Sonderveröffentlichung

Wohnen
Warum ein Asbest-Test bei Renovierungen sinnvoll sein kann

Wenn Sie in einem älteren Haus wohnen oder Renovierungsarbeiten an Ihrem Gebäude planen, ist es ratsam, das Potenzial einer Asbestexposition in Ihrem Haus zu berücksichtigen und gegebenenfalls einen Asbest-Test durchzuführen. 

Freitag, 06.03.2020, 15:36 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 15:42 Uhr
Wohnen: Warum ein Asbest-Test bei Renovierungen sinnvoll sein kann
Foto: Colourbox.de

Schützen Sie sich und Ihre Familie 

Das Entfernen von Asbest aus den Strukturen eines Gebäudes kann ein mühsamer Prozess sein, der ausschließlich von Fachpersonal, ausgerüstet mit der dafür vorgesehenen Schutzkleidung, durchgeführt werden sollte. Der erste Schritt, um dieses potenziell gefährliche Material aus dem Haus zu entfernen, besteht darin, es ordnungsgemäß zu identifizieren. Asbest kann in einer Vielzahl von Bereichen in Gebäuden vorkommen , einschließlich Deckendämmungen, Bodenfliesen, Linoleumböden, Isolierungen, Trockenbau- und Fugenmassen, sowie Außenstuck, Dächern und anderen Strukturen. Daher kann es entscheidend sein, dass vor Beginn des Renovierungsprozess ein zuverlässiger  Asbest-Test  gemacht wird. Um Staub- und Materialproben auf Asbestfasern untersuchen zu lassen, kann man eine Asbest-Analyse im Internet bestellen. Der gewünschte Untersuchungsgegenstand wird einfach eingeschickt und im akkreditierten deutschen Labor auf Asbest geprüft, damit Sie schnelle Gewissheit haben.

Welche Testmethoden für Asbest gibt es?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Strukturen Ihres Hauses auf Asbest zu testen. Mit bloßem Auge ist Asbest selbst für einen Experten nicht erkennbar. Versuchen Sie nicht, Asbest in Ihrem Haus selbst zu entfernen. Eine unsachgemäße Behandlung kann zu einer weiteren Verteilung des Asbests in Ihrem Haus führen.

Anhand einer Staubprobe kann das allgemeine Asbestvorkommen im Haus analysiert werden. Bestimmte Baumaterialien wie Dichtmasse, Dämmwolle, Zement, aber auch Linoleumboden, Eternit oder Filz können ebenfalls mittels der Untersuchung unter dem Rasterelektronenmikroskop (REM), welche die in Deutschland vorgegebene Untersuchungsmethode ist, analysiert werden. Je nach Material kann auf eine Nachweisgrenze von 0,1% bis zu 0,001% geprüft werden. Künstliche Mineralfasern (KMF), die zunächst als adäquates Ersatzprodukt für Asbest gehandelt wurden, werden in einer Asbest-Analyse bestenfalls mit analysiert – denn auch ihre Toxizität konnte nachgewiesen werden.

Wieso ist Asbest überhaupt gefährlich?

Bevor Asbest 1993 offiziell verboten wurde, galt es aufgrund seiner vielseitigen Anwendbarkeit als Wundermittel in der Baubranche und wurde entsprechend häufig verbaut. Daher ist es auch heute noch in vielen vor dem Herstellungs- und Verwendungsverbot entstandenen Gebäuden vorzufinden. Unangetastet kann Asbest in den meisten Strukturen zu keiner Asbestose (durch Asbest hervorgerufene Atemwegserkrankung) führen. Bei Renovierungen/Sanierungen können die in den Materialien befindlichen Asbestfasern allerdings in die Luft geraten und eingeatmet werden. Dann sind sie hochgradig gesundheitsgefährdend.

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