Sonderveröffentlichung

Wohnen
Schlüsseldienst – was zahlt die Versicherung?

Es passiert oft schneller als gedacht: ein unachtsamer Moment, schon ist die Tür zu und der Schlüssel noch in der Wohnung oder aus der Tasche gefallen. Doch was sind die finanziellen Folgen?

Mittwoch, 14.04.2021, 04:22 Uhr aktualisiert: 14.04.2021, 14:26 Uhr
Wohnen: Schlüsseldienst – was zahlt die Versicherung?
Foto: Colourbox

Ein unbedachter Augenblick…

Der einzelne Wohnungsschlüssel kann aus der Tasche rutschen, der Autoschlüssel im Schloss abbrechen, der große Schlüsselbund für das Firmengelände in einem unbedachten Moment liegen gelassen, der Schlüssel zum Banksafe gestohlen werden. Doch irgendwann muss und möchte man wieder in die eigenen vier Wände, mobil sein, zurück ins Unternehmen oder an seine Wertsachen.

Ob in Westfalen, dem Allgäu oder jeder anderen Region in Deutschland: Hilfe bietet ein zuverlässiger Schlüsseldienst . Viele Unternehmen sind rund um die Uhr erreichbar und wechseln sogar nachts Schlösser und Zylinder bedarfsgerecht aus. Dabei bemisst sich die Höhe der Kosten für den Austausch neben der Tageszeit auch abhängig vom Fabrikat des Schlosses und Schlüssels und dem entsprechenden Aufwand. Doch den Betroffenen kann ihr Malheur noch teurer zu stehen kommen – nämlich dann, wenn der Unternehmenschef entscheidet, die gesamte Schließanlage auszutauschen oder das Kraftfahrzeug eine komplett neue Elektronik erfordert.

Wozu dienten die vermissten Schlüssel?

Türen mit Schlössern finden sich so gut wie überall:

  • Private Mietwohnung
  • Geschäftsgebäude
  • Autoschlüssel
  • Bankschließfach
  • Codekarten Hotel
  • Eigentumswohnung oder Haus

Doch nicht jedes Schloss einer Mietwohnung ist gleich , nicht jedes Unternehmen vergibt identische Verträge, nicht jedes Auto wird vollelektronisch bedient. Auch hängt die Höhe der Kosten von der jeweiligen Reaktion des Eigentümers ab:

  • Private Mietwohnung: Kaum Aufwand bei Einzelschlüssel. Öffnete der verlorene Schlüssel Hauseingangs- wie Wohnungstür, erhält möglicherweise jeder Nachbar neue Schlüssel.
  • Geschäftsgebäude: Leitende Angestellte, Lehrer, Hausmeister – sie alle haben in der Regel jederzeit Zugang zu ihren Arbeitsräumen. Auch hier entsteht durch den Verlust eines Einzelschlüssels wie zur Kellertür nur ein geringer Schaden, während ein Austausch von Zentralschlüsseln sehr kostspielig werden kann.
  • Autoschlüssel: Der Aufwand gestaltet sich abhängig von der Elektronik des Wagens sowie davon, ob der Schlüssel abgebrochen oder verloren wurde.
  • Bankschließfach: Moderne Schließfächer lassen sich vorübergehend sperren. Wird der Schlüssel nicht wiedergefunden, wird der Schlossaustausch dem Bankkunden in Rechnung gestellt.
  • Codekarten für Hotels und Bürogebäude: Hier entstehen normalerweise keine nennenswerten Folgekosten. Zugangskarten zu einzelnen Räumen lassen sich problemlos elektronisch deaktivieren und erneut ausstellen.
  • Eigentumswohnung oder Haus: Hier ist der Schlüsselinhaber niemandem Rechenschaft schuldig – außer seiner Versicherung …

Wann und was zahlt welche Versicherung?

Grundsätzlich werden Versicherungen für den Fall der Fälle abgeschlossen: Sie ersetzen Schäden, übernehmen Behandlungskosten oder begleichen die Folgen eines Schlüsselverlustes. Vorausgesetzt, beide Parteien haben sich auf einen entsprechenden Passus im Versicherungsvertrag geeinigt. Grundsätzlich gilt:

  • Die Hausratversicherung ist nur im Falle von Diebstahl oder Raub oder anderweitig durch versicherte Schäden abhandengekommener Schlüssel die korrekte Anlaufstelle. Beispiel: Seit dem Feuerwehreinsatz in der Wohnung ist der Schlüssel nicht mehr auffindbar.
  • In kaum einem Basistarif von Haft­pflicht­ver­si­che­rungen ist ein Schlüsselschutz inbegriffen. Doch gegen einen geringen Aufpreis lassen sich Komfort- oder Premiumtarife abschließen oder Zusatzversicherungen vereinbaren, in deren Rahmen sich je nach Wunsch private und berufliche Schlüssel einzeln oder kombiniert versichern lassen.
  • Häufig integrieren Großunternehmen in ihrer eigenen Betriebshaftpflichtversicherung eine separate Klausel, um ihre Arbeitnehmer vor finanziellen Schwierigkeiten zu bewahren.
  • Ebenso wie Hausratpolicen greifen Vollkaskoversicherungen für Kraftfahrzeuge einzig bei Schlüsseldiebstahl. Doch auch hier kann bei Bedarf eine Zusatzklausel in der privaten Haftpflichtversicherung und damit die Begleichung von Abschleppkosten oder dem Austausch von Tür- und Lenkradschloss vereinbart werden.

Dabei sollte immer auch das Kleingedruckte gelesen werden! Wer einen Vertrag unterzeichnet, in dem grobe Fahrlässigkeit von der Deckung ausgeschlossen wird, bleibt am Ende auch bei Premiumtarifen auf den Folgekosten eines Schlüsselverlustes sitzen. Und diese können beträchtlich sein:

Fünfstellige Beträge für einen Schlüsselbund

Moderne Schließanlagen sind sicher – und mit der Sicherheit steigt der Preis, einen neuen Zylinder ins Schloss einbauen und neue Schlüssel herstellen zu lassen. Schnell kommen hier einige Hundert Euro zusammen. Im Falle weitläufiger Unternehmensgebäude kann der Schaden sogar hohe fünfstellige Beträge erreichen.

Mit Spezialtarifen von Versicherungen lassen sich Deckungssummen von bis zu 50.000 Euro vereinbaren. In den meisten Fällen stimmt der Versicherungsnehmer einem Selbstbehalt von 150 Euro zu.

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