Absturz des Rollos
Haftung des Vermieters bei Mängeln ist begrenzt

Für einige Schäden, die von Mängeln in einer Wohnung ausgehen, muss der Vermieter haften. Aber das hat seine Grenzen, wie der Fall eines herunterfallenden Rollos zeigt.

Montag, 03.12.2018, 04:55 Uhr aktualisiert: 03.12.2018, 05:02 Uhr
Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat entschieden, dass das allgemeine Lebensrisiko in dem verhandelten Fall weiterhin der Mieter trägt.
Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat entschieden, dass das allgemeine Lebensrisiko in dem verhandelten Fall weiterhin der Mieter trägt. Foto: Daniel Karmann

Berlin (dpa/tmn) - Vermieter haften in bestimmten Fällen für Schäden, die von Mängeln an der Immobilie ausgehen. Diese Haftung ist allerdings begrenzt, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland mit Blick auf ein Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth.

Das allgemeine Lebensrisiko trägt demnach weiterhin der Mieter. In dem Fall hatte das Landgericht die Klage einer Mieterin zurückgewiesen. Die Frau hatte sich erschreckt, als ein Rollo der von ihr genutzten Doppelhaushälfte zu Boden fiel. Dadurch war sie gestürzt und hatte sich eine Handverletzung zugezogen. Nach dem Unfall verlangte sie von der Vermieterin Schmerzensgeld. Die Mieterin hatte die Eigentümerin wenige Wochen zuvor über die nicht ordnungsgemäß funktionierenden Rollos informiert.

Die Richter lehnten die Forderung aber ab. Die Verletzung sei durch eine Überreaktion der Mieterin und nicht ursächlich durch das Rollo beziehungsweise den Mietmangel verursacht worden. Anders wäre die Sache zu beurteilen gewesen, wenn das Rolle auf den Mieter gefallen wäre und so den Sturz verursacht hätte (Az.: 7 S 5872/17).

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