Wohnen
Nachhaltig bauen – zum Beispiel mit den richtigen Fenstern

Bauherren kommen um das Thema „Nachhaltiges Bauen“ heutzutage nicht mehr herum. Denn wer baut, muss zwangsläufig zukunftsorientiert denken. Das bedeutet, umweltschonende Baustoffe beim Hausbau einzusetzen und Energiekosten im Haushalt zu sparen und damit für mehr Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit zu sorgen, also ökonomisch und ökologisch die Voraussetzungen für ein wertiges, langlebiges Gebäude zu schaffen. Dies gilt nicht nur für den Neubau eines Hauses: Auch bei älteren Objekten ist eine energieeffiziente Nachrüstung, beispielsweise mit isolierten Fenstern, eine sinnvolle Investition für den Schutz der Umwelt und nicht zuletzt das Wohl des eigenen Geldbeutels.

Dienstag, 05.03.2019, 11:12 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 11:21 Uhr
Wohnen: Nachhaltig bauen – zum Beispiel mit den richtigen Fenstern
Energieeffizient bauen wird gefordert und gefördert. Foto: Pixabay.com / Pexels

Was versteht man unter nachhaltigem Bauen?

Nachhaltiges Bauen ist keine leere Worthülse, sondern folgt längst festen Vorgaben eines Leitfadens des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Der schonende Umgang mit Ressourcen und eine energieeffiziente Bauweise sind die Voraussetzungen dafür, den Lebenszyklus eines Gebäudes zu erhöhen. Die Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) nimmt eine Zertifizierung des Hauses anhand seiner Wirtschaftlichkeit vor. Darin fließen die Kosten des Hausbaus von der Planung bis zur Fertigstellung ein, ferner die Betriebskosten, Kosten für Pflege und Instandhaltung und mögliche Aufwendungen für den Rückbau des Gebäudes. Resultat ist eine nachhaltige Bauweise.

Insgesamt beinhaltet der Begriff nachhaltiges Bauen ein ganzes Bündel an Aspekten , zum Beispiel Flächeninanspruchnahme, Baustoffe, Dämmung und Wärmeschutz, Energieträger, Anlagentechnik, Wassertechnik und -nutzung bis hin zu Komfort, Gesundheitsschutz, Zugänglichkeit, städtebaulicher Bedeutung und künstlerischer Wertigkeit.

Welche Erfahrungen Bauherren unter anderem mit der nachhaltigen Bauweise gemacht haben, berichten sie in diesem Blog .

Blickpunkt Fenster – isoliert und ökonomisch

Fenster sind das Tor zur Außenwelt, sie lassen das (Sonnen-) Licht herein und sorgen für Behaglichkeit und Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden. Auf der anderen Seite sind sie aber auch Quellen für Ungemach, denn schlecht isolierte Fenster dienen kalter Luft als Einfallstor. Hohe Heizkosten sind die Folge.

Die Qualität der Verglasung eines Fensters bestimmt der Wärmedurchgangskoeffizient, der sogenannte U-Wert. Dabei gilt: Je niedriger der U-Wert, desto besser das Fenster. Während einfach verglaste Fenster noch bis in die 1980er Jahre in vielen Gebäuden an der Tagesordnung waren, werden heutzutage energieeffiziente dreifach verglaste Fenster genutzt. Die Einsparung ist beträchtlich: Mit den modernen Verglasungen lassen sich die Heizkosten auf nur noch ein Achtel der einfach verglasten Fenster senken. Natürlich sind die Anschaffungskosten höher, amortisieren sich aber bereits nach wenigen Jahren – und ganz nebenbei werden wichtige Ressourcen geschont. Mehr zu den Richtlinien zur Qualitätsbeurteilung von Verglasungen können Sie online einsehen .

Nicht das Geld zum Fenster rausheizen

Isolierte Fenster sind eine richtige und wichtige Maßnahme, wenn es darum geht, nachhaltig zu bauen. Doch wer von hochwertigen Fenstern spricht, muss sich auch um den richtigen Umgang mit dem Heizen und Lüften kümmern. Dabei gibt es einfache Regeln, die nicht neu sind, aber nach wie vor in vielen Haushalten falsch gehandhabt werden:

  • Die Temperaturen sollten generell nicht zu hoch gehalten werden. Es gilt, lieber mal einen warmen Pulli überzuziehen.
  • Im Winter sind die Fenster keinesfalls stundenlang auf Kipp zu stellen. Stattdessen hilft mehrmaliges Stoßlüften am Tag für gute fünf Minuten. Nicht zu vergessen ist, kurz davor die Heizung runterzudrehen.
  • Bei (längerer) Abwesenheit sollte man die Heizung nicht komplett ausstellen, damit die Wohnung nicht völlig auskühlt und sich gegebenenfalls Schimmel bildet.
  • Räume, die eher kühl gehalten werden, sollten verschlossen werden.

Rundum nachhaltig bauen

 Neben gut isolierten Fenstern gibt es eine Reihe weiterer ökologischer Maßnahmen, die zu den Kriterien umweltfreundlichen, ganzheitlichen Bauens gehören und den Lebenszyklus eines Hauses erhöhen. Dazu gehören beispielsweise

  • die Verwendung von Baustoffen, die eine energieeffiziente Gebäudehülle schaffen, um für optimale Dämmung und Minimierung von Wärmeverlusten zu sorgen.
  • Photovoltaik-Anlagen und Hausbatterien, die einen Großteil des Stroms herstellen bzw. speichern, um unabhängig von steigenden Strompreisen zu sein.
  • oder energiesparende Wärmepumpen, die aus erneuerbaren Ressourcen gespeist werden.

Wer sich für eine nachhaltige Bauweise entscheidet, kann Unterstützung beantragen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt Fördergelder und günstige Kredite an Bauherren, die ökologisch bauen. Das gilt im Übrigen nicht nur für den Bau eines neuen Eigenheims sondern auch für Einzelmaßnahmen wie den Einbau isolierter Fenster.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6449809?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F198%2F711292%2F711747%2F
Nachrichten-Ticker