deutschland mehr als fünf Millionen Tonnen.

Wofür wird Raps verwendet und welche Inhaltsstoffe sind enthalten?

Raps eignet sich optimal als Vorfrucht für nahezu sämtliche Pflanzen in der Fruchtfolge. Aus Raps wird gern Öl hergestellt, wobei kaltgepresstes Rapsöl die meisten ungesättigten und die wenigsten gesättigten Fettsäuren aufweist . Rapsöl hat einen Linolsäuregehalt von nahezu 20 Prozent und einen Alpha-Linolensäuregehalt von etwa neun Prozent. Enthalten sind zudem das Provitamin A und Vitamin E. Die Fettbegleitstoffe helfen bei der Bekämpfung der schädlichen freien Radikale. Das enthaltene Vitamin K soll sich auf die Blutgerinnung positiv auswirken. Das Rapsöl wird in erster Linie als Speiseöl und Futtermittel genutzt. Nach einer chemischen Aufbereitung kann es zudem in Motoren als Treibstoff verwendet werden. In der chemischen Industrie dient es als Grundstoff für verschiedene Materialien wie Farben und Kunststoffe.

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