Mülltrennung
Darf Bioplastik in die Biotonne?

Im Handel gibt es Produkte, die Hersteller als leicht abbaubares Bioplastik bewerben. Sie sollen biologisch abbaubare Kunststoffe enthalten. In welcher Tonne werden diese Materialien entsorgt?

Donnerstag, 13.06.2019, 12:17 Uhr aktualisiert: 13.06.2019, 12:22 Uhr
Ein Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung schiebt eine braune Tonne mit Biomüll zum Müllwagen.
Ein Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung schiebt eine braune Tonne mit Biomüll zum Müllwagen. Foto: Patrick Seeger

Berlin (dpa/tmn) - Plastik gehört nicht in die Biotonne - das ist klar. Doch im Handel gibt es Produkte, die Hersteller als leicht abbaubares Bioplastik bewerben oder solche, die den Angaben zufolge bioabbaubare Kunststoffe enthalten.

Und nun? Schon sind Verbraucher verwirrt. Diese Produkte sind nicht biologisch abbaubar wie etwa ein alter Apfel. Im Gegenteil: Sie bereiten Betreibern von Biogasanlagen oder Kompostwerken Probleme, weil sie den Kompost verunreinigen, warnt der Verband kommunaler Unternehmen, der unter anderem die Entsorger vertritt.

Anders sieht es bei Kunststoffbeuteln aus, die speziell für das Sammeln von Bioabfällen in der Küche verkauft werden. Nutzer dürfen diese besonders dünnen Säcke in die Biotonne werfen - aber nur unter zwei Voraussetzungen: Erstens müssen die Beutel als biologisch abbaubar zertifiziert worden sein. Zweitens muss der kommunale Entsorger vor Ort ihre Verwendung erlauben. Im Zweifelsfall dort vorab also besser nachfragen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6687076?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F198%2F711292%2F711747%2F
Wenn‘s im Nachbargarten krabbelt
Wenn sich die Eichenprozessionsspinner in Nachbars Garten angesiedelt haben, muss das hingenommen werden – der Nachbar ist schließlich nicht Schuld daran, dass die Tiere seinen Baum befallen.
Nachrichten-Ticker