Ausstellung in Haus Kump
Nur schöne Entwürfe reichen nicht

Münster -

Verwertbar sollen die Ergebnisse sein – so praktisch, dass sie auch „auf dem Markt“ taugen. Die Studierenden der Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer haben in drei Jahren Ausbildung den Anspruch im Blick gehabt, durch ihr Wissen konkrete beruflich Perspektiven zu gewinnen.

Sonntag, 12.07.2015, 18:07 Uhr

Zu den besten sechs Design-Absolventen gehören Mira Herschlein (r.) und Frederike Terstegge.
Die sechs besten Design-Absolventen sind (v.l.) Antonio Mastriani, Steffen Hennings, Marius Mensing, Lennart Schöning, Frederike Terstegge und Mira Herschlein. Foto: klm

„Es reicht nicht nur, schöne Entwürfe zu haben. Es geht auch um reale Produkte und die Marktfähigkeit“, so Akademieleiterin Constanze Unger . Sie eröffnete am Samstag auf Haus Kump zusammen mit den 24 Absolventen die Ausstellung „Finale 2015“ zu den Abschlussarbeiten. Unter ihnen sind drei Meister- und 21 Projektgestalter. Ein großes Oberthema war das Produktdesign. Hier arbeiteten zum Beispiel gelernte Tischler mit Trends für die Küche. Beim Produktdesign Wohnen waren ebenso ausgebildete Tischler beteiligt, aber etwa auch ein Zweiradmechaniker – er entwickelte eine Leuchtenserie.

Öffnungszeiten

Bis Donnerstag (16. Juli) sind die Arbeiten im Haus Kump an der Mecklenbecker Straße 252 während der Öffnungszeiten von 9 bis 17 Uhr zu sehen.

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Knapp ein Drittel der Absolventen kommt aus Münster , etwa ein Drittel aus dem Umland, die weiteren auch von außerhalb des Kammerbezirks. Manche Absolventen waren statt Tischler bereits ausgebildete Glaser, Metallbildern, Fotolaboranten oder Raumausstatter. Zu letzteren zählt Mira Herschlein aus Münster. Sie entwarf Räume und Einrichtung für ein Restaurant . Der Förderverein zeichnete sie wie auch fünf weitere Absolventen – Antonio Mastriani, Steffen Hennings, Marius Mensing, Lennart Schöning und Frederike Terstegge – mit kleinen Geldbeträgen als erfolgreichste aus. Herschlein gelang laut Jury die beste Gesamtleistung, Frederike Terstegge aus Münster wiederum als eine von zwei Preisträgern die beste Entwicklungsleistung. Die Tischlerin entwarf Bettenmodelle für Kitas und Kinderzimmer.

Die Arbeiten insgesamt reichten von Innenausstattungsartikeln aus Buntmetall bis hin zu einem Entwurf für eine ganze Bibliothek. Einige waren von Firmen über Kooperationen direkt in Auftrag gegeben worden.

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