Umwelt
Umweltschutz im Alltag: 4 simple Tipps

Der Umweltschutz ist ein Thema mit zunehmender Brisanz, denn schon jetzt machen sich erste Folgen der Umweltverschmutzung wie der Klimawandel, das Ozonloch & Co bemerkbar. Um den Prozess noch rechtzeitig aufzuhalten oder sogar umzukehren, muss jeder mithelfen! Aber wie?

Dienstag, 13.11.2018, 15:01 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 13.11.2018, 04:53 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 13.11.2018, 15:01 Uhr
Umwelt: Umweltschutz im Alltag: 4 simple Tipps
Foto: Pixabay // silviarita

Deutschland hat eigentlich ein überdurchschnittlich gutes Gesundheitssystem mit flächendeckender Versorgung und wenig Risiken. Dies könnte sich allerdings in Zukunft durch die Umweltverschmutzung ändern, befürchten laut einer Studie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit jedenfalls vor allem die jüngeren Generationen. Demnach zähle der Umweltschutz bei der Bevölkerung zu den Top-Themen und liege zusammen mit der Rentenproblematik an erster Stelle, so das Ergebnis. Der Grund, weshalb das Thema in den letzten Jahren so an Wichtigkeit und Interesse gewonnen hat, liegt vor allem in der Sorge um die eigene Gesundheit. Demnach glauben einerseits 89 Prozent der Befragten, dass Allergien mit der Umweltverschmutzung zusammenhängen. Andererseits werden auch weitere Folgeprobleme wie überteuerte Energiepreise oder die Zunahme von Naturkatastrophen befürchtet. Allerdings blicken 98 Prozent der Deutschen pessimistisch in die Zukunft und gehen nicht davon aus, dass sich beim Klimaschutz demnächst positive Veränderungen ergeben werden. Resignation ist allerdings der falsche Weg!

Umweltschutz geht jeden etwas an

Natürlich wäre es dringend an der Zeit, dass die Politik handelt. Erste Schritte in die richtige Richtung wie den geplanten Atomausstieg gab es jedenfalls schon. Dennoch kann die Verantwortung nicht rein auf die Politiker sowie Unternehmen abgeschoben werden. Stattdessen macht jeder Mensch auf der Welt einen Unterschied, wenn es um die Verschmutzung der Umwelt geht. Die Fahrt von kurzen Strecken mit dem Auto, das Verreisen per Flugzeug, das Brennenlassen von Lichtern beim Verlassen der Wohnung oder der Kauf von Lebensmitten in Plastikverpackungen sind jeweils für sich vielleicht nur kleine „Vergehen“ an der Umwelt, die für viele Menschen zum ganz normalen Alltag gehören. Doch Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Wer also beginnt, den Umweltschutz in seinen Alltag zu integrieren und sein Verhalten noch einmal zu überdenken, der geht mit gutem Beispiel voran und kann etwas bewirken. Und je mehr Menschen sich dafür entscheiden, umso größer wird der positive Effekt für die Natur sowie der Druck auf die Politik. Aber wie lässt sich der Schutz der Umwelt und des Klimas in den eigenen vier Wänden oder auch unterwegs umsetzen? Die gute Nachricht lautet: Das ist gar nicht so schwierig!

Simple Tipps: Umwelt schützen geht auch ohne viel Aufwand

Viele Menschen befürchten, viel Geld oder Zeit investieren zu müssen, um umweltfreundlicher zu leben. Sie möchten zwar auf ihren ökologischen Fußabdruck achten, gleichzeitig aber nicht auf gewohnten Luxus wie das Auto verzichten. Glücklicherweise müssen sie das auch nicht, denn mit folgenden Tipps ist Umweltschutz so einfach wie nie zuvor – und somit gibt es ab sofort auch keine Ausreden mehr!

Tipp 1: Hybrid- oder Elektroauto kaufen

Natürlich ist das Auto einer der größten Umweltverschmutzer und somit wäre es am besten, ganz auf den fahrbaren Untersatz zu verzichten und stattdessen mehr Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Dennoch kommt das nicht für alle Menschen infrage, was allerdings nicht bedeutet, weiterhin als Umweltsünder leben zu müssen. Einerseits lässt sich nämlich durch die geeignete Wahl des Autos die Umwelt schonen und andererseits durch den richtigen Fahrstil:

Noch mag die Technologie der Elektroautos zwar nicht ausgereift sein, dennoch stellen sie eine umweltfreundliche Alternative dar, vor allem für Kurzstrecken. Einige der elektrisch betriebenen Autos sind bereits jetzt im Anschaffungspreis billiger als ihre Konkurrenz mit Verbrennungsmotor – und bei den laufenden Kosten angesichts der hohen Benzin- und Dieselpreise allemal. Wer dazu noch einen Ökostromtarif wählt, hat der Umwelt einen großen Gefallen getan. Auch Hybridvarianten sind immer noch besser als reine Benzin- oder Dieselfahrzeuge.

Wie bereits erwähnt, kann aber auch der Fahrstil dazu beitragen, weniger Kraftstoff zu verbrauchen. Das dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern spart zugleich eine Menge Geld. Zu vermeiden ist beispielsweise ständiges sowie hartes Beschleunigen und Bremsen. Zudem gilt es, den Luftfilter regelmäßig zu reinigen und mit geringen bis mittleren Drehzahlen unterwegs zu sein – auch auf der Autobahn. Weiterhin machen der Reifendruck sowie schlichtweg die Gewohnheiten, beispielsweise die Verbindung von mehreren Wegen, um Fahrten zu reduzieren, auf Dauer einen großen Unterschied.

Tipp 2: Plastik vermeiden

Neben dem Auto ist das Plastik einer der größten Umweltsünder, welcher allerdings kaum aus dem Alltag wegzudenken ist. Auch, wenn es vielleicht nicht (gleich) funktioniert, das Plastik vollständig aus dem Alltag zu verbannen, sollten Verbraucher dies aber wenigstens versuchen und den eigenen Plastikmüll deutlich reduzieren. So kann Obst beispielsweise auch lose oder auf dem Markt gekauft und die Tragetasche als Stoffbeutel oder Papiertüte selbst mitgebracht werden. Es gibt vielerorts zudem bereits verpackungsfreie Supermärkte oder im Internet können bei Initiativen wie CareElite Tipps für plastikfreie Adventskalender, Holzprodukte, Kugelschreiber oder sogar ein selbstgemachtes Duschgel eingeholt werden.

Tipp 3: Weniger heizen und richtig lüften

Gerade im Winter heizen viele Menschen zu viel und lüften falsch oder zu wenig. Ungünstige Gewohnheiten wirken sich jedoch nicht nur negativ auf das Raumklima und damit die Gesundheit der Bewohner aus, sondern eben auch auf die Umwelt im Sinne eines (zu) hohen Energieverbrauchs. Es ist daher wichtig, regelmäßig sowie richtig zu lüften – ohne dabei im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster hinaus zu heizen.

Tipp 4: Bewusster – und gesünder – essen

Zuletzt sollte noch eine weitere Gewohnheit überdacht werden: die eigenen Essgewohnheiten. Wer auf regionale Produkte setzt, verhindert unnötig weite Transportwege mit LKW, Schiff, Flugzeug und anderen Umweltsündern. Zudem kann das Obst und Gemüse vollständig ausreifen, ist damit gesünder und schmeckt schlichtweg besser. Wer der Umwelt weiterhin einen Gefallen tun möchte, der verzichtet so gut es geht auf Fleischprodukte und Fisch. Eine solche Umstellung der Ernährungsgewohnheiten kommt schlussendlich nicht nur der Umwelt zugute, sondern auch der eigenen Gesundheit. Umweltschutz geht also auch ohne viel Aufwand oder Einschränkungen und kann im Alltag stattdessen viel Gutes bewirken – wie eben eine bessere Gesundheit oder schlichtweg ein bewussteres Leben!

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