Wohnen
Alternativ Heizen durch Wärmepumpen - die Vor- und Nachteile

Wenn es darum geht, das eigene Haus oder sonstiges Gebäude zu beheizen, tun sich viele Hausbesitzer damit schwer, sich aufgrund der Brennstoffkosten für die passende Heiztechnik zu entscheiden. Öl und Gas werden schließlich immer teurer. Daher wird mittlerweile gern auf alternative Energien zurückgegriffen, beispielsweise auf die Wärmepumpe. Hierbei wird die thermische Energie genutzt, die in der Luft, der Erde oder im Wasser gespeichert ist. Im folgenden Ratgeber wird erläutert, wie eine Wärmepumpe funktioniert und wo die Vor- und Nachteile liegen.

Mittwoch, 09.11.2016, 10:11 Uhr

Wohnen : Alternativ Heizen durch Wärmepumpen - die Vor- und Nachteile
Foto: colourbox.de

Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert sie?

Die Wärmepumpe nutzt zur Erwärmung die thermische Energie, die in der Umwelt gespeichert ist. Dies funktioniert durch einen technischen Prozess und nicht durch Verbrennung, wie es bei anderen Heizungen der Fall ist. Das Prinzip ist einfach und die Wirkung effektiv: Die Wärme aus dem Erdreich oder der Luft wird in den Wohnraum geführt. Den natürlichen Wärmequellen wird demzufolge Wärme entzogen, die für den Heizbetrieb genutzt wird. Durch die Verdichtung eines Kältemittels durch den Kompressor wird die Temperatur gesteigert.

Vor- und Nachteile der Wärmepumpe

  Vorteile:

- Erdwärme ist kostenlos und fast überall verfügbar
- Geothermie nahezu unerschöpflicher Energie-Vorrat
- Wärmepumpe macht somit unabhängig von anderen Energieträgern
- geringe Betriebskosten
- Einsparung fossiler Brennstoffe
- Kohlendioxid-Ausstoß wird verglichen mit Gas- oder Ölheizungen um bis zu 90 Prozent verringert
- kann mit anderen erneuerbaren Energien gekoppelt werden
- Wärmepumpen können auch zum Kühlen verwendet werden
- eignet sich für nahezu alle Gebäude
- betriebssicher und weitgehend wartungsfrei
- lange Lebensdauer
- staatliche Förderung

  Nachteile:

- Genehmigungsverfahren zum Teil aufwändig
- ausführliche Planung erforderlich
- ausreichend Platz muss zur Errichtung der Anlage vorhanden sein
- teilweise mit hohen Investitionskosten verbunden
- gewisse Anforderungen an das Heizsystem müssen erfüllt sein
- schwankende Betriebskosten für den Wärmepumpenstrom (von Preisen der Stromanbieter abhängig)
- gute Wärmedämmung erforderlich
- an sehr kalten Tagen ist es notwendig, nachzuheizen

Fazit

Dies waren die Vor- und Nachteile von Wärmepumpen. Es handelt sich letzten Endes um effiziente Heizgeräte , die die Gebäude günstig und nachhaltig mit Energie versorgen . Zudem wird der Klimawandel entlastet und die Energiewende unterstützt. Wärmepumpen gehören zu den ausgereiftesten Möglichkeiten, die kostenfreie Energie aus der Umwelt auszuschöpfen, zumindest, was die technische Seite anbelangt. Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann damit effizient und umweltschonend geheizt werden. Wichtig ist im Vorfeld jedoch eine umfassende Planung, am besten durch einen Fachmann.

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