Kommentar
Bücherbus: Augen auf beim Autokauf

Wer einkaufen geht, sollte das Geld nicht vergessen. 400 000 Euro hatte die Stadt in der Tasche, als sie vor einem Jahr loszog, einen neuen Bücherbus zu besorgen. Entweder war das von vornherein zu wenig, oder die Ausschreibung hatte Macken.

Mittwoch, 01.08.2012, 11:08 Uhr

Jetzt kommt erstmal kein neuer Bus – dabei pfeift der alte aus dem letzten Loch. Keine schönen Aussichten.

Zwischen dem politischen Bekenntnis zum Bücherbus und der finanziellen Wirklichkeit klafft also eine Lücke, die ein 25 Jahre alter Oldtimer mit Ach und Krach schließen muss. Hoffentlich hält er durch – denn das Angebot ist zu wertvoll, um es auch nur kurzfristig zu gefährden. Die meisten Nutzer sind schließlich Kinder, für die der Bücherbus eine unschätzbare Brücke zum Lesen und Lernen baut.

Dass sich Münster – im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen – diesen wichtigen Service leistet, passt zum Selbstverständnis einer Bildungsstadt. Ein reibungsloser Fahrzeugwechsel sollte deshalb eigentlich dazugehören.

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