Sonderveröffentlichung

Wohnen
Smart Home Technologie mit großem Zukunftspotenzial

Smart Home verabschiedet sich aus der Nische! Neueste Trends stellen Intelligentes Wohnen für Jedermann in Aussicht! Jetzt online lesen!

Donnerstag, 30.07.2020, 13:06 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 13:09 Uhr
Wohnen: Smart Home Technologie mit großem Zukunftspotenzial
Foto: Pixabay.com

Smart Home Technologie startet durch

Durch die Fortschritte in der Mikroelektronik wird ein neues Level erreicht

Der Traum vom vollautomatisierten Haus beschäftigt die Menschheit schon seit knapp 100 Jahren. In Filmen wie „Electric House“ aus dem Jahre 1922 bewegt sich die Treppe auf Knopfdruck und die Stühle schieben sich von selbst an den Esstisch. Beispielhaft wird der Wunsch nach Automatisierung im Haushalt auch in Jaques Tatis Klassiker „Mon oncle“ aus dem Jahre 1958 komödiantisch verarbeitet, indem Haushaltsgeräte miteinander kommunizieren. Erstmals wurde der Begriff „Smart House“ 1984 von der American Association of Housbuilders verwendet. Die damaligen Apparaturen hatten aber noch sehr unhandliche Dimensionen.

Bis Ende der 1990er-Jahre blieb Smart Home eher eine Domäne von Bastlern und Superreichen. Erst mit der Jahrtausendwende gab es Auftrieb, da der Durchbruch in der Mikroelektronik, beflügelt vom Fraunhofer-inHouse-Zentrum in Duisburg, die benötigten Technologien auf ein handliches Maß herunterbrach und es gelang, alle elektronischen Vorgänge zentral zu steuern.

Drahtlose Netzwerke ebnen den Weg für ein Smart Home für Jedermann

Mit der Fernsteuerung von Jalousien und der vernetzten Steuerung der Heizungsanlage wird die Grundlage des heutigen Erfolgs geschaffen. Und mit dem Siegeszug des Smartphones in Verbindung mit Drahtlos-Netzwerken wie Bluetooth und WLAN sowie der Einführung intelligenter Steckdosen kann sich Smart Home auf einem größeren Markt etablieren. Ab diesem Moment wurde die Technologie für Schwergewichte des Kapitals interessant. Energieversorger, Telekommunikationsanbieter und Elektronikriesen mischen heute ebenso mit wie von Investoren verwöhnte Start-ups.

Ablesen lässt sich die aktuelle Situation am besten am Angebot der IFA (Internationale Funkausstellung Berlin). Die überwiegende Mehrheit der Haushaltsgeräte wird nun in Versionen mit Online-Schnittstelle angeboten. Zwar setzt immer noch eine Mehrheit der Smart Home Anbieter auf eigene Lösungen, doch entwickeln sich schon Kooperationsansätze auf gemeinsamen Plattformen zur Integration unterschiedlicher Produkte und Standards. Als Beispiel sei Google genannt, das mit dem Projekt Brillo sein Android-Betriebssystem verbessern will.

Euphorische Aussichten für Smart Home in Deutschland

Die Player schauen optimistisch in die Zukunft. Der IT-Verband BITCOM prognostiziert für 2020 1,5 Millionen Haushalte, welche Smart Home Geräte nutzen. Der VDE (Verband der Elektrotechnik) geht davon aus, dass sich die Hausautomation in den nächsten zehn Jahren zum Standard bei Neubauten etabliert. Marktforschungsfirmen sehen durch die zu erwartenden Steigerungen bezüglich Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort grandiose Wachstumspotenziale und Publikationen wie das Smart Home Magazin stoßen ins gleiche Horn. Sie sprechen von einer zu erwartenden Entwicklung vom Nischen- zum Massenmarkt. Man setzt darauf, dass die Steuerungselemente sich vereinfachen lassen, indem sich grafische Oberflächen durchsetzen, begleitet von einem besseren Verständnis von Gestik und Sprachbefehlen. Zudem wird der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die intelligenten Systeme sich auf das Verhalten der Benutzer einstellen, um auf zukünftige Ereignisse besser vorbereitet zu sein. Wieweit dieser Glaube an das selbstständige Handeln der Apparate realistisch ist, bleibt jedoch abzuwarten.

Gleichzeitig warnt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unter Minister Peter Altmaier vor überschäumendem Optimismus. Die neueste Studie der Politiker geht davon aus, dass sich Smart Home in der Masse nur dann durchsetzen kann, wenn die Menschen die Funktionsweise verinnerlichen und die Kontrolle über die Technik nicht verlieren.

In Anbetracht des demografischen Wandels befeuert die Erwartung für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter die Marktaussichten zusätzlich. Unter Ambient Assisted Living verstehen die Experten eine Form des vernetzten Wohnens, welche über die eigene Haustüre hinausgeht. So können intelligente Rauchmelder direkt Nachbarn oder Verwandte informieren. Dies bedeutet im Endeffekt, dass ganze Wohneinheiten per Internet kommunizieren können. Davon ausgehend, dass wirtschaftliche, bürokratische und soziale Verknüpfungen mit der technischen Entwicklung mithalten, gerät die Smart City in den Blickwinkel.

Fazit

Sicherlich hat Smart Home ein riesiges Zukunftspotenzial. Insbesondere wen man es auf die Eckpunkte Komfortsteigerung und verbesserte Sicherheit bezieht. Ob die vorhergesagten Steigerungen hinsichtlich Energieeffizienz die Erwartungen erfüllen werden, bleibt abzuwarten. Auch die neue Technologie braucht Strom und wenn die ins Stocken geratene Energiewende hin zu nicht-fossilen Energieträgern nicht flankierend forciert wird, bleiben hinsichtlich der Visionen grüner Städte mit sauberer Luft noch einige Zweifel offen.

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