Wanderausstellung im LWL-Landeshaus
Weimar: Republik der Gegensätze

Münster -

Sie war die erste deutsche Republik, bot demokratische und freiheitliche Rechte wie nie zuvor – und ging doch nach nur eineinhalb Jahrzehnten unter. „Weimar“ steckte voller Gegensätze. Und das nicht nur in der fernen Hauptstadt Berlin, sondern auch in Westfalen – wie eine Wanderausstellung im LWL-Landeshaus in Münster ab Mittwoch (30. Oktober) zeigt.

Sonntag, 27.10.2019, 11:00 Uhr
Die Wanderausstellung „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“ präsentiert – wie hier im Düsseldorfer Landtag – in vier begehbaren Würfeln ein vielfältiges multimediales Angebot.
Die Wanderausstellung „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze“ präsentiert – wie hier im Düsseldorfer Landtag – in vier begehbaren Würfeln ein vielfältiges multimediales Angebot. Foto: LWL/Paulus

Die Weimarer Republik war eine Republik der Gegensätze: Politische Aufbrüche und soziale Fortschritte gingen mit sozialen Konflikten und extremer Gewalt einher. Erstmals genossen alle Deutschen demokratische Rechte und Freiheiten, gleichzeitig wurde die Zerbrechlichkeit der Demokratie spürbar.

Die Wanderausstellung „Weimar im Westen: Repub lik der Gegensätze“ spürt die sen Widersprüchen in Westfalen-Lippe und im Rheinland nach. Sie ist von Mittwoch (30. Oktober) bis zum 21. November im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Freiherr-vom-Stein-Platz 1, zu sehen.

Multimediales Angebot

In vier begehbaren Würfeln präsentiert sie laut Ankündigung ein vielfältiges multimediales Angebot. Im Mittelpunkt stehen bislang unbekannte Fotos und Filme, die erstmals einen umfassenden Blick auf die Zeit von 1918 bis 1933 in Westfalen-Lippe und im Rheinland eröffnen.

Ergänzt wird diese regionale Perspektive durch Darstellungen der allgemeinen Entwicklungen in Deutschland zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus.

Vortragsreihe

Zudem gibt es eine öffentliche Vortragsreihe: Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Plenarsaal statt.

► 7. November (Donnerstag): Henning Stoffers „Münster 1918 bis 1933. Bilder einer Stadt“

► 12. November (Dienstag): Dr. Julia Paulus „Weimar im Westen: Republik der Gegensätze. Eine Einführung in die Ausstellung“

 13. November (Mittwoch): Dr. Philipp Erdmann und Dr. Leo Schmieding „Feinde der Republik. Quellen aus dem Stadtarchiv Münster und ein Ausstellungsprojekt des Geschichtsorts Villa ten Hompel“

► 14. November (Donnerstag): Prof. Dr. Markus Köster „Filmforum: Weimar im Westen. Rheinland und Westfalen 1918 bis 1933“

► 20. November (Mittwoch): Timm C. Richter „Durchglüht vom vaterländischen Geist. Reichswehr, Universität und rechtsradikale Netzwerke in Münster 1919 bis 1933“

Zum Thema

Die Ausstellung ist montags bis freitags jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die offizielle Eröffnung ist am 5. November (Dienstag) um 17 Uhr. Interessierte sind willkommen.

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