Starkregen und Sturmböen
Welche Versicherung springt bei Unwetterschäden ein?

In der Nacht haben heftige Regenfälle im Süden Deutschlands Schäden angerichtet. Wichtigste Frage für Betroffene: Springt die Versicherung jetzt ein?

Dienstag, 04.02.2020, 16:12 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 16:16 Uhr
Für Schäden, die durch Starkregen verursacht wurden, reicht der Versicherungsschutz oft nicht aus. Dafür ist in der Regel eine Erweiterung des Versicherungsschutzes auf Naturgefahren nötig.
Für Schäden, die durch Starkregen verursacht wurden, reicht der Versicherungsschutz oft nicht aus. Dafür ist in der Regel eine Erweiterung des Versicherungsschutzes auf Naturgefahren nötig. Foto: Benjamin Liss

Hamburg (dpa/tmn) - Heftige Regenfälle haben vor allem im Südwesten Deutschlands zahlreiche Rettungseinsätze ausgelöst. Vielerorts liefen Keller voll. Heftiger Wind deckte zudem manche Dächer ab.

Ob die Schäden versichert sind, hängt von der jeweiligen Police ab, erklärt der Bund der Versicherten ( BdV ) in Hamburg. Denn für manche Schäden brauchen Eigentümer einen Extra-Schutz.

Grundsätzlich gilt: Hausrat- und Wohngebäudeversicherung kommen laut BdV meist für Schäden auf, die durch Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Leitungswasser oder Sturm und Hagel entstanden sind. Für Schäden, die durch Starkregen verursacht wurden, reicht der Versicherungsschutz oft nicht. Dafür ist in der Regel eine Erweiterung des Versicherungsschutzes auf Naturgefahren nötig.

Die sogenannte Elementarschadenversicherung wird als Ergänzung zur Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen. Sie deckt zusätzlich auch Schäden ab, die durch Überschwemmung, Witterungsniederschläge, Rückstau, aber auch Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen oder Vulkanausbruch entstanden sind.

Der Elementarschadenschutz ist in der Regel nur im Paket als Komplettlösung abschließbar. Bei einigen Verträgen ist eine Wartezeit vereinbart. Man sollte sich daher rechtzeitig um einen Einschluss kümmern. Allerdings bekommt nicht jeder, der eine Elementarschadenversicherung braucht, den Schutz auch ohne weiteres. Viele Versicherer bieten diesen Schutz laut BdV in gefährdeten Gebieten nur gegen hohe Prämien oder hohe Selbstbeteiligungen an.

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