Im Spätsommer
Bei hysterischen Wespen nicht pusten und nicht hauen

Lange werden die Wespen nicht mehr herumschwirren, denn zu dieser Zeit des Jahres verenden die meisten von ihnen. Doch vorher sind die schwarz-gelben Insekten noch einmal besonders aktiv. Für Menschen heißt dies vor allem eines: ruhig bleiben.

Freitag, 30.08.2019, 10:55 Uhr aktualisiert: 30.08.2019, 11:02 Uhr
Wespen machen uns Menschen Angst, ohne dass man Angst vor ihnen haben müsste. Denn die Tiere greifen nicht einfach an.
Wespen machen uns Menschen Angst, ohne dass man Angst vor ihnen haben müsste. Denn die Tiere greifen nicht einfach an. Foto: Julian Stratenschulte

Berlin (dpa/tmn) - Wespen sind für dieses Jahr am Ende ihre Lebens angelangt. Das Volk stirbt ab Spätsommer, nur ihre frisch geschlüpften Königinnen überwintern. Daher sind die herumfliegenden Tiere aktuell auch besonders lästig.

Während sie bis jetzt nur Eiweiß zur Aufzucht ihrer Larven benötigt haben, gehen sie nun gezielt und besonders hartnäckig auf die Suche nach Zucker, erklärt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Sie landen dann also erst recht an unseren Tischen und Speisen sowie Getränken.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät, die Wespen nicht mit Speisen und süßen Getränken im Freien sowie stark parfümierten Körperpflegeprodukten anzulocken.

Wenn sich Wespen bereits um den Tisch tummeln, muss man ruhig bleiben. Um-sich-Schlagen sei äußerst kontraproduktiv, erklärt BUND-Experte Magnus Wessel . Auch das vermeintlich harmlose Wegpusten sei keine gute Lösung, denn das ausgeatmete Kohlenstoffdioxid macht die Wespen aggressiver.

Das Problem: Auch Angst zu zeigen, ist ungut. Denn die Tiere nehmen diese Gefühlsregung wahr, und Angstschweiß versetzt sie sogar in Alarmbereitschaft.

Die Lösung ist für den Naturschützer: Die Tiere zu beobachten, wenn man isst - so dass man sie natürlich nicht aus Versehen in den Mund bekommt. Und einfach entspannt weiterzumachen. Wenn es gar nicht mehr geht, kann man noch einen Wassernebel mit der Sprühflasche verbreiten, rät Wessel. Das schreckt die wasserscheuen Tiere ab. Oftmals hätten sich auch Ablenkfütterungen abseits des Tisches bewährt.

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